Fussball

Jubel in Wallisellen, Ärger in Embrach

Wallisellen macht in der 3. Liga, Gruppe 4, mit einem klaren 5:2-Sieg bei Bassersdorf II den Aufstieg perfekt. Weit weniger erfreulich verlief die 18. Runde für Embrach, das nach dem Abbruch der Partie gegen Oberglatt Protest eingelegt hat.

Wallisellens bisher ungeschlagene Aufsteiger-Mannschaft nach dem Sieg gegen Bassersdorf.

Wallisellens bisher ungeschlagene Aufsteiger-Mannschaft nach dem Sieg gegen Bassersdorf. Bild: Roland Epprecht

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18 Spiele ohne Niederlage, das hat in den sechs 3.-Liga-Gruppen des Zürcher Regionalverbandes nur ein Team geschafft: Wallisellen. Das 5:2 über Bassersdorf am Auffahrtswochenende war der 16. Saisonsieg der Equipe von Trainer Maurizio Fede und besiegelte ihren Aufstieg in die 2. Liga. Dreimal traf Bujar Memeti (22./51./85), zwei Tore gingen auf das Konto von Pierre Eggmann (56./82.). Trainer Fede dachte trotz grosser Freude über den Aufstieg nach dem Sieg in Bassersdorf nicht etwa an die kommende 2.-Liga-Saison, sondern richtete den Fokus ganz auf das folgende Meisterschaftsduell. Bei Gruppengegner Embrach will sich Wallisellen nämlich noch für das verlorene Cup-Viertelfinalspiel revanchieren.

Offene Rechnungen gibt es derzeit auch in Embrach, denn das Meisterschaftspiel in Oberglatt musste am Sonntag in der 45. Minute beim Stand von 4:2 für Embrach abgebrochen werden wegen einer Verletzung des Schiedsrichters.

«Höchst unsportlich»

Dass die Partie nun nachgeholt werden soll, stösst in Embrach auf Unverständnis. Der Verein hat gegen den Entscheid beim Zürcher Regionalverband bereits Protest eingelegt. «Es waren genügend qualifizierte Schiedsrichter vor Ort, die bereit gewesen wären, die Partie zu leiten», begründet Embrachs Sportchef Antonio De Carlo das Vorgehen. Dass die Oberglatter einen Embracher Schiedsrichter, der allerdings in der 2. Liga interregional pfeift, ablehnen, könne er noch ansatzweise verstehen. «Dass sie aber den vereinseigenen Unparteiischen, der unter den Zuschauern war, nicht wollen, ist höchst unsportlich», sagt De Carlo aufgebracht. Oberglatts Kommunikationsverantwortlicher David Jermann, der nicht vor Ort war, gibt offen zu: «Natürlich versuchen wir, alle erlaubten Mittel auszuschöpfen, um den Abstieg zu verhindern.» Unter dem Strich platziert hat Oberglatt gegenwärtig nicht nur drei Punkte Rückstand auf den rettenden 10. Rang, sondern auch Schlusslicht Glattfelden im Nacken.

Der von Embrachs Sportchef erwähnte anwesende Schiedsrichter des FC Oberglatt war Paul Hirt. Und dieser wäre nach eigenen Aussagen sowieso nicht bereit gewesen, einzuspringen, als «zu heikel» taxierte er die Situation. «Ich hätte diese Verantwortung nur unter der Voraussetzung übernommen, dass keine Auf- oder wie jetzt im Fall von Oberglatt Abstiegsgefahr im Spiel gewesen wäre», erklärt er auf Anfrage.

Der Ball liegt nun beim Regionalverband FVRZ, der seinen Entscheid voraussichtlich morgen Mittwoch fällen wird. Embrach erwartet laut Sportchef De Carlo «einen Forfaitsieg oder dass das Resultat bei Spielabbrauch – 4:2 für Embrach – gewertet wird». Oberglatt hingegen hofft auf ein Nachtragsspiel. Trifft Letzteres ein, ist allerdings erstmal nur ein Nachspiel garantiert. Denn De Carlo sagt schon jetzt: «Wir werden uns mit einem Nein nicht zufriedengeben, sondern das Urteil weiterziehen.»

Glattfelder Lebenszeichen

Weniger turbulent, dafür erst nach den offiziellen 90 Minuten, endeten drei weitere Partien der Gruppe 4 mit Unterländer Beteiligung. Der Tabellenletzte Glattfelden gab mit dem 3:1-Sieg in Kloten ein deutliches Lebenszeichen. Das zweitplatzierte Niederweningen glich die Partie in Elgg erst in der 86. Minute durch Patrick Eschler aus und sicherte sich immerhin einen Punkt (1:1). Bülach hingegen ging in Seuzach leer aus (2:3). (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 14.05.2018, 22:20 Uhr

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