Rümlang

Rümlangs Probleme mit Kunstrasen

Der Tabellenletzte Rümlang verlor in der Gruppe 2 der 2. Liga regional zu Hause gegen Diessenhofen 1:3. Die Unterländer hatten vor der Pause eine gute Phase. Sekunden nach dem Seitenwechsel kassierten sie aber den Ausgleich.

Einen schweren Stand hatten die Rümlanger (links Dear Meta) im Spiel gestern Sonntag gegen Diessenhofen (Nummer 5 Joel Kaninke).

Einen schweren Stand hatten die Rümlanger (links Dear Meta) im Spiel gestern Sonntag gegen Diessenhofen (Nummer 5 Joel Kaninke). Bild: Sibylle Meier

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Bei Aufsteiger Rümlang läufts seit Wochen nicht rund. Das Team von Trainer Michele Digeronimo hat in den letzten neun Meisterschaftspartien lediglich einen Punkt gewonnen. Kein Wunder, dass das Team auf den letzten Ranglistenplatz abgerutscht ist. Umso wichtiger war die Partie gestern Sonntag zu Hause gegen Mittelfeldklub Diessenhofen. Ein Sieg war Pflicht. Es waren dann aber die Thurgauer, die auf dem seit diesem Jahr benutzten Rümlanger Kunstrasen den Ton angaben. In der 15. Minute trafen die Gäste nur den Pfosten. In den letzten 25 Minuten vor der Pause übernahmen die Gastgeber das Spieldiktat. Auf Pass von Dear Meta konnte Bryan Sleiman in der 40. Minute zum viel umjubelten 1:0 einschiessen.

Kaum ein Aufbäumen

Doch bereits beim ersten Angriff nach der Pause glich Diessenhofen durch einen Weitschuss von Angelo Aulisio aus. «Wir wussten, dass Aulisio einen extrem scharfen Schuss hat. Wir hätten ihn nicht aus dieser Distanz schiessen lassen dürfen», meinte Digeronimo zu dieser Szene. Danach setzte sich Rümlangs Mittelverteidiger Roger Scholz gut durch, doch seinen Rückpass konnte Meta nicht zum 2:1-Führungstreffer verwerten. Danach kamen die ersatzgeschwächten Unterländer aber zu keiner Torchance mehr, während Diessenhofen noch zwei Treffer zum 3:1-Auswärtssieg schoss.

«Harte Schläge auf Körper»

Was war der Grund, dass Rümlang in der wichtigen zweiten Halbzeit dermassen abgebaut hat? «Das schnelle Gegentor kurz nach der Pause hat uns aufs Gemüt geschlagen», bilanzierte Trainer Michele Digeronimo, der gegen Diessenhofen gleich auf sieben verletzte Spieler verzichten musste. Roger Scholz sah noch einen anderen Faktor. «Auf hartem Kunstrasen trainieren fordert den Körper ganz anders als Naturrasen. Wir haben viele verletzte Spieler. Und wenn ich zweimal in der Woche auf Kunstrasen trainiere, verspüre ich am Wochenende schon vor dem Anpfiff Schmerzen.» Ähnlich sieht es Rümlangs Spielmacher Armend Bytyqi, der gegen Diessenhofen wegen Rückenschmerzen ausgewechselt werden musste. «Seit wir auf Kunstrasen trainieren und spielen, sind meine Rückenschmerzen schlimmer geworden», berichtet er. Beim neuen Kunstrasen hat Mittelfeld-Renner Peter Mathys für Rümlang ein zusätzliches Problem ausgemacht. «Für eine kampfbetonte Mannschaft wie Rümlang ist meiner Meinung nach der Naturrasen geeigneter», sagt er. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 15.04.2018, 22:56 Uhr

Infobox

Die Top-3

SV Rümlang
Brian Sleiman stellte mit seinen Sturmläufen Diessenhofen vor grosse Probleme.
Armend Bytyqi ordnete das Rümlanger Spiel, ehe er starke Rückenschmerzen verspürte.
Roger Scholz trieb die Mannschaft als Mittelverteidiger nach vorne und ging selber mit in den Angriff.

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