Rafz

Junge Zwillinge schüren Hoffnungen

Im beschaulichen Rafz spielen die 19-jährigen schnellen Offensivakteure Joel und Yannic Pfiffner zum Teil ihre Gegner schwindlig. Die beiden und andere junge Spieler geben mächtig Gas.

Die zweieiigen Zwillinge Joel (links) und Yannic Pfiffner wollen im FC Rafzerfeld gross rauskommen und gleichzeitig ihren Stammverein gross rausbringen.

Die zweieiigen Zwillinge Joel (links) und Yannic Pfiffner wollen im FC Rafzerfeld gross rauskommen und gleichzeitig ihren Stammverein gross rausbringen. Bild: Leo Wyden

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Die Vorrunde des FC Rafzerfeld in der Gruppe 5 der 3. Liga verlief durchzogen. Vier Siege stehen fünf Niederlagen gegenüber, einmal gab es ein Unentschieden und das letzte Meisterschaftsspiel am vergangenen Sonntag in Neuhausen wurde wegen unbespielbaren Rasens auf morgen Sonntag verschoben. Das Team von Trainer Roger Hummel überwintert auf Rang 8 von den insgesamt 12 Teams. Trotzdem ist die aktuelle Stimmung im Gebiet nördlich des Rheins gut. Vereinspräsident Christian Mundt bilanziert das Abschneiden der ersten Mannschaft in diesem Herbst trotz den teilweise mittelmässigen Leistungen als positiv: «Nach den Rücktritten der langjährigen Teamstützen Stefan Spühler und Raphael Roduner fehlte uns manchmal noch die Routine und Abgeklärtheit. Aber unsere Zielvorstellung, junge Eigengewächse zu integrieren, wird von Trainer Roger Hummel sehr gut umgesetzt.» Mit Joel und Yannic Pfiffner, Tim Vorburger und Lukas Ryf kommen regelmässig vier unter 20 Jahre alte Spieler zum Einsatz. Die Pfiffners und Vorburger sind gar Leistungsträger. Joel hat in dieser Vorrunde bereits neun Meisterschaftstore erzielt («am Sonntag beim Nachtragsspiel in Neuhausen hoffe ich, dass noch ein, zwei dazukommen»), Yannic deren zwei und dreimal den entscheidenden Pass zu einem Treffer geliefert. Kein Wunder, dass die beiden, besonders Joel, bei anderen Klubs südlich des Rheins auf dem Transfer-Wunschzettel stehen. Doch die Brüder aus dem idyllischen Rafzerfeld in die Ferne zu holen dürfte schwierig sein. Seit zwölf Jahren bereits kicken sie für ihren Stammverein. Mit dem FC Rafzerfeld haben sie viel vor. «Einmal in die 2. Liga aufsteigen», äussern sie einhellig. Dafür tun sie viel. «Beide sind sehr ehrgeizig», erzählt Trainer Hummel über die 19-Jährigen. Der Coach präzisiert: «Yannic ist ein schneller Flügel mit guter Ausdauer und Flanken sowie zweikampfstark. Joel ist ebenfalls konditionell top, ultraschnell und torgefährlich. Er gibt nie auf und kann Spiele alleine entscheiden.»

"Joel und Yannic sind auch menschlich enorm wichtig für das ganze Team."Rafzerfelds Trainer Roger Hummel über seine Offensivspieler Joel und Yannic Pfiffner.

Trotz der löblichen Worte sind die Gebrüder selbstkritisch. «Ich muss mich beim Kopfball verbessern, obwohl ich in dieser Saison bereits einmal mit dem Kopf getroffen habe», sagt der 1.70 m grosse und 65 kg schwere Joel von sich. Er absolviert momentan die Berufsmatura mit der Ausrichtung Wirtschaft und hofft, dass er in der Bankbranche seine Arbeit wird fortsetzen können. Der 1,81 m grosse und 73 kg schwere Yannic möchte sich dagegen bei der Ballkontrolle verbessern. Er macht momentan die BM2 Typ Wirtschaft und arbeitet nebenbei 20 Prozent auf dem Notariat Andelfingen.

Viele Verschiedenheiten

Neben der Statur und den fussballerischen Qualitäten gibt es weitere Unterschiede bei den zweieiigen Zwillingen. Der vier Minuten früher geborene Yannic drückt Liverpool die Daumen, weil er den englischen Traditionsklub als sehr sympathisch und leistungsstark einstuft. Joel dagegen ist Borussia-Dortmund-Fan. «Das Auftreten der Mannschaft sowie Ihre Spielzüge gefallen mir,» begründet er. Zudem gebe Captain Marco Reus ein gutes Bild in der Öffentlichkeit ab, fügt er an. Es gibt Zwillinge, die kleiden sich gerne gleich. Bei Pfiffners ist das anders. «Früher trugen wir ab und zu die gleichen Kleider. Heute hat jeder seinen eigenen Style» klärt Yannic auf.

Im Fussball aber verfolgen sie das selbe Ziel – sie wollen mit Rafzerfeld in die 2. Liga aufsteigen. «Joel und Yannic sind auch menschlich enorm wichtig für das ganze Team», wirft Trainer Hummel ein. Ziehen die Jungs weiter am gleichen Strick, könnte ihr Wunsch in Erfüllung gehen.

Erstellt: 08.11.2019, 15:18 Uhr

Infobox

«ZU»-DrittligaTeam der Vorrunde

Rüedi (Niederweningen); Schaffner (Glattbrugg), Porgali (Bülach), Urkay (Kloten), Dacic (Embrach); Mosciaro (Rümlang), Mahiphund (Niederweningen), Stäbler (Embrach), Giancarlo Pizzolotto (Bülach); Stoykov (Rümlang), Joel Pfiffner (Rafzerfeld).

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