Kloten

Klotener Konzentration lässt nach

In der Gruppe 4 der 3. Liga trennten sich die beiden ehemaligen Zweitligisten Kloten und Rümlang 1:1. Das Resultat geht in Ordnung.

Die Räume eng machen, nahmen sich die Rümlanger in Kloten vor. Das gelang ihnen. Hasan Coskun (hinten), Alessandro Salluce (Zweiter von rechts) und Alrik Bytyqi (rechts) bedrängen den Klotener Jonny Faustino.

Die Räume eng machen, nahmen sich die Rümlanger in Kloten vor. Das gelang ihnen. Hasan Coskun (hinten), Alessandro Salluce (Zweiter von rechts) und Alrik Bytyqi (rechts) bedrängen den Klotener Jonny Faustino. Bild: Balz Murer

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Beide Klubs haben schon bessere Zeiten erlebt als die aktuelle. Kloten mit der grosszügigen Fussballanlage und Rümlang, das in der vergangenen Saison noch in der 2. Liga um Punkte gekämpft hat, träumen vom regionalen Spitzenfussball. Mindestens in der 3. Liga.Die Realität sieht momentan anders aus. Die Flughafenstädter belegen Rang 7 und die Rümlanger Platz 10. Kloten als Gastgeber wollte den Match unbedingt gewinnen und Rümlang versuchte defensiv gut zu stehen, nachdem es in den ersten drei Saisonpartien bereits zehn Gegentore erhalten hat.

Entsprechend verlief fast die ganze erste Stunde. Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz, aber nicht unbedingt klare Torchancen. In der 58. Minute konnte das Team von Trainer Ciro Alfano jedoch den Rümlanger Abwehrriegel durchbrechen, Marco Weiss drosch den Ball an die Latte und Jonny Faustino Sekunden danach ins Rümlanger Netz.

Folglich aber zeigten auch die Rümlanger, die an der Seitenlinie auf ihren kranken Trainer Michele Digeronimo verzichten mussten, der jedoch durch Klubpräsident Kurt Vogel und Goalietrainer Harry Krebser gut vertreten wurde, dass sie Fussball spielen können. Armend Bytyqi schoss in der 72. Minute flach an den Innenpfosten, und kurz später erzielte der einmal mehr aufgerückte Innenverteidiger Skodran Nuredini den Ausgleich zum 1:1. Danach passierte am frühen Sonntagnachmittag bei sehr hohen Temperaturen nicht mehr viel. Es blieb beim 1:1. «Wir wurden nach unserem Führungstreffer zu passiv. Wir müssen doch über 90 Minuten die Konzentration hochhalten können», meinte nach dem Schlusspfiff Klotens Marijan Sisic leicht verärgert. Der rechte Aussenläufer erinnerte sich wohl auch an die 1:2-Niederlage seines Teams vier Tage zuvor in Volketswil, als die Flughafenstädter das 1:2 in der vorletzten Minute kassierten.

Rümlang kann reagieren

Klotens Trainer Ciro Alfano ist der Leistungsabfall seines Teams gegen Spielende in den Partien gegen Volketswil und Rümlang nicht entgangen. «Wir hatten viele abwesende, verletzte und angeschlagene Spieler, sodass wir noch nicht so weit sind, wie wir das sein wollen», erörtert der 57-Jährige. Unglücklich ist sicher, dass die Ausnahmespieler Andre und Marijan Sisic leicht angeschlagen spielen mussten. «Defensiv habe ich zum Glück genug Spieler, aber offensiv wars jetzt leider knapp», fügte Alfano an.

Besser war die Stimmung im Lager der Rümlanger nach dem Schlusspfiff. «Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber unser Hauptziel, defensiv gut zu stehen, haben wir erreicht», berichtete Aussenverteidiger Hasan Coskun. Der spielende Assistenztrainer Alessandro Salluce bereute, dass Rümlang am Ende die Klotener Baisse nicht ausgenutzt hat. «Gut war sicher unser Defensivverhalten. Und wenn wir am Schluss in der Offensive abgeklärter aufgetreten wären, hätten wir sogar gewinnen können.» Vereinspräsident und Leiter Aktive Kurt Vogel zog nach dem 1:1 insgesamt ein positives Fazit. «Ich bin grundsätzlich zufrieden mit unserer Vorstellung in Kloten.» Mittelfeldspieler Filimon Biniam, der im Sommer von der zweiten Rümlanger Mannschaft ins Fanionteam aufgestiegen ist, sprach einen weiteren wichtigen Punkt an: «Wir haben einen tollen Teamgeist.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 10.09.2018, 21:14 Uhr

Die Top 3

Die Rümlanger Innenverteidiger Skodran Nuredini und Paulin Kqira hielten in der Defensive den Laden dicht und rannten immer wieder nach vorne. Nuredini schoss den Ausgleich. Klotens Mittelfeldrenner Serge Bli gewann viele Zweikämpfe und holte viele Bälle in die Reihen seines Teams. Marijan Sisic sorgte trotz einer leichten Zerrung für viel Schwung auf der rechten Klotener Seite.

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