Regensdorf

Regensdorf beendet lange Durststrecke

In der 2. Liga, Gruppe 1 ist Regensdorf ist zurück in der Spur und siegt erstmals seit Anfang September wieder. Auf dem Wisacher schlagen die Furttaler ihren Nachbarn Zürich-Affoltern 3:2.

Ständiger Gefahrenherd: Regensdorfs Stürmer Milos Janicijevic hält Zürich-Affolterns Abwehr auf Trab und erzielt zwei Tore.

Ständiger Gefahrenherd: Regensdorfs Stürmer Milos Janicijevic hält Zürich-Affolterns Abwehr auf Trab und erzielt zwei Tore. Bild: Urs Weisskopf

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Die Mannschaft von Trainer Daniel Koch hat keine einfachen Wochen hinter sich. Nach dem 2:1-Heimerfolg vom Sonntag, 1. September, über das stark eingeschätzte Wettswil-Bonstetten II konnten die bis dato unbesiegten Aufsteiger nur noch selten punkten und warteten sehnlichst auf den dritten Saisonsieg. Gegen den punktgleich angetretenen Aufsteiger Zürich-Affoltern wollten es die Furttaler nun besser machen. Diesen Willen setzten sie prompt in die Tat um – und starteten gut in die Partie. Die Hausherren hatten von Anfang an die grösseren Spielanteile und drängten die Stadtzürcher in die Defensive.

Nach einem Corner in der 17. Minute klingelte es beinahe zum ersten Mal, ein Affoltemer konnte erst in extremis klären. Eine Viertelstunde später brachte Sandro Edgar Marques Pereira die Gäste dafür völlig entgegen dem Spielverlauf 1:0 in Führung. Sie nutzten einen Bock in der Abwehr von Robin Döringer eiskalt aus. Doch Regensdorf konnte reagieren. Ganze zwei Zeigerumdrehungen später brachte Kevin Testa den Ball von rechts in die Mitte, wo Milos Janicijevic in perfekter Stürmermanier zum 1:1-Ausgleich einnetzte. Unmittelbar nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit doppelte Janicijevic nach. Einen weiten Ball aus der Abwehr pflückte er butterweich aus der Luft und schloss erfolgreich zum 2:1 ab (46). Die mit viel Power agierenden Furttaler wollten das Spiel nun entscheiden und erhöhten dank Kevin Testa ganze sieben Minuten später auf 3:1. Der bullige Stürmer setzte sich gekonnt über links durch und skorte. Dies bedeutet aber noch nicht den Sieg.

Zittern bis zum Abpfiff

«Wir haben leider den Sack nicht zugemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir extrem hektisch gespielt, sodass es nochmals gefährlich geworden ist», schilderte Regensdorfs Verteidiger Robin Döringer. So kam es, wie es kommen musste: Die Gäste bekamen nach einem Foul des Regensdorfer Goalies Samuel Winkler einen Penalty zugesprochen. Ein weiteres Geschenk, das Zürich-Affoltern dankend annahm: Rami Ammar verwertete in der 63. Minute vom Elfmeterpunkt zum 2:3 aus Sicht seines Teams. Danach griffen die Gäste weiter an und mussten die Regensdorfer lange zittern, bis Schiedsrichter Stefano Stellato nach bangen Schlussminuten die Partie abpfiff.

«Wir haben es wieder unnötig spannend gemacht. Eigentlich hätten wir nach dem 3:1 Ruhe reinbringen sollen, das ist uns aber nicht gelungen», kritisierte Regensdorfs Trainer Daniel Koch. «Diese Nervosität müssen wir abstellen und nach den schwierigen letzten Spielen unser Selbstvertrauen zurückgewinnen.» Sein laufstarker defensiver Mittelfeldspieler Ahmed Bello Traore warnte: «Letzte Saison wären wir fast abgestiegen, weil wir solche Spiele verloren haben. Wir müssen aus den Fehlern lernen und bis zur Winterpause noch möglichst viel punkten.»

Erstellt: 21.10.2019, 15:02 Uhr

Match-Telegramm

Regensdorf – Affoltern 3:2 (1:1)

Wisacher. – 80 Zuschauer – SR Stefano Stellato. – Tore: 32. Marques 0:1. 34. Janicijevic 1:1. 46. Janicijevic 2:1. 53. Testa 3:1. 63. Ammar (Foulpenalty) 3:2. – Regensdorf: Winkler, Pereira, Döringer, Simon Millet, Buttazzo, Steiner (64. Huber), Bello, Caracuta, Fanello (54. Machado), Testa (74. Dema), Janicijevic (89. Grüter). – Zürich-Affoltern: Christ, M’ laikia (54. Kuster), Demirci, Mataj, Marques, Özcan (70. Käsermann), Ammar (85. Ita), Schober (54. Espinoza), Petkovic, Rueda. Bemerkung: 36. Tor von Testa (R) wegen Offside aberkannt.

Regensdorf

Die Top 3

Ahmed Bello Traore zeigte in Regensdorfs zentralem Mittelfeld eine starke, abgeklärte Leistung.
Die beiden Stürmer Milos Janicijevic und Kevin Testa glänzten jeweils mit zwei Skorerpunkten und hielten die gegnerische Defensivabteilung ständig auf Trab. (nc)

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