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Sepp Blatter tritt zurück

In einer ausserordentlichen Pressekonferenz gab der Fifa-Präsident heute Abend kurz nach der Wiederwahl seinen Rücktritt bekannt. Grund sei der fehlende Rückhalt in der Fussballwelt.

Gab heute seinen Rücktritt bekannt: Fifa-Präsident Sepp Blatter. (Archivbild 30. Mai 2015)
Gab heute seinen Rücktritt bekannt: Fifa-Präsident Sepp Blatter. (Archivbild 30. Mai 2015)
Keystone

FIFA-Präsident Sepp Blatter hat an einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am FIFA-Sitz in Zürich seinen Rücktritt als Präsident des Weltfussballverbands erklärt.

Der 79-jährige Walliser wird die Geschäfte der FIFA so lange weiterführen, bis sein Nachfolger an einem ausserordentlich einberufenen FIFA-Kongress gewählt wird. Blatter stand der FIFA seit 1998 vor und war am letzten Freitag im Zürcher Hallenstadion für eine fünfte Amtsperiode wiedergewählt worden.

Fehlender Rückhalt

Seinen Rücktritt als FIFA-Präsident begründete Blatter mit dem fehlenden Rückhalt in der Fussballwelt. «Ich habe zwar ein Mandat der FIFA-Mitglieder, aber ich glaube nicht, dass ich ein Mandat der ganzen Fussballwelt habe», sagte er.

In den vergangenen Tagen war gemutmasst worden, dass Blatter nach den Verhaftungen von mehreren FIFA-Funktionären ebenfalls im Visier der US-Behörden stehen könnte. Diesbezüglich machte der scheidende Präsident vor den Medien keine Angaben. Am Samstag beginnt die Fussball-Weltmeisterschaft der Frauen in Kanada, zu der Blatter erwartet wird.

«Wir brauchen Amtszeitbeschränkungen»

Blatter kündigte hingegen an, er wolle sich in der Zeit bis zu seinem Rücktritt auf tiefgreifende Reformen im Weltfussballverband fokussieren. «Wir brauchen einen tiefgreifenden Strukturwandel», sagte der FIFA-Chef gemäss Redetext.

«Wir brauchen Amtszeitbeschränkungen nicht nur für den Präsidenten, sondern für alle Mitglieder des Exekutivkomitees.» Zudem müsse das Exekutivkomitee verkleinert werden, und dessen Mitglieder müssten in Zukunft vom FIFA-Kongress gewählt werden. Blatter schloss seine Erklärung mit den Worten: «Was mir am wichtigsten ist: Wenn all das vorbei ist, soll der Fussball der Gewinner sein.»

SDA/heb

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