Regensdorf

Hoffnungsschimmer für Regensdorf

Die Furttaler besiegen in der Gruppe 1 der 2. Liga regional Schlieren zu Hause verdient 2:1. Damit haben sich die Unterländer im Abstiegskampf zumindest vorläufig über den Strich gehievt.

Regensdorfs Alexander Srdic kämpft mit Schlierens Alberto Perez (links, rechts der Schlieremer Dennis Achempem) um den Ball.

Regensdorfs Alexander Srdic kämpft mit Schlierens Alberto Perez (links, rechts der Schlieremer Dennis Achempem) um den Ball. Bild: Leo Wyden

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Und dann gab es doch noch einen Aufreger. Regensdorfs Yves Zwahlen und Schlierens Gonçalo Vieira hatten sich einen harten Zweikampf geliefert, bei dem Zwahlen zu Boden ging und von Vieira noch unsanft berührt wurde. Zwahlen revanchierte sich, und plötzlich bildete sich um die beiden eine Spielertraube. Die beiden Streithähne sahen die Gelbe Karte, wobei Vieira zuvor schon verwarnt worden war und deshalb des Feldes verwiesen wurde.

Es war das unschöne Ende einer hart umkämpften Partie, in der die Regensdorfer den besseren Start erwischt hatten. Gerade mal drei Minuten waren gespielt, als die Hausherren schon führten: Captain Cyrill Thrier hatte eine hohe Flanke in den Strafraum geschlagen, Daniel Steiner war der Nutzniesser und vollstreckte aus kurzer Distanz an Schlierens Goalie Jérôme Vollenweider vorbei, der in dieser Szene allerdings nicht gut aussah.

Tolle erste Halbzeit

Nach einer Viertelstunde dann auch die erste Szene der Gäste im gegnerischen Strafraum: Rachid dos Santos hatte sich bis vors Tor durchgespielt und geriet dann in einen Zweikampf mit Steiner, bei dem dos Santos im Torraum liegen blieb. Die Schlieremer forderten einen Strafstoss, doch der Schiedsrichter liess weiterspielen. Abgesehen von dieser Aktion, blieben die Gäste offensiv weitgehend harmlos, Regensdorf hatte die besseren Torchancen. So etwa nach 20 Minuten, als Alexander Srdic eine Flanke auf Dino Brembilla schlug und dieser per Kopf das Tor verfehlte. Oder in der 40. Minute, als Steiner zu Remo Riedener passte und dieser mit seinem Schuss beinahe für das 2:0 gesorgt hätte, wenn Vollenweider nicht aufgepasst hätte. In der 44. Minute wurde Srdic von Pasquale Sbarra steil angespielt und übertölpelte Vollenweider – 2:0 für die Regensdorfer. Eine Führung, die zu diesem Zeitpunkt absolut verdient war. «Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt», sagte Regensdorfs Trainer Gianluca Pasanisi. «In der zweiten haben wir jedoch aufgehört, Fussball zu spielen.»

Tatsächlich bekundeten die Furttaler in der zweiten Hälfte grosse Mühe, was allerdings auch am Gegner lag. Die Schlieremer spielten nun deutlich engagierter als noch in den ersten 45 Minuten. Zwar kam Regensdorf nach einer Stunde durch Thrier und Sbarra zu zwei hervorragenden Torchancen, doch Schlieren hatte mehr Spielanteile. Nach etwas mehr als 20 Minuten im zweiten Umgang setzten sich die Gäste im Strafraum fest, Flavio Zwahlen versuchte, den Ball wegzugrätschen – und traf dabei seinen Gegenspieler. Strafstoss für die Gäste. Davide Lopez liess sich nicht zweimal bitten und brachte die Limmattaler wieder zurück ins Spiel.

Regensdorf wird passiv

Die Regensdorfer konzentrierten sich jetzt vor allem auf die Defensive und überliessen Schlieren die Initiative. Die Gäste versuchten, daraus Profit zu schlagen, und forcierten die Offensive. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Manuel Coelho, der allein auf Regensdorfs Torhüter Samuel Winkler zulaufen konnte, den Ball aber knapp am Tor vorbeischoss.

Doch woher kam die plötzliche Passivität der Regensdorfer? «Wir wollten in der zweiten Hälfte ruhiger spielen», sagte Srdic. «Aber dann kam dieser Penalty.» Ein Strafstodd, der die Nerven der Regensdorfer wieder flattern liess. Immerhin konnten die Unterländer nach zwei sieglosen Meisterschaftsspielen in Folge wieder einmal drei Punkte holen. «Es war auch eine Reaktion auf das Spiel gegen Wettswil-Bonstetten vor einer Woche, als wir mit 2:4 unterlagen», sagte Pasanisi. «Da haben wir desolat gespielt.»

Der Regensdorfer Trainer hofft nun, dass der Sieg gegen Schlieren seinem Team für den Saisonendspurt neuen Schub gibt. «Klar, die Situation beschäftigt die Spieler natürlich», sagte er. «Aber wenn sie auf dem Rasen stehen, blenden sie das aus.» Seine Mannschaft müsse positiv reden und positive Energie ausstrahlen. «Dann schaffen wir den Klassenerhalt noch, da bin ich zuversichtlich.» Doch nun gibt es erst einmal zwei Wochen Pause für die Regensdorfer. Und sie sind nicht unglücklich darüber. «Jetzt können wir uns erholen», sagte Srdic.

Beste Spieler Regensdorf:

1. Cyril Thrier: Der Captain spielte defensiv stark und sorgte offensiv für Akzente wie bei der Vorarbeit zum 1:0 durch Daniel Steiner. 2. Alexander Srdic: Wenn er am Ball war, wurde es meist gefährlich für Schlieren. Srdic war im Dribbling kaum zu stoppen und krönte seine starke Leistung mit dem 2:0. 3. Daniel Steiner: Der Aussenverteidiger mit Offensivdrang blieb auch nach seinem Treffer zum 1:0 einer der Aktivposten im Angriff und hätte Remo Riedener nach schönem Pass beinahe das 2:0 ermöglicht.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 15.04.2019, 21:54 Uhr

Infobox

Regensdorf – Schlieren 2:1 (2:0)

Wisacher, Regensdorf. – 70 Zuschauer. – SR ?. – Tore: 4. Steiner 1:0. 44. Srdic 2:0. 69. Lopez 2:1. – Regensdorf: Winkler; F. Zwahlen, Thrier, Sbarra, Buttazzo; Srdic, Vrenezi, Bello, Steiner (90. Y. Zwahlen); Riedener (88. Muntwyler), Brembilla (78. Wirthner). – Schlieren: Vollenweider; Vescio (88. Delija); Vieira, Achempem, Cammarota, Bajrami (63. Nizzola); Coelho; Lopez (80. Würmli), Perez (74. Scialdone), Dos Santos; Sorrentino (56. Petrovic). – Bemerkung: 90. (+7): Gelbrote Karte gegen Vieira Marques (Schlieren) nach wiederholtem Foulspiel.

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.