Dielsdorf

Ein einheimischer Auftakt-Erfolg

Miriam Kaminsky aus Hüntwangen hat das 2. Horse Park Dressage Masters in den regionalen Prüfungen mit einem fulminanten Sieg und einem 5. Rang eröffnet. Noch bis Sonntag gibt es in Dielsdorf Dressursport bis Grand-Prix-Level zu sehen.

Elegantes Siegpaar – Miriam Kaminsky aus Hüntwangen mit der neunjährigen Hannoveraner Stute Romanovs Romika M.

Elegantes Siegpaar – Miriam Kaminsky aus Hüntwangen mit der neunjährigen Hannoveraner Stute Romanovs Romika M. Bild: Angelika Nido

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Romanovs Romika buckelte und stieg auf dem Abreiteplatz. «Dort hat sie Angst vor den anderen Pferden», sagt ihre Reiterin Miriam Kaminsky, die aufgrund der turbulenten Vorbereitung nie mit einem Sieg gerechnet hätte. Doch in der Prüfung, es war die erste am 2. Horse Park Dressage Masters, konzentrierte sich die neunjährige Hannoveraner Stute. Dem eleganten Paar gelang ein harmonisches GA04-Programm und es erhielt die höchsten Noten von den Richtern. «Jetzt starten wir hoffentlich endlich durch», freute sich Miriam Kaminsky, die in der Arztpraxis ihres Vaters in Embrach arbeitet.

Über 50 Stunden Dressursport

Zwar gewann sie mit Romanovs Romika auch die beiden letzten Starts der vergangenen Saison, zuvor war das Paar jedoch vom Pech verfolgt. Während ihrer Ausbildung wurde die Stute durch Krankheiten oder Blessuren lang immer wieder zurückgeworfen und kaum war sie gesund, verletzte sich ihre Reiterin bei einem Sturz. Dass es den beiden noch ein bisschen an Kraft und Konstanz fehlt, wurde in der Folgeprüfung, dem GA06, sichtbar. Mit Rang 5 gelang Miriam Kaminsky und Romanovs Romika zwar erneut ein sehr gutes Ergebnis, doch hatten sich einige kleine Patzer und Taktfehler eingeschlichen. Die regionalen Prüfungen bildeten den Auftakt zum grössten Schweizer Dressurturnier, das 2017 zum ersten Mal auf dem Gelände der Pferderennbahn ausgetragen wurde. Mit ihrer Idee hatten die OK-Präsidenten Fritz Pfändler und Gilles Ngovan offene Türen eingestossen – und das Bedürfnis nach Startmöglichkeiten hält an: Es sind wieder über 450 Nennungen eingegangen. An den sechs Turniertagen werden 19 Prüfungen ausgetragen – das sind über 50 Stunden erstklassiger Dressursport! Sportliche Höhepunkte sind das L- und M-Finale am Freitag, die Nachwuchsprüfungen und der GP am Samstag sowie die Grand-Prix-Kür mit Musik am Sonntagnachmittag.

Erstellt: 21.03.2018, 20:42 Uhr

Premiere in der Schweiz - Die Zuschauer richten mit

Das Publikum erwartet beim Horse Park Dressage Masters eine Premiere: Es darf mit­richten und Noten verteilen.

Zum ersten Mal kommt bei einem Schweizer Dressurturnier die Anwendung «Spectator Judging» zum Einsatz. Bei internationalen Veranstaltungen erfreut sich dieses «Publikumsrichten» bereits grosser Beliebtheit.
Das Prinzip ist einfach: Im Vorfeld der Veranstaltung laden interessierte Besucherinnen und Besucher die kosten­lose App «Spectator Judging» im iTunes-Store (für iPhones) oder unter Google Play (für Android) auf ihr Smartphone. Während der Prüfungen vom Samstag und Sonntag entscheiden die Zuschauer bei jedem Ritt, welche Noten sie den Reitern geben würden.
Das Ergebnis der Zuschauer wird anschliessend als Durchschnitt für jeden Reiter bekannt gegeben – und kann direkt mit den Wertungen der in- und ausländischen Richter verglichen werden. «Der Zuschauer wird aktiv in das Geschehen im Dressurviereck eingebunden und erlebt den Dressursport dadurch noch näher, noch intensiver und spannender», erklärt die ehemalige Weltklasse-Dressurreiterin Silvia Iklé aus Niederhasli die für die Schweiz neue Methode.
Der Verein Dressur-Akademie Silvia Iklé, der das «Spectator Judging» in diesem Jahr an acht Turnieren präsentiert, hat die App bereits bei einer seiner Fortbildungsveranstaltungen getestet – mit grossem Erfolg: «Die Besucher waren begeistert und für mich war es interessant zu sehen, wie objektiv die Publikumsmeinungen waren», sagt Silvia Iklé. Durch das «Spectator Judging» entsteht eine neue, spannende Dynamik, die das Publikum noch mehr mitreisst und sie das Geschehen im Viereck noch aufmerksamer mitverfolgen lässt.ani

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