Kloten

Ehemalige Klotener erledigten Kloten

Die Unterländer treffen das Tor nicht und scheitern in Cup-Sechzehntelfinals an den SCRJ Lakers 0:3.

Klotens Stürmer Robin Figren (rechts) wird von SCRJ-Lakers-Verteidiger Fabian Maier bedrängt.

Klotens Stürmer Robin Figren (rechts) wird von SCRJ-Lakers-Verteidiger Fabian Maier bedrängt. Bild: Leo Wyden

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«Ab de erschte Sekund alles mobilisiere und Rappi paniere» – das hatten die Kloten-Anhänger nach dem letzten Testspiel vor der Saison ihrer Mannschaft mitgegeben. Und der EHC Kloten war gewillt, diese Aufforderung in Taten umzusetzen. Er zeigte einen guten Match im ersten Duell mit den Lakers seit dem 25. April 2018. An jenem Abend hatten sie Spiel 7 der Ligaqualifikation in der Verlängerung 1:2 verloren und waren abgestiegen.

Und wie schon vor eineinhalb Jahren scheiterte ein Team, das nicht mehr viel mit der Abstiegs-Equipe zu tun hatte, wegen der gleichen Mängel. Die Arbeit vor dem gegnerischen Goal blieb ohne Ertrag. Die St. Galler aber schossen in jedem Drittel ein Goal. Das letzte durch Roman Cervenka erst in der letzten Minute und ins leere Tor. Das zeigt auf, dass Kloten bis zur letzten Minute hoffen konnte, ins Spiel zu finden. «Chancen hatten wir», sagte Romano Lemm. Aber verwertet wurde eben keine. Eine der besten Möglichkeiten hatte Marc Marchon nach sechs Minuten, als es noch 0:0 stand. «Und das zweite Drittel war, obwohl wir zuerst das 0:2 kassierten, eigentlich unser Drittel», meinte Romano Lemm.

Da war es tatsächlich so, dass Kloten in zwei Powerplays den Gegner in Bedrängnis brachte. Robin Figren mit seinem harten Schuss, David Stämpli mit einem Pfostentreffer oder dann Adrian Wetli, der einen Abpraller fast an Melvin Nyffeler vorbeigebracht hätte – sie alle standen einem Erfolg sehr nahe. Im letzten Drittel waren es Lehmann und Sutter und Adrian Brunner, die sich Möglichkeiten für ein Goal erarbeiteten. Doch die Scheibe ins Netz setzen konnten nicht aktuelle, sondern nur ehemalige Klotener. Corsin Casutt, unter Sean Simpson bis 2016 noch dabei, erzielte im Powerplay das 1:0 für die St. Galler. Jan Schweri, der in der Swiss Arena als Junior mit seiner Technik überzeugte, verwertete ein glänzendes Zuspiel von Roman Cervenka nach 22 Minuten zum 2:0.

Der jüngere Nyffeler gewann

Nach der Partie wurden beide Goalies als Beste ihrer Mannschaft ausgezeichnet. Melvin Nyffeler, der jüngere Bruder von Klotens neuem Schlussmann Dominic, durfte die Auszeichnung nach einem Shutout entgegennehmen. Klotens Keeper, mit einer neuen Maske, wirkte vor 5234 Zuschauern in seinem ersten Ernstkampf für den EHC ein bisschen nervös. Den ersten Gegentreffer hätte er an einem normalen Tag wohl kaum zugelassen.

Der jüngere Nyffeler gewann das Goalie-Duell. Kloten konnte behaupten, mit Robin Figren vielleicht den besten Feldspieler auf seiner Seite gehabt zu haben. Der schwedische Flügel ist nicht nur ein hervorragender Techniker, sondern auch ein richtiger Schwerarbeiter.

«Mit dem Resultat bin ich nicht zufrieden, mit der Leistung allerdings schon», fasste Kloten-Trainer Per Hanberg den Auftritt zusammen. Was man sehen konnte: Das Team spielte 60 Minuten lang ziemlich konstant. «Im ersten Drittel hatten wir zu viele Strafen», sagte Romano Lemm dazu. Es waren vier an der Zahl. Dass nur ein Powerplaytreffer fiel, ist ein gutes Zeichen fürs Unterzahlspiel.

Nach 40 Minuten war die Schussbilanz ausgeglichen. «Die Mannschaft hat gezeigt, dass wir für die Saison bereit sind», sagte Hanberg. «Wir waren nicht so weit weg von ihnen. Sie haben die Tore geschossen, wir nicht.» Er war zufrieden, wie oft seine Spieler gegnerische Schüsse blockten.

Das Team ist im Cup so früh gescheitert wie noch nie, weiss nun aber, wo es steht. Irgendwo in den den Hinterköpfen ist ja, dass man im April 2020 in der Ligaqualifikation spielen kann. Das ist noch weit weg, und die gestrige Leistung reicht dann nicht. Kloten muss und kann noch besser werden.

«Ihr habt ein gutes Team»

Einer, der es genau wissen muss, sagte: «Ihr habt ein gutes Team beieinander.» Es war Niklas Gällstedt, der drei Jahre in Kloten gearbeitet hat und beim Abstieg an Klotens Bande stand. Nach einem Deutschland-Jahr arbeitet er nun als Assistent wieder in der National League bei den SCRJ Lakers.

Erstellt: 10.09.2019, 23:30 Uhr

Infobox

Kloten - SCRJ Lakers 0:3

(0:1, 0:1, 0:1). Swiss-Arena. – 5234 Zuschauer. – SR: Salonen, Hungerbühler; Fuchs/Wolf. – Tore: 12. Casutt (Profico/Ausschluss Back) 0:1. 22. Schweri (Cervenka) 0:2. 60. Cervenka (ins leere Tor) 0:3. – Strafen: je 4×2. – Kloten: Dominic Nyffeler; Stämpfli, Ganz; Steiner, Kindschi; Kellenberger, Back; Figren, Lemm, Brunner; Füglister, Sutter, Lehmann; Forget, Faille, Marchon; Staiger, Obrist, Wetli; Krakauskas. – SCRJ Lakers: Melvin Nyffeler; Vukovic, Profico, Egli, Maier, Hächler, Randegger, Gähler, Schmuckli; Loosli, Rowe, Forrer; Kristo, Cervenka, Schweri; Mosimann, Schlagenhauf, Casutt; Hüsler, Ness, Dünner. – Bemerkungen: Kloten ohne Knellwolf, Mettler (überzählig); SCRJ ohne Wellman und Clark (verletzt).

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