Fussball

Zusammenstehen vor dem grossen Spiel

Für den Cup-Achtelfinal erwartet der FC Winterthur knapp 9400 Zuschauer. Auf diese warten zwei Fussballspiele, Fischknusperli und eine grosse Choreografie in der Bierkurve. Der abgebrannte Stadiongrill ist provisorisch ersetzt. Auf der Schützenwiese dürfte es trotzdem heiss werden.

Der gemeinsame Jubel ist das heutige Ziel. Um 20.00 Uhr ist Anpfiff. Die Winterthurer Fans planen eine grosse Choreografie.

Der gemeinsame Jubel ist das heutige Ziel. Um 20.00 Uhr ist Anpfiff. Die Winterthurer Fans planen eine grosse Choreografie. Bild: Heinz Diener

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Es ist das vierte Aufeinandertreffen in sechs Jahren. Obwohl die Grundvoraussetzungen gleich sind – Basel ist Favorit –, ist auch vieles anders. «Beim ersten Mal wurden wir an den Kassen und im Catering überrannt, jetzt sindwir vorbereitet», sagt FCW-Geschäftsführer Andreas Mösli. Die gesammelte Erfahrung zeigt sich in verschiedenen Bereichen rund um den Platz.

Ein wahres Foodfestival

Rund 120 Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass die Schützenwiese Fussballstadion und Foodfestival zugleich ist. Der vor eineinhalb Wochen abgebrannte Foodstand wurde durch ein temporäres Zelt ersetzt. «Wir kümmern uns in der Winterpause um eine langfristige Lösung», sagt Mösli.

«Beim ersten Mal wurden wir an den Kassen und im Catering überrannt, jetzt sind wir vorbereitet.»Andreas Mösli, 
Geschäftsführer FCW

Nebst der klassischen Stadionkost wie Würste, Burger und Spiesse gibt es auch Pizzas, Momos, Waffeln, Piadinas und Fischknusperli. Letzteres gibt es heute gleich in dreifacher Ausführung. Bei der Haupttribüne, unter der Gegentribüne und im Gästesektor kocht der Winterthurer «Fischlimaa» und sein Team Fischknusperli. «Den Basler Fans hat es beim letzten Mal so gut geschmeckt, dass sie sich für heute ausdrücklich wieder Fischknusperli gewünscht haben», erzählt Andreas Mösli. Dass sich der FC Winterthur aktiv um das Wohlbefinden der Zuschauer kümmert, danken diese mit zahlreichem Erscheinen. Der FCW hat durchschnittlich 3600 Zuschauer pro Spiel. Das ist der höchste Wert der Liga.

Ein Spiel vor dem Spiel

Bevor heute die beiden ersten Mannschaften spielen, gibt es allerdings noch ein anderes Spiel: Um 18.55 Uhr kickt der FC Winterthur Brühlgut gegen den FC Basel Dreamteam. Beide Teams bestehen aus Menschen mit Beeinträchtigung. Gespielt wird über 20 Minuten, quer über den Platz vor der Sirup- und Bierkurve.

«Es werden auch Leute kommen, die denken, die Schützi sei ein rechtsfreier Raum. Diese wollen wir hier nicht.»Michael Merki, 
Sprecher FCW-Fanrat

Das Team FCW Brühlgut wurde neu gegründet und ist laut Mösli ab sofort ein offizielles Team des FCW. Es trainiert zukünftig mit einem eigenen Trainer auf der Schützenwiese.

Mehr als 100 Stunden

Man freue sich auf ein volles Stadion und ein friedliches Fussballfest, sagt der Sprecher des FCW-Fanrats, Michael Merki. Um die Mannschaft auf dem Platz zu unterstützen, habe man zudem bereits mehr als 100 Arbeitsstunden in die heutige Choreografie gesteckt. «Wir haben viel vorbereitet, gemalt und geschweisst», sagt Merki. Was es genau geben wird, wollte er nicht verraten. Es hätten allerdings über 20 Leute mitgeholfen und das Resultat lasse sich sehen. Merki sieht an Tagen wie heute aber auch Gefahren: «Es werden auch Leute kommen, die denken, die Schützi sei ein rechtsfreier Raum. Diese wollen wir hier nicht.» Das Gegenteil sei der Fall: «Die Bierkurve ist gewaltfrei und antirassistisch», betont Merki.

Polizei im Dialog

Die Stadtpolizei Winterthur sorgt gemeinsam mit der Kantonspolizei für die Sicherheit rund um das Stadion. Sie begleiten die Anhänger des FCB vom Bahnhof zum Stadion und zurück. Die Anwohner und anliegende Geschäftsbetreiber wurden via Flyer und per E-Mail informiert. Die Polizei setzt aber auch mit den Fans auf den Dialog.

«Grundsätzlich haben wir in der Stadt Winterthur ein vertrauensvolles Verhältnis mit den Fans», sagt Michael Wirz von der Stadtpolizei Winterthur und fügt an: «Gewalt tolerieren wir aber in keiner Form und verfolgen Straftäter konsequent.»

Erstellt: 31.10.2018, 08:16 Uhr

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