Bachs

Bachser trotzen den Widrigkeiten

Korbball Die Bachser Männer starten morgen Samstag mit drei Partien in Neuhausen in die NLA-Saison. Nach dem 4. Platz in ihrer ersten Spielzeit nach dem Wiederaufstieg orientieren sie sich heuer erneut nach oben. ­Einigen Fragezeichen zum Trotz.

Die Bachser Korbballer sind zu einer verschworenen Einheit zusammengewachsen, die als NLA-Aufsteiger im Vorjahr für Furore sorgte. Balz Murer

Die Bachser Korbballer sind zu einer verschworenen Einheit zusammengewachsen, die als NLA-Aufsteiger im Vorjahr für Furore sorgte. Balz Murer Bild: Balz Murer

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Die für so manche Sportarten im Amateur- wie im Profibereich gültige Weisheit, wonach sich die zweite Saison nach einem Aufstieg meist als die schwierigere ent­puppt als das Premiere-Jahr auf höherer Ebene, könnte ab Sonntag auch für die Bachser Korbballer wahr werden. Dies aber nicht etwa wegen schwindender Motivation oder abflauender Euphorie, wie dies bei vielen Vorjahresaufsteigern der Fall ist. «Ich habe Bedenken», räumt Trai­ner Michael Moser zwar ein, «aber nur wegen der vielen Verletzungen in der Vorbereitung.»

Ob langwierige Blessuren an der Schulter, den Augen oder an den Knien Einzelne seiner Spieler plagten – das gesamte Kader konnte Moser nur selten im Training begrüssen. Auch auf ein Vorbereitungsturnier, in der sie Spiel­züge und taktische Finessen unter Wettkampfbedingungen in die Praxis hätten umsetzen können, mussten die Bachser verzichten.

Zudem fallen zwei Leistungsträger voraussichtlich für die gesamte Saison aus: David Bührer, der wegen einer Knieverletzung gar den Rücktritt vom Sport geben musste, und Silvan Meier, der wegen einer Sehnenverletzung am Fuss für sechs Monate ausfällt. Immerhin aber konnte Moser mit Nicolas Kuhn und Yves Bührer zwei Spieler, die eigentlich hatten aufhören wollen, zum Weitermachen bewegen. Daher, schätzt Moser, stecke in seinem Team immer noch genügend Potenzial, um am Ende den 4. Rang vom Vorjahr zu wiederholen.

Mit Mentalcoach im Lager

«Kurzfristig ist das Ziel, möglichst schnell einen Vorsprung auf die zwei Abstiegsplätze herauszu­holen. Wenn uns das wie im Vorjahr gelingt, dann können wir auf jeden Fall einen Platz in der vorderen Tabellenhälfte wiederholen», sagt Trainer Michael Moser. In der ersten NLA-Runde treffen die Bachser am Sonntag in Neuhausen am Rheinfall ab 12 Uhr zum Auftakt auf den Vizemeister Erschwil, dann auf die beiden Aufsteiger Fraubrunnen und Meltigen. Aus diesen drei Partien streben Moser und seine Spieler vier Punkte an.

«Die fehlenden Vorbereitungsturniere sind auch eine Chance: Wir können frei aufspielen und auf dem Platz schauen, wozu es reicht», meint Moser. Dafür, dass es erneut bis nach vorne reichen könnte, spricht erstens der Ehrgeiz der Bachser. Moser: «Letztes Jahr waren sie schon etwas enttäuscht über den 4. Platz – und das als Aufsteiger.» Zweitens kann Moser auf die Erfahrung und Klasse jener Spieler bauen, die mit ihm einst vom langjährigen NLA-Klub TV Unterer Reiat ins Unterland kamen. Und drittens spielt das Gros seiner Akteure, das sich im «besten Korbball-Alter» (Moser) von 25 bis 30 Jahren befindet, schon seit längerem zusammen, sodass die nötigen Automatismen auch ohne Vorbereitungsturniere greifen sollten.

Zu guter Letzt haben sich Mosers Männer den Feinschliff im Trainingslager in Reinach AG geholt, wo sie erstmals auch mit einem Mentalcoach gearbeitet haben. Von nachlassendem Einsatz im verflixten zweiten Nachaufstiegsjahr scheint bei den Bachser Korbballern wahrlich keine Spur zu sein.

Erstellt: 08.05.2015, 08:54 Uhr

Bachser Frauen

Die Bachser Korbballerinnen haben im ersten Jahrzehnt des Jahrtausends die NLA der Frauen dominiert: Von 2004 bis 2008 gewann die Equipe von Trainer Martin Altorfer fünf Schweizer-Meister-Titel in Serien. Drei Silbermedaillen (2003, 2003 und 2010) sowie drei bronzene in Folge von 2011 bis 2013 runden die imposante Erfolgs­bilanz nach dem Aufstieg ins Oberhaus der Schweizer Korbballerinnen ab, den sie 2001 im ersten Jahr unter ­ Altorfers sportlicher Leitung ­bewerkstelligt hatten.

2014 aber war es mit der Herrlichkeit vorbei. Nach diversen Wechseln brauchte es zu lange, bis das Team zur Form fand. So lag Bachs auch am ­Ende der Saison auf einem Abstiegsplatz (9.). Eine Scharte, die Trainer und Spielerinnen nun gemeinsam auswetzen wollen. «Zum ersten Mal überhaupt ­haben wir keine Abgänge», sagt Altorfer. Keine Spielerin habe als Absteigerin abtreten wollen. Das Ziel in der neuen Saison lautet dementsprechend: «Wir wollen möglichst lange um den Aufstieg mitspielen». (pew)

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