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«Winterpause kommt richtig»

In der Gruppe 2 der 2. Liga regional verliert Rafzerfeld zu Hause gegen Spitzenreiter Uster klar 0:6.

Höchste Alarmstufe bei Rafzerfeld mit Goalie Marco Bolliger, Michele Siconolfi (am Boden), Cabral Euclides und Erich Spühler (Nummer 6).
Höchste Alarmstufe bei Rafzerfeld mit Goalie Marco Bolliger, Michele Siconolfi (am Boden), Cabral Euclides und Erich Spühler (Nummer 6).
Francisco Carrascosa

Nach dieser Kanterniederlage gegen den letztjährigen 2.-Liga-Interregional-Absteiger Uster überwintert die Mannschaft von Trainer Marcos Rey neu als ­Tabellenletzter und spielt im kommenden Frühjahr gegen den Abstieg.

Im letzten Vorrundenspiel übernahm der souveräne Tabellenführer aus dem Zürcher Oberland sofort die Initiative. Der Spitzenreiter, der seit dieser Saison vom letztjährigen Rümlanger Coach Fabio Digenti trainiert wird, zirkulierte den Ball gekonnt in den eigenen Reihen. Es dauerte aber bis zur 20. Minute, bis die Gäste das erste Tor bejubeln konnten. Einen mustergültigen Angriff über Christian Tiscar und Fabio Serafini vollendete der letztjährige Oberglatter Stürmer Dejan Ilic zum 1:0. Nach der Führung schalteten die Ustermer einen Gang zurück. Die Rafzerfelder konnten jedoch keinen Nutzen daraus ziehen und kamen ihrerseits zu keiner einzigen Torchance. Der Ustermer Torhüter André Schmid, auch er ein ehemaliger Rümlanger, wurde im ersten Abschnitt nie ernsthaft ­gefordert. Der gelbgesperrte Rafzerfelder Goce Kozeski berichtete in der Halbzeitpause: «Die wenigen Bälle, die wir eroberten, verloren wir viel zu schnell wieder. Gegen diesen starken Gegner ist dies sehr gefährlich.»

»Zu viele blöde Gegentore»

Die Befürchtungen des Mittelfeldspielers sollten sich bewahrheiten. Keine drei Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte Fabio Serafini das 2:0. «Nach dem zweiten Gegentor liess meine Mannschaft den Kopf frühzeitig hängen», kritisierte der Rafzerfelder Trainer Marcos Rey. Seine Spieler standen zudem zu wenig eng beim Gegner und gingen zu zaghaft in die Zweikämpfe, fügte der enttäuschte 41-Jährige an. In der 55. und in der 65. Minute sorgten die eingewechselten Diego Bürger und Andreas Hofstetter mit ihren Toren zum 3:0 und 4:0 für die Ustermer Entscheidung in dieser einseitigen Partie. Der nach dem dritten Tor ausgewechselte Rafzerfelder Robin Küderli meinte zur schlechten Leistung der Gastgeber: «Die Ustermer waren uns individuell klar überlegen.» Ausserdem bemängelte der Ausnahmestürmer «die viel zu vielen blöden Gegentore in der gesamten Vorrunde». Knapp zehn Minuten vor Spielschluss erhöhten die Zürcher Oberländer mit einem Doppelschlag von Christian Kluser und Fabio Serafini sogar auf 6:0.

Konkurrenzkampf fehlt

Nach dem Schlusspfiff des sehr guten Schiedsrichters Cristiano Azevedo analysierte der Rafzerfelder Matthias Meister die Kanterniederlage: «Wir liessen die Ustermer zu oft gewähren und kassierten zu einfache Gegentore. Zurzeit haben wir kein Selbstvertrauen und stecken in einer Negativspirale.» Ausserdem vermisst der 27-jährige defensive Mittelfeldspieler intern den Konkurrenzkampf und es fehle im Team zurzeit an der nötigen ­Erfahrung. Auch sein Mitspieler Raphael Roduner war nach der Partie ratlos über die schwache Darbietung der Hausherren und sagte nachdenklich: «Unser Stellungsspiel war mangelhaft und wir verloren zudem beinahe jedes Laufduell. Im Offensivbereich fehlte uns das Durchsetzungsvermögen.» Der 30-jährige Routinier ist sich bewusst, dass der Klassenerhalt mit den letzten Leistungen in der Vorrunde nur schwer zu erreichen sein wird. Nach den letzten klaren Niederlagen, auch gegen Wiesendangen (0:4) und SV Schaffhausen (0:4), komme jetzt die Winterpause aber genau richtig, erklärte der schnelle Aussenläufer.

Mit 50 Gegentoren und einem Schnitt von über 3,5 Treffern pro Partie überwintern die Rafzer­felder als Tabellenletzter. Die Mannschaft von Trainer Marcos Rey muss sich im neuen Jahr gewaltig steigern, wenn sie die Zielsetzung Klassenerhalt realisieren will. In dieser Verfassung ist die 2. Liga regional definitiv eine Klasse zu hoch.

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