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Was ist nur mit Mourinho los?

Der Portugiese beklagt sich bei Manchester United über praktisch alles. Will er seinen Rauswurf provozieren?

Mourinho kritisiert bei Manchester United so ziemlich alles.
Mourinho kritisiert bei Manchester United so ziemlich alles.
Getty Images
Der Portugiese ist mit Spielern, Kader und Vorbereitung unzufrieden.
Der Portugiese ist mit Spielern, Kader und Vorbereitung unzufrieden.
Getty Images
Will er so seinen Abgang provozieren?
Will er so seinen Abgang provozieren?
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José Mourinho (55) meckert momentan über fast alles, was einen Trainer in der Saison-Vorbereitung beschäftigt.

Die Testspiele

Die Tour in die USA mit drei Partien gegen Milan, Liverpool und Real Madrid im Rahmen des International Champions Cup gefiel Mourinho gar nicht. Der Portugiese gibt ziemlich direkt zu, dass es für die Vereine mehr ums Geld als um den Sport geht. Er sagt deshalb unverblümt: «Die Tour hat uns nichts gebracht.»

Die Transfers

Bisher verpflichtete Manchester United Fred (BRA, 59 Millionen Euro, Donezk), Diogo Dalot (POR, 22 Millionen, Porto) und Torhüter Lee Grant (GBR, 1,7 Millionen Euro, Stoke). Mourinho ist damit nicht glücklich: «Ich hätte gerne noch zwei Spieler, aber ich glaube, ich werde nicht mehr zwei bekommen.»

Das Kader

Die Spieler, die ihm zur Verfügung stehen, stellen ihn nicht zufrieden. Im Testspiel gegen Real (der 2:1-Sieg war nebensächlich) wurden Mourinho seine Grenzen aufgezeigt. «In den letzten 15 Minuten waren wir völlig kaputt – und Real bringt Kroos, Asensio und Isco. In der Premier League wird es schwer für uns, denn wir sind darauf nicht vorbereitet.»

Auch kritisierte er einige Spieler öffentlich. Anthony Martial ist einer von ihnen, der Franzose war für die Geburt seines Kindes in die Heimat gereist – und gemäss Mourinho danach zu lange von den Trainings ferngeblieben.

Die (künstlich verursachten) Unruhen und die öffentliche Kritik an seinen Spielern erinnern stark an Mourinhos Endphasen bei Real Madrid und Chelsea. In der spanischen Hauptstadt degradierte er 2013 Torhüterlegende Iker Casillas und machte sich so unbeliebt. Aussagen wie «bei Real stehen die Spieler vor dem Match vor dem Spiegel Schlange» kamen bei Clubführung und Fans ebenfalls schlecht an.

Möglicher Nachfolger: Zidane

Zweieinhalb Jahre später dasselbe Bild bei Chelsea: Mourinho lästerte – und war wenig später weg. Als es im Herbst 2015 nach dem Meistertitel nicht mehr gut lief, zählte Mourinho seine Spieler öffentlich an: «Ich wurde um meine Arbeit betrogen.» Und wurde dann auch noch ziemlich arrogant: «Manchmal denke ich, dass ich letzte Saison einen unglaublichen Job gemacht habe. Dass ich die Spieler auf ein Niveau gebracht habe, das gar nicht ihres ist.»

Provoziert Mourinho nun auch bei Manchester United seinen Rauswurf? Eurosport.de bringt bereits einen Nachfolger ins Spiel: Zinédine Zidane.

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