Eishockey

Zuversichtliche Dielsdorf-Niederhasler

Nach dem tollen Playoff-Auftakt gegen Küsnacht kassierten die Unterländer gegen Zug eine derbe 1:9-Heimniederlage. Die EVDN-Spieler sind trotzdem überzeugt, ihren Sieg in Zug wiederholen zu können.

Wo sich EV-Dielsdorf-Niederhaslis Silvan Volkart (am Boden) auf dem Eis befindet, ist Action. Entweder geht der Verteidiger körperlich robust zur Sache, wie hier gegen die Zuger Steven Rojas (28, links) und Janique Steiger, oder Volkart setzt offensiv Akzente.

Wo sich EV-Dielsdorf-Niederhaslis Silvan Volkart (am Boden) auf dem Eis befindet, ist Action. Entweder geht der Verteidiger körperlich robust zur Sache, wie hier gegen die Zuger Steven Rojas (28, links) und Janique Steiger, oder Volkart setzt offensiv Akzente. Bild: Leo Wyden

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Mit breiter Brust betraten vorgestern Abend um 20.25 Uhr die Dielsdorf-Niederhasli-Spieler das Eis. Als Siebte der Qualifikation der Gruppe 2 der 2. Liga warfen sie zuvor in vier Spielen den Zweiten der Gruppe 1, Küsnacht, aus den Playoff-Achtelfinals. Die erste Viertelfinalpartie gegen Zug, den Ersten der Gruppe 1, gewannen sie auswärts 4:1. Logisch, dass sich in den Köpfen der Unterländer mittlerweile viel Selbstbewusstsein angesammelt hatte.

Das erste Drittel des zweiten Spiels gegen Zug in Dielsdorf in der Best-of-5-Serie geriet indes zum Debakel. 0:4 lagen die Unterländer nach 20 Minuten zurück. «Unser junges, laufstarkes Team spielte bisher ohne Körpereinsatz, checkte nicht vor und liess damit den technisch starken Zugern zu viel Raum», meinte Dielsdorf-Niederhasli-Sportchef Serge Cornioley während der ersten Pause.

Das Mitteldrittel ging ähnlich weiter wie das erste. Natürlich war es für die Gastgeber, die ohne ihren kranken Captain Mischa Breiter antreten mussten, schwierig, sich mit einem 0:4-Rückstand im Rucksack nochmals richtig zu motivieren. Das Zuger Schaulaufen hingegen ging weiter. Nach 40 Minuten stand es 0:7, nach 60 dann 1:9.

Spielsystem als Trumpf

Trotz der schmerzhaften Kanterniederlage waren die Unterländer nach der Schlusssirene nicht am Boden zerstört. «Es ist noch nichts entschieden», sagte Silvan Volkart, der einmal mehr der beste Akteur seines Teams war und der problemlos in einer höheren Liga spielen könnte, auf dem Weg in die Kabine. Der 25-Jährige kassiert allerdings insgesamt zu viele unnötige Strafen.

Auch Michael Mettler sieht noch intakte Playoff-Halbfinalchancen für sein Team. «Wir sind eine Equipe, die sich in ein Spiel reinbeissen muss. Das haben wir heute nicht getan, und das müssen wir wieder ändern.» Der Stürmer verweist auf weitere Vorteile seines Teams: «Wir sind eine verschworene Truppe. Jetzt trainieren wir am Freitag gut und kehren zu unseren Tugenden zurück.»

Dennis Hofer, der Breiter als Captain ersetzte, weist auf einen anderen Pluspunkt des EV Dielsdorf-Niederhasli hin. «Natürlich könnte Zug individuell etwas besser besetzt sein als wir. Aber mit dem Spielsystem, das wir schon umsetzen konnten, können wir diesen Nachteil wettmachen und dann unsere Stärken ausspielen.» EVDN-Trainer Michael Ungricht gab nach der Partie zu Protokoll: «Bei Zug hatten die Leistungsträger sehr viel Eiszeit. Vielleicht sind sie nun deshalb am Samstag beim nächsten Spiel müde.»

Erstellt: 14.02.2020, 21:13 Uhr

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