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Nach eigenem Vorteil gleich zweimal Konzept verloren

Verrückt: Glattfelden lag im Duell zweier abstiegsgefährdeter Teams in der Gruppe 4 der 3. Liga zu Hause gegen Dielsdorf in der 68. Minute 2:3 in Rückstand und spielte mit einem Mann weniger. Am Schluss gewann der Gastgeber aber noch 6:3.

Der vierfache Torschütze Luga Dimita (hinten) war von den Dielsdorfern (hier mit Roberto Cipriano) kaum zu halten.
Der vierfache Torschütze Luga Dimita (hinten) war von den Dielsdorfern (hier mit Roberto Cipriano) kaum zu halten.
Leo Wyden

In der zweiten Spielminute bereits ging Glattfelden 1:0 in Führung. In der 49. Minute aber lag Dielsdorf verdient mit 3:2 vorne. «Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt. Wir fühlten uns nach dem frühen Führungstor wohl zu sicher», sagte nach Spielschluss Glattfeldens Trainer Roger Hummel.

Ab der 54. Minute überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst sah Glattfeldens Verteidiger Kevin Blaser wegen eines Dutzend-fouls die zweite Gelbe Karte und wurde des Feldes verwiesen. Die Gastgeber standen nun mit einem Mann weniger auf dem Platz. Sie lagen 2:3 zurück. Ebenso war es vorgestern Sonntag kurz nach 16 Uhr erbarmungslos heiss – es sah nicht gut aus für das Team von Trainer Hummel. Zumal Dielsdorfs Coach Kevin Zuber nach dem Führungstor zum 3:2 seine Spieler mehrmals laut aufforderte: «Jetzt fünf Minuten lang höchste Konzentration.»

Luca Dimita schiesst vier Tore

Dielsdorf bestimmte die Partie auch nach einer Stunde Spielzeit. Glattfelden drosch die Bälle nach vorne zum körperlich starken und Challenge-League-erprobten Stürmer Luca Dimita. In der 68. Minute lief Dimita ein weiteres Mal mit dem Ball am Fuss auf Dielsdorfs Goalie Patrick Müller zu. Der Angreifer fiel nach einer leichten Berührung und der Schiedsrichter pfiff einen strengen Penalty. Alban Maroshi verwandelte zum 3:3. Dielsdorf war geschockt. Und verlor trotz Überzahl auf dem Rasen die Ordnung. In der 72. und 74. Minute erhöhte Dimita auf 5:3, in der Schlussminute fiel das 6:3.

Dielsdorfs Captain Denis Simijonovic, der acht Partien in der Super League für GC bestritten hat, sagte selbstkritisch. «Bis zum Platzverweis waren wir besser, danach haben wir das Spiel aus der Hand gegeben.» Zum Penalty meinte der 24-Jährige: «Man kann ihn pfeifen. Unser Goalie sollte in dieser Situation nicht zu Boden gehen, zumal eigentlich gar keine Torgefahr bestand.» Glattfeldens Vereinspräsident Werner Balmers Fazit: «Es hat sich wieder gezeigt, dass wir in der zweiten Halbzeit deutlich stärker sind als in der ersten.» Wie wahr.

Roger Hummel geht Nach drei Saisons wird Roger Hummel Glattfelden im Sommer verlassen. «Dank Roger Hummel sind wir sehr gut unterwegs», sagt Glattfeldens Vereinspräsident Werner Balmer. Hummel führte Rafzerfeld 2011 und Glattfelden 2016 in die 3. Liga. 2012 verpasste er mit Rafzerfeld die Promotion in die 2. Liga um zwei Spielminuten.

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