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Mit neuer Erkenntnis gegen eine dunkle Bilanz

Die Statistik des FCZ gegen Basel ist miserabel. Wie die Zürcher beim FCB dennoch gewinnen können? Vielleicht mit der Thun-Variante.

FCZ-Trainer Ludovic Magnin will den Aufwärtstrend mit seinem Team bestätigen.
FCZ-Trainer Ludovic Magnin will den Aufwärtstrend mit seinem Team bestätigen.
Ennio Leanza, Keystone
Mit Tosin Aiyegun (r.) hat Zürich einen neuen Offensivspieler in seinen Reihen.
Mit Tosin Aiyegun (r.) hat Zürich einen neuen Offensivspieler in seinen Reihen.
Andy Mueller/freshfocus
Basels Trainer Marcel Koller erwartet von seiner Mannschaft, dass sie die Kräfte bündeln, damit es zu einem Sieg reicht.
Basels Trainer Marcel Koller erwartet von seiner Mannschaft, dass sie die Kräfte bündeln, damit es zu einem Sieg reicht.
Alexandra Wey, Keystone
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Ja, ja. Ludovic Magnin kennt das Sprichwort: Never change a winning team. Doch das sei heutzutage einfach nicht mehr möglich. Nicht in einer englischen Woche. Und schon gar nicht bei dieser Intensität, mit der heute gespielt werde. «Ich hätte das damals noch gekonnt, alle drei Tage zu spielen. Wir sind aber auch viel weniger gelaufen», erklärte er während der Medienkonferenz am Dienstagmittag grinsend. Damit nimmt Magnin jedem FCZ-Fan die Hoffnung, dass heute Abend gegen den FCB (20 Uhr) die Zürcher mit der gleichen Aufstellung auftreten werden wie zuletzt beim 2:0-Sieg gegen Thun. Wobei, die Partie sei sowieso nicht gut gewesen, findet er.

Doch Zürichs Trainer nimmt das als positives Zeichen. Auch einmal etwas schlechter spielen und dennoch gewinnen. Sonst, so findet er, war das eher umgekehrt. Wie gegen Sion. Doch auch daraus kann der Optimist die Vorteile erkennen: «Sion ist Tabellenführer, aber gegen sie waren wir klar überlegen.» Mit einem Makel: Der FCZ kam ohne Punkte aus dem Wallis zurück. Deshalb bevorzugt Magnin momentan die Thun-Variante: «Ich möchte Fussball sehen, und ich möchte gewinnen. Beides zusammen ist momentan schwierig, also nehmen wir erst einmal die Punkte.»

Nur ein Sieg aus 18 Spielen

Einfacher gesagt als getan, wenn man die Ausbeute der Zürcher anschaut. Nach dem harzigen Erfolg gegen Thun sind es immerhin acht Siege. Dass heute Abend ein weiterer dazukommt, scheint zumindest mit Blick auf die Statistik unwahrscheinlich. Seit 2014 konnte der FCZ nur eine Super-League-Partie gegen Basel gewinnen. In dieser Zeit bestritt er 18 Duelle. Ist es also langsam auch zu einer Kopfsache geworden? Magnin, ein bekannter Hitzkopf, antwortet etwas diplomatischer als zuletzt Marco Reus, der davon sprach, dass ihm «diese Mentalitätsscheisse langsam auf die Eier» gehe: «Das mit der Kopfsache ist mir zu einfach. Manchmal war Basel technisch und taktisch einfach besser.» Eine ehrliche Aussage – und ein Fingerzeig an alle, die ihn als hoffnungslosen Schönredner betiteln.

Und das, obwohl die Basler zuletzt nicht ihre beste Phase durchliefen. Dazu sorgt die Beobachtung des 40-Jährigen für wenig Optimismus: «Basel hat sich gefunden und steht zu Recht da oben.» Es sei gut für den Verein, dass die Unruhen vorbei sind: «Das gibt ihnen Stabilität.» Ruhe und Stabilität, zwei Attribute, die dem FCZ auch mal wieder gut tun würden. Helfen würde ein Prestigesieg im Klassiker, getreu Magnins neuester Erkenntnis: Egal, wie.

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