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Kreativ und mit Köpfchen

Das 7:1 gegen Herisau zeigt, was Bülach Floorball in dieser Erstligasaison stark macht: Die junge, wilde Kreativabteilung ist jetzt reif genug für defensive Aufgaben.

Ein Bild, das es in den bisherigen vier Runden schon des Öfteren gab: Bülachs Topskorer Simon Klingler eilt dem Gegner davon.
Ein Bild, das es in den bisherigen vier Runden schon des Öfteren gab: Bülachs Topskorer Simon Klingler eilt dem Gegner davon.
Sibylle Meier

Der Start war hart. Bülach Floorball kassierte im ersten Spiel der neuen Erstligasaison eine Derbyniederlage gegen Bassersdorf-Nürensdorf, das sich ganz offensichtlich für die Playoff-Halbfinalniederlage des letzten Frühlings revanchieren wollte. «Der gegnerische Jubel nach Spielschluss hat mir gezeigt: UBN wollte den Sieg womöglich ein bisschen mehr als wir», sagt Bülachs Cheftrainer Raphael Röthlin, der sich den Auftakt in diesem Moment sicher anders wünschte, rückblickend aber zugeben muss, dass der Lokalrivale seinem Team eventuell sogar geholfen hat: «Diese Erstrundenpartie hatte schon richtige Playoff-Intensität, wir haben darum nicht lange gebraucht, um in der neuen Spielzeit anzukommen.» Bülach Floorball war nach diesem heissen Auftakt für die darauffolgenden Duelle optimal aufgewärmt, Limmattal (7:3), Widnau (12:7) und zuletzt Herisau (7:1) bekamen das zu spüren.

«Wir haben nicht lange gebraucht, um in der neuen Spielzeit anzukommen.»

Raphael RöthlinCheftrainer Bülach Floorball

Schussstark und kämpferisch – in dieser Verfassung wurde der Gegner aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden am Sonntag in der Sporthalle Hirslen erwartet. Herisau hatte aus den ersten drei Saisonspielen stolze sieben Punkte geholt und war in der Tabelle Bülach auf den Fersen. Doch aus einer Begegnung auf Augenhöhe wurde nichts, Röthlins Equipe entschied die Partie über die Köpfe der überforderten Gäste hinweg. Der Cheftrainer war darüber natürlich hocherfreut: «Das Umschaltspiel zwischen Defensive und Offensive hat ausgezeichnet funktioniert, und wir konnten uns viele Chancen herausspielen.» Am treffsichersten erwiesen sich erneut Topskorer Simon Klingler als Center der ersten Linie und Josha Meier in der zweiten Sturmformation mit je zwei Toren. Die beiden Stürmer führen die interne Torschützenstatistik an. Für Röthlin ist der gesunde Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Formationen ein guter Grund für die starken Auftritte, wichtiger aber ist eine andere Tatsache.

Fünf Treffer in Unterzahl

Bülach Floorball kassiert markant weniger Gegentore als auch schon. In den bislang vier Runden waren es 15, besser steht in der Defensive gegenwärtig kein Gegner da. Die Unterländer spielen vorne schon lange kreativ, neu agieren sie aber auch hinten mit auffallend viel Köpfchen. «Wir haben bereits letzte Saison damit begonnen, unsere Defensive taktisch weiterzubringen», erklärt Röthlin. Zudem seien die Spieler merklich reifer geworden. Die einst junge, wilde Kreativabteilung hat hinzugelernt. «Alle haben bemerkt, dass sie für den Erfolg auch ihre defensiven Arbeiten sauber erledigen müssen», sagt Röthlin. Was das faktisch bedeuten kann, zeigte sich unlängst in Widnau: Gegen die Rheintaler schossen die läuferisch überlegenen Bülacher im Boxplay fünf Treffer.

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