Wallisellen

Bestechende Derniere in Wallisellen

Beim sportlichen Höhepunkt der letzten Walliseller Springkonkurrenz, des Finals des OKV-Vereinscoupes, musste das einheimische Team sich im Stechen um Bronze geschlagen geben. Der Sieg ging an den Reitverein Tösstal. Im Derby holte sich Hausherr Felix Kunz den 2. Rang.

Hausherr Felix Kunz gewinnt in Wallisellen die Einlaufprüfung, wird Zweiter im Derby und Vierter mit der Equipe im OKV-Coupe-Final.

Hausherr Felix Kunz gewinnt in Wallisellen die Einlaufprüfung, wird Zweiter im Derby und Vierter mit der Equipe im OKV-Coupe-Final. Bild: Stefan Graf / Grafixs.c

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Um alle drei Podestplätze im Final­ des OKV-Vereinscoupes musste auf dem Turnierplatz Sunnebüel am Waldrand von Wallisellen gestochen werden. Der Initialparcours bestand aus 21 Hindernissen, von denen die drei Teamreiter je sieben in beliebiger Reihenfolge überwinden mussten. Von den gestarteten 22 Vereinsequipen waren dabei nur zwei fehlerfrei geblieben und zwei verzeichneten vier Strafpunkte. Zu Letzteren gehörte die von Reitlehrerin Sonja Monsch gecoachte Equipe des RV Wallisellen mit Sonja Altherr, Isabell Stücheli und Hausherr Felix Kunz, auf dessen Land die Springkonkurrenz seit 1974 ausgetragen wird. In der Barrage durften dann noch je zwei Reiter pro Equipe antreten.

Bronze im Stechen verloren

Für den RV Wallisellen fiel die Wahl auf die beiden Routiniers Sonja Altherr und Felix Kunz mit ihren kämpferischen Stuten Waro­ness und Carrie, die beide schon zuvor fehlerfrei geblieben waren. In einer knappen Entscheidung mussten sich das Heimteam dem RV Niesenberg geschlagen geben und mit dem undankbaren 4. Rang vorliebnehmen. «Bei unserer letzten Springkonkurrenz auf dem Treppchen zu stehen wäre schon schön gewesen», sagte Sonja Altherr enttäuscht. «Leider haben wir mit unserer Linienwahl etwas zu viel Zeit verloren.»

Im Stechen um Gold und Silber gewann der Reitverein Tösstal vor dem Reitverein Stammheimertal. Der Kavallerieverein Dielsdorf, die zweite für den Final qualifizierte Unterländer Equipe, schied aus.

Doppelsieg im Derby

Dafür revanchierte sich der Reitverein Wallisellen im zweiten sportlichen Höhepunkt, dem Derby­, bei dem auch über Naturhindernisse wie etwa Gräben, Wälle oder Baumstämme gesprungen wurde, mit einem Doppelsieg. Die ambitionierte, 23-jährige Concours-Complet-Reiterin Isabell Stücheli war in ihrem Element. Mit ihrem 16-jährigen Wallach Corrado blieb sie fehlerfrei in der schnellsten Zeit. Felix Kunz, der 1982 Schweizer Meister in der damals noch Military genannten Disziplin geworden war, konnte von seiner grossen Erfahrung profi­tieren und ritt die dänische Stute Carrie auf den 2. Rang. Auf Rang 4 klassierte sich Sandy Kunz aus Oberwil bei Nürensdorf mit Cool as Ice, vor den beiden Klotenerinnen Monika Eigenmann mit Sirius Black und Denise Kubli mit Cismet.

Die Einlaufprüfung zum Derby­, einem R/N 100, wurde von Felix Kunz im Sattel seines Nachwuchspferdes Star of Bombay gewon­nen. Die Glattbruggerin Valen­tina Arganese wurde mit dem Pony Rea des Perves Zweite, Sandra Fehr aus Embrach belegte mit Canturrado Rang 4 vor Isabell Stücheli, die mit Goraya Musterd ebenfalls ein junges Pferd ritt.

Jubiläum mit Gala und Show

Den Zuschauenden, die zahlreich zur letzten Springkonkurrenz in Wallisellen erschienen, wurden weitere spannende Prüfungen geboten: Das Horse & Dog, bei dem sowohl ein Reiter mit seinem Pferd als auch ein Hundeführer mit seinem Vierbeiner einen Parcours absolvieren musste. Das Jump und Drive, bei dem je ein Springreiter und ein Kutschfahrer ein Team bil­deten, und die Jubiläumsshow, eine Train-Vorführung mit sieben Freiberger Pferden.

Anlässlich des 100-Jahr-Jubi­läums des Reitvereins Wallisellen wurde aber nicht nur geritten, sondern auch gefeiert: Am Freitagabend fand eine grosse Gala im Festzelt statt mit Abendessen, Livemusik und Barbetrieb, zu welcher 110 Vereinsmitglieder verschiedener Generationen geladen waren. «Es war ein rundum gelungener Anlass, und zahlreiche Personen drücken ihr Bedauern aus über das Aus der Springkonkurrenz», sagte OK-Präsident Oli Fey. Dieses wurde von der Generalversammlung beschlossen, weil die Teilnehmerzahlen stark rückläufig sind, die Kosten für die Infrastruktur kaum mehr gedeckt werden können und sich keine Vereins­mitglieder mehr finden lassen, die im OK mitarbeiten wollen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 04.09.2018, 08:25 Uhr

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