Kloten

Ein emotionaler Tag für Schläpfer

Die Partie beim EHC Biel ist für Klotens neuen Cheftrainer Kevin Schläpfer von besonderer Bedeutung. Biel ist sein ehemaliger Verein, zudem feiert er heute Freitag seinen 48. Geburtstag.

Sichtlich gute Stimmung  herrschte im Stadionrestaurant Buebetrickli beim Zusammentreffen von vier EHC-Kloten-Vertretern, von links Vereinspräsident Hans-Ueli Lehmann, Nationalstürmer Vincent Praplan, Trainer Kevin Schläpfer und Kommerzchef Mike Schälchli, mit Fans.

Sichtlich gute Stimmung herrschte im Stadionrestaurant Buebetrickli beim Zusammentreffen von vier EHC-Kloten-Vertretern, von links Vereinspräsident Hans-Ueli Lehmann, Nationalstürmer Vincent Praplan, Trainer Kevin Schläpfer und Kommerzchef Mike Schälchli, mit Fans. Bild: Thierry Haecky

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Weil der EHC Kloten bekanntlich im helvetischen Cup ausgeschieden ist, hatte das Team und Trainer Kevin Schläpfer am vergangenen Dienstag keinen Ernstkampf auf dem Eis zu bestreiten. Einen freien Abend konnte Schläpfer dennoch nicht einziehen. Denn der Verein organisierte erstmals ein sogenanntes EHC Insight Talk & Get Together. Neben Schläpfer waren im Stadionrestaurant Buebetrickli auch Präsident Hans-Ueli Lehmann, Kommerzchef Mike Schälchli und Nationalstürmer Vincent Praplan als Referenten engagiert. «Alle vier plaudern aus dem Nähkästchen», stand auf der Einladung. Für 44 Franken inklusive Fondue und Getränken war man dabei. Der Anlass war in kürzester Zeit ausverkauft.

«Stimmung noch sehr gut»

An diesem Abend bestätigte sich, was man jeweils auch im Stadion erlebt. Der Verein und das Team geniessen im Zürcher Unterland immer noch viel Goodwill. Obwohl die Mannschaft abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz steht, gab es auch nach ­Niederlagen kaum einmal Pfiffe in der Swiss-Arena. Schläpfer sprach im Buebetrickli von einer zwar bislang kurzen, jedoch turbulenten Zeit beim EHC Kloten. «Ich habe aber ein ausgesprochen motiviertes Team angetroffen, die Stimmung ist immer noch sehr gut», erklärte der neue Cheftrainer.

Die 3:6-Niederlage in Ambri am vergangenen Samstag sei eine Katastrophe gewesen, blickte Schläpfer zurück. «Dafür haben wir am Sonntag den SC Bern vierzig Minuten dominiert. Leider ist uns in dieser Phase nur ein Treffer geglückt», analysierte Schläpfer die unglückliche und unnötige 1:2-Niederlage gegen den Leader. Schläpfer ist ein Realist: «Andere Trainer würden vielleicht sagen, wir haben keinen Plan B für das Verpassen der Playoffs. Aber das wäre gefährlich. Wir müssen mental vorbereitet sein, wenn es dann halt doch gegen den Abstieg geht. Alles andere wäre fahrlässig», erklärte er mit seiner begeisterungsfähigen Art und Weise. Heute beim Spiel in Biel wollen er und sein Team an die Leistung gegen Bern anknüpfen. Dann könne es für einen Sieg reichen, hofft er.

Rückkehr und Geburtstag

Erstmals kehrt Kevin Schläpfer als Trainer des EHC Kloten nach Biel zurück. Mit diesem Verein verbinden ihn viele Erinnerungen. Als Spieler stand er für die Seeländer zwischen 2000 und 2004 in der damaligen NLB im Einsatz. Ab 2006 wurde er Sportchef und führte den EHCB in die NLA zurück. Zweimal sprang er als Trainer in der Endphase ein und rettete das Team vor dem drohenden Abstieg. Einmal für Heinz Ehlers und einmal für Kent Ruhnke.

Ab 2006 war Schläpfer gar Cheftrainer und brachte Biel dreimal in die Playoffs, ehe er 2016 nach einer Niederlagenserie entlassen wurde. «Das Spiel ist für mich schon besonders. Ich hoffe, meine Mannschaft macht mir mit einem Sieg ein Geschenk», freut er sich auf die Rückkehr in die alte Heimat. Denn ausgerechnet heute Freitag feiert Kevin Schläpfer seinen 48. Geburtstag.

Erstellt: 23.11.2017, 20:34 Uhr

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