Fussball

Zürcher Siege vor dem Derby

Im jeweils zweitletzten Test vor dem Start zur Super League gewannen die Stadtzürcher Klubs: GC 2:1 gegen den FC Sochaux, der FCZ 6:1 gegen Göztipe Izmir.

Der Brasilianer Caio wechselt von den Grasshoppers nach Israel.

Der Brasilianer Caio wechselt von den Grasshoppers nach Israel. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Am kommenden Sonntag beginnt die Zürcher Fussballsaison mit dem Derby GC – FCZ. Am Wochenende bereiteten sich die beiden Teams mit Siegen vor, GC mit einem 2:1 gegen den FC Sochaux, der FCZ mit einem 6:1 gegen Göztepe Izmir. Aber die Hauptproben stehen noch bevor: GC – PSV Eindhoven am Dienstag, Schaffhausen – FCZ am Mittwoch.

Caio und einige Rudel

Markantestes Thema bei den Grasshoppers war am Samstag nicht das Spiel gegen den FC Sochaux aus Frankreichs Ligue 2 mit dem Generalmanager Ilija Känzig und dem aus der Super League bekannten Trainer Peter Zeidler, sondern der Vollzug des Abgangs von Caio (31/Bild). Der Brasilianer, der in vier Jahren 131-mal für GC spielte, als absolute Teamstütze 51 Tore schoss und 22 vorbereitete, wechselt nach der Auflösung seines bis 2018 gültigen Vertrags zum israelischen Traditionsklub Maccabi Haifa. Der schnitt in der vergangenen Saison mit Platz 6 enttäuschend ab.

Auf dem Platz im GC-Campus standen dafür drei erst vor ein paar Tagen transferierte Debütanten: Der aus der italienischen Serie B gekommene Ivorer Souleyman Doumbia war Linksverteidiger, der Venezolaner Jeffrén Suarez besetzte die rechte Flanke in der Offensive und der Österreicher Marco Djuricin gab die Sturmspitze. Schlüssig zu beurteilen waren die drei noch nicht. Aber jeder machte den Eindruck, Kredit zu verdienen. Djuricin war arbeitsam und bereitete Valo Fazlius 2:0 sehr gut vor.

Überhaupt war GC in der ersten Halbzeit besser als die Franzosen, in der zweiten allerdings schwächer. Auffallendstes aber war die «giftige» Atmosphäre, die in der zweiten Halbzeit aufkam und gleich mehrmals zu Rudelbildungen führte. Ein paar Minuten vor Schluss tummelten sich nahezu alle Spieler in so einem Rudel, auf dem Platz standen auch die beiden Trainer und andere Betreuer. Das – eher bescheidene – Ergebnis: Platzverweise für den Zürcher Nachwuchsmann Petar Pusic und den Franzosen Florian Tardieu.

Ein halbes Dutzend

Der FCZ fuhr ins liechtensteinische Dorf Ruggell und musste dort geraume Zeit auf seinen Gegner warten, auf Göztepe Izmir, einen Aufsteiger in die 1. Division der Türkei. Wegen Schwierigkeiten am Zoll waren die Türken erst mit 40-minütiger Verspätung bereit. Danach lieferten sie eine Leistung ab, die nicht zufällig mit sechs Gegentoren bestraft wurde. Die Zürcher griffen mit ihren schnellen Leuten oft gut an, aber sie hatten es auch relativ leicht.

Auch sie meldeten einen Abgang, allerdings einen wesentlich unbedeutenderen als GC: Der Armenier Artem Simonjan (22), der in Uli Fortes Plänen schon in der vergangenen Saison keine Rolle spielte, wechselt leihweise bis Ende Jahr zu Krumkachy Minsk, nach halber Saison Zwölfter der weissrussischen Liga. Die ersten zwei Trainingswochen dieser Saison machte Simonjan auf der Winterthurer Schützenwiese mit, danach schickte ihn der FCW zurück nach Zürich. (Der Landbote)

Erstellt: 16.07.2017, 22:10 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare