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«Jetzt wird erst einmal gefeiert»

Bassersdorf gewinnt in Unterstrass mit 3:2 und sichert sich damit einen Platz in der 2. Liga interregional. In den Schlussminuten der Partie mussten die Unterländer allerdings nochmals zittern.

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Und dann brechen bei den Bas­sersdorfern alle Dämme. Trainer Gianni Lavigna stürmt auf den Platz, ihm folgen der ausgewechselte Miguel Leandro Teixeira und der ganze Staff der Unterländer. Auf dem Platz bilden die Bassersdorfer Spieler eine Traube, und von der Seitenlinie ist lautstarker Jubel zu hören. Der Schlusspfiff des Schiedsrichters in der Partie zwischen Unterstrass und Bassersdorf versetzt die Unterländer in helle Ekstase.

Und der Jubel fällt wohl auch so laut aus, weil der Tabellenführer in der Nachspielzeit nochmals arg unter Druck geraten war. Es lief bereits die 94. Minute, als der Unterstrasser Silvan Ottiger Bassersdorfs Torhüter Niklas Thüring nochmals mit einem harten Schuss prüfte. Und zwei Minuten später folgte ein Freistoss aus gefährlicher Distanz für die Hausherren aus Unterstrass, den Amadé Sall glücklicherweise nicht im Tor unterbringen konnte.

Das grosse Zittern

Dass der Ausgleich zu diesem späten Zeitpunkt überhaupt noch in der Luft lag, war allerdings von den Bassersdorfer Gästen selbst verschuldet. Diese waren in der zweiten Hälfte durch Severino Zambelli und Yves Oehri mit 3:1 in Führung gegangen und hatten das Geschehen eigentlich unter Kon­trolle. Doch vier Minuten vor dem Ende foulte Thüring den eingewechselten Cornel Bandli penaltyreif. Sall verwandelte den Strafstoss und sorgte dafür, dass in der Schlussphase nochmals Spannung aufkam. «Wir wussten, dass Phönix Seen in Schaffhausen führte und wir deshalb gewinnen mussten, um aufzusteigen», sagt Trainer Lavigna. Also versuchten die Unterländer, den Ball in der Schlussphase möglichst weit weg vom eigenen Tor zu halten, mit mässigem Erfolg: Die beiden angesprochenen Chancen der Unterstrasser waren hochkarätig. Doch danach hatten die Hausherren keine Torchance mehr, der Unparteiische pfiff die Partie ab, und der Bassersdorfer Sieg und der damit verbundene Aufstieg waren Tatsache. Und dies, obwohl die Unterländer auf der Steinkluppe in Unterstrass auf ungewohntem Terrain hatten antreten müssen. «Wir haben heute schon gemerkt, dass wir auf Kunstrasen spielen», sagte Captain Severino Zambelli nach der Partie. Zwar habe man unter der Woche noch auf Kunstrasen trainiert, aber die Unterschiede seien trotzdem spürbar gewesen. «Ich mag Naturrasen eindeutig lieber», bemerkt Zambelli.

Für Lavigna ist der Aufstieg eine besondere Genugtuung. Der Trainer ist erst auf diese Saison hin zu Bassersdorf gekommen. Letzte Saison war er noch beim FC Oberwinterthur engagiert, der ihn dann freigab. «Dafür bin ich sehr dankbar», sagt Lavigna. Die ersten Monate in Bassersdorf seien allerdings hart gewesen, auch weil er und die Mannschaft sich zuerst hätten aneinander gewöhnen müssen. «Ich wollte das Team für mich gewinnen, und das ist mir gelungen», erklärt er zufrieden.

Lavignas mündliche Zusage

Und wie gehts nun weiter? Bleibt Lavigna in Bassersdorf? «Unterschrieben ist noch nichts», sagte er. «Aber ich habe eine mündliche Zusage gegeben.» Und die Spieler? Dazu könne er noch nichts sagen, so Lavigna. Und auch die Akteure selbst wollten sich nicht äussern. «Ich weiss noch nicht, was nächste Saison ist», sagt etwa Captain Severino Zambelli. «Jetzt wird erst einmal ge­feiert.»

Die Top 3 - Bassersdorf

Severino Zambelli trieb seine Mitspieler als Captain nach vorne und legte mit dem verwandelten Penalty den Grundstein für den Bassersdorfer Auswärtssieg. Gino Zambelli war vorne ein ständiger Gefahrenherd, sein Treffer zum 1:1-Ausgleich war sehenswert. Simon Copat spielte defensiv stark und machte es den schnellen Unterstrasser Angreifern sehr schwer.

Erstellt: 16.06.2019, 20:46 Uhr

Telegramm

Unterstrass - Bassersdorf 2:3 (1:1)

Steinkluppe. – 150 Zuschauer. – SR Studer. – Tore: 4. Freid 1:0. 8. G. Zambelli 1:1. 65. S. Zambelli (Foulpenalty) 1:2. 69. Oehri 1:3. 86. Sall (Foulpenalty) 2:3. – Unterstrass: Keller; Sall, Paramananthan (52. Höttges), Ammann, Freid (77. Muggli), Miller (63. Ottiger), Gigli (55. Bandli), Reho, Tippmann; Punnackalkilukken, Schacher. – Bassersdorf: Thüring; Barbey, Hruska, Oehri, Schmid; G. Zambelli, Copat, S. Zambelli, Borges; Teixeira (94. Tsakmakidis), Tinner (85. Schweizer).

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