Mountainbike

Ein Team voller Webers gibt Gas

Die neue Saison startet für die Downhiller mit einem Doppelschlag in Slowenien. Mit dabei ist auch das Unterländer Team von Thomas Weber, einem Abfahrer der ersten Stunde.

Basil Weber, hier an der WM 2018 auf der Lenzerheide, gehört auch heuer zu den Leistungsträgern im Bachenbülacher Downhill-Team.

Basil Weber, hier an der WM 2018 auf der Lenzerheide, gehört auch heuer zu den Leistungsträgern im Bachenbülacher Downhill-Team. Bild: Keystone

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Zuerst steht über Ostern in Maribor ein zum Europacup zählendes Rennen auf dem Programm, am übernächsten Wochenende findet am gleichen Ort ein Weltcuprennen statt: Für die Downhiller aus dem Unterland vom Bachenbülacher «teamproject» geht die Saison damit gleich richtig los.

Und schnell sowieso. «Die Downhiller sind auf dem Mountain-Bike das, was im Skifahren die Abfahrer sind», führt Thomas Weber aus. Der 53-jährige aus Bachenbülach ist der Patron von «teamproject», dem einzigen Downhill-Team im Unterland. Er ist nicht nur Team-Manager. An den Rennen steht Weber auch als Mechaniker im Einsatz und wenn er Zeit findet, nimmt er die Strecken in der Masters-Kategorie auch selber unter die Räder. Thomas Weber ist ein Downhiller der ersten Stunde: «Mich hat es schon immer fasziniert, möglichst schnell einen Berg herunter zu rasen.» Das ihm mehr zugesagt, als mit dem Bike stundenlang gerade aus zu fahren. Damit war Thomas Weber nur bedingt ein Vorbild für seinen um einige Jahre jüngerer Bruder Balz Weber. Dem U-23-Weltmeister von 2003 konnte er gleichwohl etwas mitgeben: «Hin und wieder trainierten wir miteinander Downhill. So kam es nicht von ungefähr, dass mein Bruder im Cross-Country einer der schnellsten Abfahrer war».

Viermal Weber

Thomas Weber blieb trotz einem Cross-Country-Weltmeister in der Familie dem Downhill treu. Seine Söhne Basil und Myles fanden Gefallen am Downhill-Sport und sind ins väterlichen Team integriert. Mit dem Berner Oberländer Lutz Weber ist in dieser Saison ein weiterer «Weber» in der Mannschaft: Wobei Lutz Weber mit der Unterländer Familie Weber nicht verwandt ist. Aber auch er ist ein starker Downhiller, war Dritter an der letzten Schweizermeisterschaft. Rang 2 hatte in diesem nationalen Titelrennen übrigens Teamkollege Basil Weber herausgefahren. Auf diese Saison neu zum Team gestossen ist die Bündnerin Carina Cappellari (Chur), ihres Zeichens Downhill-Schweizermeisterin bei den Frauen. Weiterhin im Team ist auch Janosch Klaus (Bülach). Der Junioren-Schweizermeister und Teilnehmer an der letztjährigen Weltmeisterschaft wird zwar 2019 eine Übergangssaison haben: «Klaus schliesst im Sommer seine KV-Lehre ab. Der Lehrabschluss ist momentan wichtiger, als Rennerfolge», weiss Thomas Weber über seinen Nachwuchsmann zu berichten.

Amateure mit Doppelstart

Dass der Beruf Vorrang hat, liegt auch daran, dass alle Fahrerinnen und -Fahrer im Bachenbülacher Team lupenreine Amateure sind. «Unser Sponsoren stellen in erster Linie das Material», erklärt Weber. Deshalb kehren die Downhiller von den Ausland-Rennen meist möglichst rasch wieder nach Hause, damit sie nicht zu viele Ferientage verlieren. Eine Ausnahme wird zum Saisonauftakt mit den beiden Rennen in Slowenien gemacht: «Da in Maribor mit Europa- und Weltcup innert kurzer Zeit zwei Rennen stattfinden, reisen wir nicht zurück, sondern bleiben vor Ort. So können wir die Strecke etwas ausgiebiger begutachten», meint der Team-Manager. Innerhalb von Kontinental-Europa reist die Equipe mitsamt Material mit dem Bus an. Geflogen wird nur nach Schottland, den USA und nach Kanada, wo in diesem Jahr die Weltmeisterschaften stattfinden.

Auf den Saisonauftakt in Slowenien sind die Fahrerinnen und Fahrer von Thomas Weber gespannt. «Nach dem rennfreien Winter weiss man nie, wo man steht. Wenn es jemand von uns in den Finallauf schafft, ist dies bereits ein Achtungserfolg». Denn von den gegen 200 in Maribor am Start erwarteten Fahrerinnen und Fahrer qualifizieren sich nur deren 60 fürs Finale.

Erstellt: 16.04.2019, 19:41 Uhr

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