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Wallisellens Geduld zahlt sich aus

Das Spitzenspiel in der Gruppe 4 der 3. Liga gewann Tabellenführer Walli­sellen 1:0 in Niederweningen.

Tabellenführer Wallisellen (rechts mit Captain Davide Caroli) brachte Verfolger Niederweningen (am Boden mit Kaya Straub, hinten mit Marco Eschler und links mit Sven Willimann) zu Fall.
Tabellenführer Wallisellen (rechts mit Captain Davide Caroli) brachte Verfolger Niederweningen (am Boden mit Kaya Straub, hinten mit Marco Eschler und links mit Sven Willimann) zu Fall.
Urs Brunner

Die Gastgeber waren in der zweiten Halbzeit etwas müde. Niederweningen hatte 45 Stunden­ vor dem Spitzenspiel noch in Oberglatt gespielt ...

Die erste Halbzeit im Duell Tabellenzweiter gegen -erster ging an Gastgeber und Herausfor­derer Niederweningen. Die junge Wehntaler Mannschaft ver­suchte, mit Geschwindigkeit, Wucht, Laufbereitschaft und auch mit technischem Geschick den Gegner zu überrennen. Nach der Pause übernahm Wallisellen das Spieldiktat und ging in der 67. Spiel­minute durch ­Micael Fernan­des nicht zwingend, aber doch verdient, in Führung. Die Nieder­weninger Mannschaft schaffte es danach nicht mehr, das Ruder herum­zureissen. Vincenzo Russo kam zwar in der 84. Minute noch frei und 13 Meter vor dem Wal­li­seller Tor zum Schuss. Sein Ver­such landete über der Latte. In der Nachspielzeit bot sich ebenso Nikolai Feer noch eine, allerdings nicht so zwingende Möglichkeit zum Ausgleich. Doch auch hier flog der Ball nicht ins Tor.

Die routinierteren und qualitativ besseren Walliseller brachten die 1:0-Führung auf dem tiefen Rasen über die Zeit. Auffällig war insgesamt das Nachlassen des Niederweninger Sturmlaufes in der zweiten Halbzeit. Das mag damit zusammenhängen, dass die Wehntaler keine 45 Stunden vor dem Spiel gegen Wallisellen bereits in Oberglatt um Punkte gekämpft haben ...

Niederweningens kurze Pause

Glücklich stand nach der Partie Niederweningen gegen Walli­sellens Gästetrainer Maurizio ­Fede vor der Umziehkabine seines Teams. Der wichtige Sieg freute ihn. «Super, dass wir die Winterpause hindurch jetzt vier Punkte Vorsprung haben. Wir müs­sen bei der ersten Rückrundenpartie gleich zu Zweitliga­absteiger Bülach. Da kann dieses Punktepolster von Vorteil sein.»

Ein Aspekt wunderte ­Fede. «Niederweningen hat keine 48 Stunden vor unserem Spiel in Oberglatt um Meisterschafspunkte gekämpft. Das haben wir natürlich sehr gerne zur Kenntnis genommen. Deshalb habe ich meinen Spielern gesagt, sie sollen Geduld haben, weil Niederweningen wegen der kurzen ­Pause nicht 90 Minuten dieses hor­rende Tempo hochhalten kann.» Der Walliseller Trainer sollte recht behalten.

Freudestrahlend verabschiedete sich Wallisellens Captain und Co-Trainer Da­vide Ca­roli in die Winterpause. «Unsere Kompaktheit auf dem Platz ist eine Folge unseres guten Zusammenhaltes innerhalb der Mannschaft. So machts Spass.» Gutgelaunt kam auch Florian Heiniger aus der Dusche. Der 20-jährige Mittelfeldspieler bestritt in Niederweningen sein neuntes Meisterschaftsspiel für seinen Stammverein. Mit einem Traumpass bediente er in der 67. Minute Micael Fernandes, der danach den Siegtreffer schoss. Heiniger sagte: «Es macht Spass, von unserem Trainer lernen zu können und so gute Mitspieler neben sich zu haben.»

Beide Trainer zufrieden

Es kommt selten vor, dass in einer Partie, die einen Sieger hat, beide Trainer zufrieden sind. «Es hat Spass gemacht, bei diesem Spiel an der Seitenlinie zu stehen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir waren in der ersten Halbzeit das bessere Team, haben lange Zeit dagegengehalten. Am Schluss aber hat sich die bessere Qualität von Wallisellen nicht un­ver­dient durchgesetzt», meinte nach der Partie Niederweningens Teamverantwortlicher Patrick Eschler.

In der 26. Minute hätte sein Team gleich zweimal in Führung gehen können. Ein Schuss des aufsäs­sigen Raffael Haldemann konnte Wallisellens Da­vide Ca­roli von der Linie wegschlagen. Danach köpfelte Kaya Straub einen Corner an die Lattenunterkante. Wie sein Trainer war auch Nie­der­­weningens Abwehrchef Stefan Sander mit dem Spitzenspiel und mit der gesamten Vorrunde des Tabellenzweiten zufrieden. «Die Partie hätte auf beide Seiten kippen können. Mit der Einwechslung des grossen Pierre Eggmann ist Wallisellen in der zweiten Halbzeit auch bei hohen Bällen gefährlich geworden», ­sagte der 30-Jäh­rige. Der Teamcaptain führte an, dass in der zwei­ten Halbzeit die Kräfte bei den Niederweningern etwas schwan­den. Er wies auf die Situation beim Siegestor von Walli­sellen hin. «Wir haben den Ball nicht aus unserer Gefahren­zone herausgebracht. Wir wollten ihn weit nach vorne schiessen, stattdessen lan­dete er bei einem Walliseller in den Füssen.»

Stolz auf Erreichtes

Trotz der Niederlage im letzten Vorrundenspiel blickt Sander auf tolle Wochen zurück: «Wir sind stolz auf das Erreichte, denn wir wissen, woher wir kommen.» Niederweningen schwebte in den Saisons 2015/16 und 16/17 bis kurz vor Meisterschaftsschluss in akuter Abstiegsgefahr.

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