Bülach

Unterländer obenauf

Was für ein erfreuliches Wochenende für den Unterländer Zweitligafussball. In der Gruppe 2 der regionalen Liga gewannen alle drei Vertreter. In der Gruppe 1 spielte Regensdorf gegen Witikon remis – hätte aber den Sieg verdient.

Bassersdorfs Yves Oehri (rechts) bestimmt die Flugbahn des Balls – Oberwinterthurs Fabian Cecchini hat das Nachsehen.

Bassersdorfs Yves Oehri (rechts) bestimmt die Flugbahn des Balls – Oberwinterthurs Fabian Cecchini hat das Nachsehen. Bild: Madeleine Schoder

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Für die Sensation aus Unterländer Sicht sorgte Aufsteiger Brüttisellen-Dietlikon in der Gruppe 2. Das Team von Trainer Robert Merlo, das bisher eine hervorragende Saison gespielt hat, empfing den punktelosen Tabellenletzten Schwamendingen. Doch Vorsicht war geboten, denn die Stadtzürcher haben viele Partien nur knapp verloren. Das technisch starke Brüttisellen-Dietlikon übernahm sofort die Initiative. Kombinierte sich mehrmals Richtung Schwamendinger Gehäuse. Dario Krebs schoss für den Favoriten in der 14. Minuten das 1:0-Führungstor. Die Brüttisellen-Dietlikon-Spieler sind nicht nur ballsicher. Sie können auch kämpfen. Spielmacher Dario Krebs übertrieb es aber. Nach einem groben Foul in der ersten Minute zeigte der Schiedsrichter dem 29-Jährigen zu Recht den gelben Karton und nach zwanzig Minuten nach einem weiteren Foulspiel eine harte zweite Gelbe Karte. Die Unterländer standen plötzlich mit einem Akteur weniger auf dem Rasen.

Sensationelle Brüttiseller

Doch die Brüttiseller-Dietliker fanden ihre Organisation bald wieder und liessen dem Gegner trotz Feldüberlegenheit kaum Torchancen. Nach der Pause verlegten die Gastgeber ihr Spiel auf Kontergegenstösse und kamen so auch zu mehreren klaren Torchancen. Doch diese wurden zum Teil fahrlässig vergeben. Darum dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe der Sieg Tatsache wurde. Zuerst erlöste Robin Senn nach einem Abpraller die Fans mit dem erlösenden zweiten Treffer und kurz darauf war Joel Azevedo ­Coelho zur Stelle und markierte das finale 3:0. Nach der aufwühlenden Partie meinte Brüttisellen-Dietlikon-Trainer Robert Merlo: «In der Regel kriegst du ein Tor, wenn man so viele Chancen wie wir in der zweiten Halbzeit vergeben hat.» Natürlich freute sich der Coach, dass seine Aussage nicht eintraf. «Solche wichtigen und hart erarbeiteten Siege wie heute schweissen eine Mannschaft zusammen.»

Clevere Walliseller

Jedes Team in der Gruppe 2 fürchtet die Reise nach Gossau. Aufsteiger Wallisellen löste aber auch diese Aufgabe im Duell zweier abstiegsbedrohter Mannschaften mit Bravour und gewann im Oberland 1:0. Bis es nach 98 (!) Spielminuten so weit war, mussten die Glattaler indes harte Arbeit verrichten. Es war ein Abnützungskampf von Beginn weg bis ans Ende des Spiels. Der tiefe und holprige Untergrund machte die ganze Sache nicht einfacher. Trotzdem begannen beide Teams mit ansprechendem Tempo. Wallisellen war jeweils einen Tick schneller am Ball als die Gast­geber und erspielte sich nicht ­viele, aber mehr Torchancen als Gossau. Nach 21 Minuten waren es die Walliseller, die durch Bujar Memeti in Führung gehen konnten. Der Torschütze spekulierte einmal mehr richtig und kam im Strafraum völlig frei zum Abschluss. Auch Gossau hatte Möglichkeiten, die aber vorerst den Atem nicht stocken liessen. Die Führung der Unterländer bis zur Pause war verdient.

Gossau suchte nach der Pause vehement den Ausgleich und erspielte sich mehrere Torchancen. Auch die Gäste blieben nicht tatenlos und unternahmen einiges, um ihren minimalen Vorsprung zu erhöhen. Wallisellen war mit einem Lattentreffer durch Micael Fernandes in der 64. Minute nahe an diesem Ziel dran. Gossau seinerseits strebte den Ausgleich an, scheiterte aber jeweils an der Walliseller Defensive. Gegen Ende der Partie wurde die Gangart ruppiger und nervöser geführt.

Wallisellens Trainer Maurizio Fede war nach dem Spiel natürlich zufrieden. Mit tollem Einsatz hat sein Team wichtige Punkte erringen können. Momentan belegen die Unterländer sogar einen Mittelfeldplatz.

Bassersdorf dreht auf

Das bestklassierte Unterländer Zweitligateam ist Bassersdorf als Zweiter in der Gruppe 2. Die Mannschaft von Trainer Gianni Lavigna gewann beim abstiegsbedrohten Oberwinterthur, das zwei Tage vor der Partie den Trainer gewechselt hat, 4:1.

Bassersdorfs Assistenztrainer Giuseppe Gatto meinte nach der Partie. «Wir haben verdient gewonnen, aber wir mussten am Anfang eine harte Nuss knacken, weil bei Oberwinterthur nach dem Trainerwechsel neuer Schwung aufgekommen ist.» Gatto zum Bassersdorfer Erfolgsrezept: «Wir wollten den Ball flach, schnell, vorwärts und natürlich genau spielen. Sodass Oberwinterthur überfordert ist. In der ersten Halbzeit konnte Oberi unsere Angriffe noch abfangen. Nach der Pause sind wir dann endlich richtig gefährlich vors Tor von Oberwinterthur gekommen und haben so auch unsere Tore erzielt.»

Regensdorf steigert sich

In der Gruppe 1 spielte Regensdorf gegen das mitabstiegsgefährdete Witikon 1:1. «Wir haben die ersten 20 Minuten verschlafen, danach uns aber verbessert und am Schluss hätten wir den Sieg verdient», berichtete Regensdorfs Trainer Gianluca Pasanisi. Der Coach will nun am Samstag in Horgen gewinnen und danach gut trainieren. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 04.11.2018, 23:02 Uhr

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