Bülach

Es trifft sich gut

Die Erstligisten Bülach und Bassersdorf Nürensdorf steigen mit viel offensiver Strahlkraft ins Playoff.

Wenn Bülach und Bassersdorf-Nürensdorf spielen, gibt es immer packende Torszenen und viele Goals. Hier will Perit Aydemir (Nummer 22) von Bassersdorf-Nürensdorf gegen die Bülacher Roman Haab (links Nummer 24) und Bülachs Torhüter Timon Volkart ein Goal erzielen.

Wenn Bülach und Bassersdorf-Nürensdorf spielen, gibt es immer packende Torszenen und viele Goals. Hier will Perit Aydemir (Nummer 22) von Bassersdorf-Nürensdorf gegen die Bülacher Roman Haab (links Nummer 24) und Bülachs Torhüter Timon Volkart ein Goal erzielen. Bild: Sibylle Meier

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Sportchef von Unihockey Bassersdorf-Nürensdorf zu sein, muss im Moment einfach Spass machen, sogar «extrem Spass», wie Andreas Schneider lachend bestätigt. Der Aufsteiger ist die Überraschungsmannschaft der Gruppe 2, sie hat im neuen Jahr vier von fünf Partien gewonnen, pro Qualifikationsspiel fast sieben Tore geschossen und sich am Ende als Tabellenfünfter problemlos fürs Playoff-Viertelfinal qualifiziert. Nach dem direkten Wiederabstieg vor zwei Jahren ist das eine andere Geschichte. Geschrieben wurde sie diesmal von einer eingespielten Truppe aus erfahrenen und jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs. Das U-21-B-Team von UBN war in den vergangenen drei Jahren stets auf einem der ersten zwei Plätze klassiert. «Es ist schön zu sehen, dass wir jetzt von unserer Juniorenarbeit profitieren können», freut sich Sportchef Schneider.

Und da ist noch ein weiterer, allerdings ehemaliger Junior, dem eine Erwähnung in der neusten Erfolgsgeschichte gebührt: Nico Scalvinoni. Nach seinem Rücktritt im Dezember beim NLA-Club GC ist der ehemalige Nationalstürmer zu seinem Stammverein zurückgekehrt und in Nürensdorf nun nicht nur Punktelieferant, sondern auch Inspirationsquelle. «Er lebt den Sport unglaublich professionell, und die Jungen können sich viel von ihm abschauen.»

Was Sportchef Schneider gefällt, dürfte im Limmattal weniger gut ankommen. Der letztjährige Playoff-Finalist ist im Viertelfinalduell (best of 3), das am Samstag in Urdorf startet, Gegner von UBN und den Unterländern in beiden Qualifikationsspielen unterlegen. Doch Andreas Schneider weiss, dass in den Playoffs ein neues Kapitel beginnt. Darum sagt er: Wir gehen mit gleich langen Spiessen ins Rennen.»

Nur ein Team hat in der Qualifikationsphase der Gruppe 2 mehr Tore erzielt als UBN: Lokalrivale Bülach Floorball. 168 Treffer, so viele sind auf dem Erstliga-Grossfeld heuer schweizweit keinem anderen Team gelungen. Zudem weisen die Bülacher sogar die bessere Plus-Minus-Bilanz auf als Qualifiaktionssieger Jona-Uznach. «Wir haben daran gearbeitet, dass unsere Offensive noch unberechenbarer wird», sagt Raphael Röthlin. Der Chefcoach selbst hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine offensive Kreativabteilung in ihrer Spiellust nicht zu bremsen und in der Defensive ein neues System einzuführen. «Die Umsetzung hat überraschend schnell geklappt, und wir haben von einem super Start mit zahlreichen Siegen profitieren können», sagt er.

Diszipliniert gegen Luzern

In der letzten Saison sprach Raphael Röthlin noch offen vom Aufstieg, auf diese Spielzeit hin hat er zurückbuchstabiert und den Playoff-Einzug mit Heimrecht als erste Etappe formuliert. Diese ist nun mit Bravour absolviert.

Mit Luzern erwartet Bülach im Viertelfinal eine machbare Aufgabe, die allerdings schon ihre Tücken hat: Die Innerschweizer sind mit ihren ausländischen Verstärkungsspielern in der Offensive und vor allem in Überzahl stärker, als der siebte Tabellenrang vermuten liesse. Darum sagt Röthlin: «Wir müssen sehr diszipliniert auftreten und Strafen möglichst vermeiden.» Die Best-of-3-Serie beginnt am Samstag in der Hirslen und soll nach der erfolgreichen Qualifikation nur der Auftakt von Bülachs Playoff-Abenteuer sein. Röthlin hat das nächste grosse Ziel bereits im Blick, wenn er sagt: «Ich will weiter kommen als letzte Saison.» Das wäre dann nämlich nicht nur der Playoff-Final, sondern das Aufstiegsduell gegen ein NLB-Team.

Marisa Kuny

Erstellt: 14.02.2019, 20:27 Uhr

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