Regensdorf

Schnelle LC-Regensdorf-Läufer

Jonas Raess gewann in Zürich an den Schweizer Meisterschaften der Leichtathleten den Titel über 5000 m. Über seine Hauptdistanz 1500 m fehlte ihm am Folgetag indes die Frische, um nachzudoppeln.

Die Regensdorferin Alexandra Bosshard gewann die Bronzemedaille über 800 m.

Die Regensdorferin Alexandra Bosshard gewann die Bronzemedaille über 800 m. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Julien Wanders heisst der Mann, der auf der Zielgeraden den Angriff des Titelverteidigers und Jahresschnellsten Jan Hochstrasser abwehrte. Mit dem Meistertitel schloss der 21-jährige Genfer über 1500 m einen eindrücklichen Tempolauf von der Spitze in 3:44,74 erfolgreich ab. Keine Rolle spielte in diesem Rennszenario der letztjährige Silbermedaillengewinner Jonas Raess. Der Leistungsträger des LC Regensdorf hatte «den Schnellzug» sofort ziehen lassen. «Ich hätte frischer sein müssen, aber das war ich nicht», sagte der 23-Jährige.

Souverän über 5000 m

Dass die Beine schwer waren und er zurückhaltender ins Rennen stieg, war begründet. Nur 20 Stunden zuvor hatte er bereits das 5000-m-Rennen bestritten – und gewonnen. Eine souveräne Vorstellung wars gewesen. Seinem resoluten Antritt nach 4800 m vermochte keiner der Widersacher auch nur annähernd zu folgen. Auf der Zielgeraden konnte sich Raess des Sieges gewiss sein und das Tempo vorzeitig drosseln. In 14:22,88 überquerte er als Sieger die Ziellinie.

Spuren hinterliess der Einsatz dennoch. Raess nahm dies in Kauf: «Für mich ging es nicht zuletzt darum, ein internationales Turnier zu simulieren.» Im Hinblick auf die Universiade in Taipei in der zweiten Augusthälfte tat er dies. Mit dem Ausbleiben des Doppelerfolgs musste er rechnen. Vor allem zu Rennbeginn vermochte er nicht mitzuhalten. So nützte es dem Mitfavoriten wenig, dass der Schluss wieder stark gelang.

Wimpernschlagentscheid

Zum zweiten Mal nach 2015 sicherte sich Raess’ Klubkollegin Alexandra Bosshard die Bronzemedaille über 800 m. «Die Auszeichnung bedeutet mir viel», sagte die 23-Jährige und sah im Resultat «den Beweis meiner mentalen Fortschritte». Jeden Meter habe sie genossen und die Schlussklassierung «entspricht dem optimalen Resultat». Die Widersacherinnen hatte sie als «sehr stark» eingeschätzt gehabt mit: der U23-EM-Fünften Lore Hofmann, Lisa Kurmann, der Steeple-Rekordhalterin und Olympia-Finalistin Fabienne Schlumpf sowie der Aufsteigerin Sina Sprecher. «Es hätte weniger herausschauen können, aber auch mehr.» Die zweitplatzierte Schlumpf und die ex aequo Dritten Bosshard und Sprecher waren innert einer Hundertstel­sekunde klassiert.

Jonas-Werner-Comeback

Nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnte der letztjährige Zweite und Hallenmeister über 200 m, Jonas Werner. Dennoch präsentierte er sich danach in guter Laune. Für ihn kam dies alles nicht überraschend. Durch zwei Muskelfaserrisse war er drei Monate ausgefallen. Um den Comeback-Wettkampf handelte es sich für ihn. Die Zeit von 21,32 Sekunden – zeitgleich mit dem EM-Dritten über 400 m Hürden, Kariem Hussein – freute ihn denn auch.

Erstellt: 23.07.2017, 21:34 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben