Opfikon/Regensdorf

Phönix stolpert – Nachwuchs glänzt

Während die Opfiker Basketballer der 1. Liga interregional eine hervorragende Saison gespielt haben, muss der Ligakonkurrent Phönix Regensdorf in die 2. Liga absteigen.

Regensdorfs Sergei Milanovich (oben) und seine Mitspieler sind in der Saison 2014/15 von einigen Gegnern zu Fall gebracht worden, während Opfikon (am Boden mit Vincent Diderich) nur selten strauchelte, und wenn doch, sofort wieder aufstehen konnte. Luca Carecci beobachtet die Szene.

Regensdorfs Sergei Milanovich (oben) und seine Mitspieler sind in der Saison 2014/15 von einigen Gegnern zu Fall gebracht worden, während Opfikon (am Boden mit Vincent Diderich) nur selten strauchelte, und wenn doch, sofort wieder aufstehen konnte. Luca Carecci beobachtet die Szene. Bild: Leo Wyden

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Insgesamt war es für die drei Unterländer 1.-Liga-Basketballteams eine durchzogene Saison 2014/15. Die Regensdorfer Männer, die 1996 noch in der Nationalliga A gespielt haben, müssen in die 2. Liga absteigen. Renato Maggi, den Spielertrainer von Ligakonkurrent Opfikon, überrascht diese Relegation. «Die Qualität des Regensdorfer Kaders ist gut und sollte eigentlich für die 1. Liga reichen», sagt er. Das grosse Manko der Furttaler ist aber, dass das von Spielertrainer Emir Tipura gecoachte Team nur einmal in der Woche trainiert, deutlich weniger als die Konkurrenz. Martin Lenggenhager, der Präsident von Basketball Regensdorf, bedauert den Fall des Fanion­teams in die 2. Liga. «Es ist natürlich immer schade, wenn man absteigen muss.»

Trotz der Relegation sieht der erfahrene Basketballfachmann Lenggenhager in der Regensdorfer Basketballszene auch viel Positives. «In unserer Nachwuchsabteilung können wir praktisch für jeden Jahrgang den Mädchen und Knaben ein Team anbieten.» Lenggenhager verweist stolz darauf, dass in Regensdorf in den vergangenen vier Jahren gute Nachwuchsarbeit geleistet wurde, haben in diesem Zeitraum doch rund 20 Regensdorfer Juniorinnen und Junioren in die Organisation der Zürich Wildcats wechseln können, was für alle Jugendlichen sportlich einen Aufstieg bedeutete. «Das zeigt klar, dass die Nachwuchstrainer in Regensdorf qualitativ gut arbeiten», sagt Lenggenhager stolz.

Attraktive Schnuppertrainings

Mit dem 15-jährigen Tom Funhoff aus Otelfingen, der momentan 1,84 m gross ist, und dem 14-jährigen Juliet Danso aus Regensdorf haben es aber auch zwei Nachwuchshoffnungen, die noch in Regensdorf spielen, ins U16-Nationalmannschafts-Selektionstraining geschafft.

Basketball Regensdorf hat in den vergangenen Jahren gar Junioren und Juniorinnen ausgebildet, die den Sprung in die Nationalliga geschafft haben, wie Joel Fuchs (zu Starwings Regio Basel), Nationalspieler Stefan Petkovic (Fribourg Olympic und Starwings), die Nationalspielerin und dreifache Schweizer Meisterin Anna Karagülle (Lu-Town Highflyers und Winterthur) oder Irene Esenka (Baden).

Trotz der glorreichen Vergangenheit hat Martin Lenggenhager keine Mühe damit, dass das Regensdorfer Fanionteam in der kommenden Saison nur noch in der 2. Liga um Meisterschaftspunkte kämpfen wird. «Wir haben vier sehr gute U16-Junioren. Für sie kommt der Einstieg bei den Aktiven in der 2. Liga vielleicht gar nicht so ungelegen», sagt er. Auch hofft der Vereinsverantwortliche Lenggenhager, dass Spielertrainer Emir Tipura dem Aktivteam erhalten bleibt. «Tipura verdient weiter unser Vertrauen», begründet er.

Basketballvereine müssen ersten Schritt machen

Die Opfiker Spielertrainerin und Captain Bettina Willener-Barba­rits ist in einer ähnlichen Si­tua­tion wie die Regensdorfer Männer. Sie setzt auf die gleiche erfolgreiche Strategie wie Martin Lenggenhager, der Präsident von Basketball Regensdorf. Ihr Team hat in der 1. Liga regional wegen mehrerer über eine längere Zeit verletzter Spielerinnen die angestrebte Finalrunde verpasst, sich dafür aber in der Relegationsrunde den 1. Platz gesichert.

Willener-Barbarits, die selber Mutter ist und als Schulsportleiterin im Sportamt Zürich arbeitet, weiss zudem, dass die Basketballvereine den ersten Schritt auf Kinder und Jugendliche zu machen müssen. «Basketball ist in der Schweiz nicht so bekannt wie andere Sportarten. Wir erfahren aber, dass, wenn Jugendliche Basketball kennen lernen, gleich mehrere von ihnen danach, und zwar über längere Zeit, begeistert dabei bleiben.» Das zeige sich bei den Neueintritten nach Schnuppertrainings. «Nach unseren letzten zwei Schnuppertagen hatten wir viele Neuanmeldungen. Das war sehr erfreulich, ausser dass wir jetzt auf der Suche nach Nachwuchstrainern sind», berichtet sie weiter.

Opfikons Männer souverän

Eine erneut grandiose Saison spielten in der 1. Liga regional die Opfiker Männer. Das Team um Spielertrainer Renato Maggi hat eine Runde vor Meisterschaftsschluss 18 seiner bisher 19 Partien gewonnen und sich damit zum fünften Mal in Serie den Titel des 1.-Liga-Meisters Nordostschweiz Probasket gesichert. Trotzdem wollen die Unterländer nicht in die 1. Liga national aufsteigen. «Das würde uns zu viel Geld kosten», begründet Maggi.

Ein Höhepunkt für Opfikons Männer war auch das Schweizer-Cup-Sechzehntelfinalspiel gegen Fribourg Olympic. Knapp 100 Zuschauer wohnten der Partie in Opfikon bei. Die Unterländer legten einen Blitzstart hin und führten nach sechs Minuten. Am Schluss aber gewann Fribourg, das in der Schweiz die beste Nachwuchsabteilung hat, standesgemäss 122:35. Der mittlerweile 44-jährige Klotener Renato Maggi, der als Captain der Schweizer Basketball-Nationalmanschaft amtete, hat früher selber für Fribourg gespielt.

Erstellt: 10.04.2015, 08:35 Uhr

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