Frauenfeld

Aquilino galoppiert für Wullschleger zum Derby-Coup

Die Dielsdorfer Trainerin Flurina Wullschleger hat in Frauenfeld einen sensationellen Sieg gefeiert: Ihr dreijähriger Fuchswallach Aquilino gewann das prestigeträchtige 39. Swiss Derby.

In guter Position prescht Aquilino (Nummer 2) mit Pierre-Charles Boudot dem Sieg entgegen.

In guter Position prescht Aquilino (Nummer 2) mit Pierre-Charles Boudot dem Sieg entgegen. Bild: Werner Bucher

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Es gibt Trainer, Besitzer und Reiter, die ein Leben lang von einem Sieg im wichtigsten Rennen der dreijährigen Rennpferde hierzulande träumen. Für die 37-jährige Flurina Wullschleger, Trainerin von elf Pferden, ist dies nun bereits nach wenigen Jahren im Beruf Wirklichkeit geworden. Dabei hatte sie Aquilino erst zehn Tage zuvor zum Training im Schwindiboden-Stall übernommen. Der Fuchswallach mit den vier weissen Beinen war zuvor bei Trainer André Faber in Paris und war an das Bündner Besitzerpaar Peter und Rita Hartmann verkauft worden.

Wullschleger meinte vor dem Derby: «Das Pferd hat sich gut eingelebt und ist ein Frühaufsteher. Er zeigt sich im Training, geritten von meiner Schwester Astrid, immer fleissig, sodass wir auf eine Platzierung unter den ersten drei hoffen.» Dass es nach 2400 Metern zu einem hart umkämpften, aber am Ende sicheren Sieg gegen die grossen französischen Favoriten Youmna und Famous Wolf reichte, verdankt Wullschleger nicht zuletzt dem Spitzenjockey Pierre-Charles Boudot, der zuvor mit ihm in Dieppe gewonnen hatte. Die Trainerin verriet: «Viel Orders musste ich ihm deshalb nicht geben. Nur, dass er die Peitsche auf keinen Fall einsetzen darf.» Nach dem überraschenden Sieg meinte Wullschleger lächelnd: «Der Start am Derby hat Aquilino Flügel verleiht.» Der siegreiche Fuchswallach wird vermutlich am Samstag, 22. September, auf seiner neuen Heimbahn in Dielsdorf im klassischen St. Leger 3000 Meter starten.

Suter gewinnt kleines Derby

«Es geht doch», meinte Trainerin Karin Suter aus Steinmaur erleichtert, als ihr Schützling High Hope das «kleine Derby» der Dreijährigen über 2000 Meter gewonnen hatte. Sie spielte darauf an, dass die Fuchsstute im Frühjahrspreis einen Monat zuvor an gleicher Stelle nur den 8. Rang belegt hatte. High Hope hatte mit Dennis Schiergen im Sattel vom Start an die Spitze übernommen und kontrollierte von da aus das Neunerfeld bis ins Ziel. Suter befand: «Sie ist kein Speedpferd und muss deshalb vorne gehen. Mit dem Sieg hat sie ihr wahres Können gezeigt.»

Im Sprintrennen über 1150 Meter mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 60,84 km/h holte der 11:1-Aussenseiter Wayatos den Sieg für das Besitzerpaar Peter und Doris Specker aus Nürensdorf. Trainiert wird der dreijährige braune Wallach von ihrem Schwiegersohn Philip Schärer, der sich im selben Rennen mit dem 17-fachen Sieger und Favoriten Filou, geritten von Raphael Lingg, mit Rang 4 begnügen musste.

Erstellt: 24.06.2019, 19:00 Uhr

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