Embrach

«Nach 0:2 war die Luft draussen»

FC Embrach verliert im heimischen Bilg den Spitzenkampf gegen Veltheim klar 0:4. Die Mannschaft von Trainer Jürg Stücheli geht somit als Tabellenzweiter mit bereits sieben Punkten Rückstand in die Winterpause.

Der Veltheimer Doppeltorschütze Bruno Michienzi verfolgt den Embracher Captain Fidan Surlici.

Der Veltheimer Doppeltorschütze Bruno Michienzi verfolgt den Embracher Captain Fidan Surlici. Bild: Sibylle Meier

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Zum letzten Vorrundenspiel empfing Verfolger Embrach Spitzenreiter und Aufstiegsfavorit Veltheim. Bei widrigen äusseren Witterungsbedingungen tasteten sich die beiden Mannschaften vorerst ab. So entwickelte sich anfangs ein Spiel, das vornehmlich zwischen den Strafräumen stattfand. Erst in der 22. Minute sahen die 200 Zuschauer die erste Torchance. Doch Embrachs Goalie Emanuel Schnidrig vereitelte mit einer gekonnten Fussabwehr die mögliche Führung der Winterthurer. Zehn Minuten vor der Halbzeit stürmte Veltheims Stürmer Bruno Michienzi alleine auf das Embracher Tor. Sein versuchter Lobball behändigte aber wiederum der aufmerksame Schnidrig. Nur drei Minuten später nutzte der pfeilschnelle Michienzi seine zweite Möglichkeit aus und liess beim 1:0 dem Embracher Torhüter keine Abwehrchance. Kurz vor dem Seitenwechsel scheiterte Giuseppe De Filippo mit einem Freistoss noch an der Veltheimer Mauer.

«Sicher ein riesiges Polster für die Veltheimer. Trotzdem wird erst ganz am Schluss abgerechnet.»  Embrachs Trainer Jürg Stücheli äussert sich kämpferisch zum sieben-Punkte-Rückstand seines Teams vor der Rückrunde auf den souveränen Tabellenführer Veltheim.

Beim darauffolgenden Eckball von Sami Korchad verletzte sich Gästegoalie Fabrizio Borsani. Nach seiner Abwehr prallte er mit dem Kopf gegen den Torpfosten und musste anschliessend mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden.

Sandro Huber verpasst 1:1

Keine fünf Minuten nach Wiederbeginn glückte dem soeben eingewechselten Sandro Huber beinahe der Ausgleichstreffer. Nach einem perfekten Steilpass von Giuseppe De Filippo zischte der Ball des leichtfüssigen Hubers knapp am Veltheimer Gehäuse vorbei. Diese vergebene Topchance sollte sich einige Minuten später rächen. Nach einer Stunde Spielzeit erhöhten die Winterthurer auf 2:0. Nach einer starken Faustabwehr des Embracher Goalies Emanuel Schnidrig reagierte Alessandro Cecco am schnellsten und spedierte das runde Leder ins Netz. Embrachs Trainer Jürg Stücheli ärgerte sich über die Entstehung des 2:0: «Ganz klar ein Abseitstor. Bereits bei der 2:3-Niederlage in der Vorwoche in Neftenbach wurden wir krass benachteiligt.» Nach dem zweiten Gegengoal fehlte den Hausherren der Glaube an eine Wende. Die Veltheimer konnten daraufhin die Nachlässigkeiten in der Embracher Defensive ausnützen und entschieden die Partie mit zwei weiteren Toren frühzeitig. Zuerst erzielte in der 69. Minute Marvin Rutschmann das 3:0 und fünf Zeigerumdrehungen später sorgte wiederum Bruno Michienzi mit seinem bereits 16. Saisontor für das 4:0-Schlussresultat.

«Wir haben viel probiert»

Embrachs Torhüter Emanuel Schnidrig analysierte nach Ende der Partie: «Die Veltheimer steigerten sich nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit. Nach dem 2:0 war bei uns die Luft leider draussen.» Giuseppe De Filippo bemängelte die schlechten Platzverhältnisse: «Nach dem Dauerregen litt der Rasen und es wurde auf dem rutschigen Terrain zunehmend gefährlicher.» Zudem fügte der 27-jährige Stürmer an: «Nach dieser Niederlage kommt für uns die Winterpause gerade recht.» Sein Coach Jürg Stücheli versucht trotz der klaren Pleite, das Positive zu sehen: «Wir haben viel probiert und ich kann meiner Equipe nichts vorwerfen. Kampfgeist und Einstellung haben gestimmt.» Zum sieben-Punkte-Rückstand meinte der 55-Jährige: «Sicher ein riesiges Polster für die Veltheimer. Trotzdem wird erst ganz am Schluss abgerechnet.» Doch wenn der spielstarke Tabellenführer im nächsten Frühjahr während der Rückrunde an die bisherigen souveränen Leistungen anknüpfen kann, wird der Aufsteiger in die 2. Liga voraussichtlich Veltheim heissen.

Erstellt: 04.11.2019, 20:13 Uhr

Infobox

Die Top 3 – Embrach

Torhüter Emanuel Schnidrig verhinderte mehrmals mit starken Paraden eine höhere Niederlage. Marvin Baumgartner hielt den ehemaligen Super-League-Profi Diego Ciccone gut in Schach. Defensivspieler Andrin Stäbler kämpfte und rackerte bis am Schluss um jeden Ball. (gm)

Telegramm

Embrach – Veltheim 0:4 (0:1)

Bilg. 200 Zuschauer. – SR: Oltion Useini. – Tore: 38. Michienzi 0:1. 59. Cecco 0:2. 69. Rutschmann 0:3. 74. Michienzi 0:4. – Embrach: Schnidrig; Zihlmann, Stäbler, Jakupi; Dacic (91. Korchad), Surlici (66. Bertschy), Baumgartner (84. Kabashi), Maurhofer (74. Nuzzi), Korchad (74. Ferrari), De Filippo; Idrizi (46. Huber). – Veltheim: Borsani (46. Portmann); Buchmann, Tahiri, Bajrami (60. Odermatt), Lauria; Rutschmann, Ciccone, Martin (74. Tapia), Müller (56. Toros Ardi); Cecco (74. Marsch), Michienzi (85. Cecco).

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