Unihockey

Chilis wachsen neu zusammen

Die Hot Chilis Rümlang-Regensdorf haben gegen NLB-Leader Riders gekämpft und doch klar verloren. Das Team braucht Zeit, um neue Leaderinnen zu gewinnen.

Kein leichtes Spiel: Die Rümlangerin Bettina Rogenmoser versucht den aufmerksamen Gegnerinnen zu entwischen.

Kein leichtes Spiel: Die Rümlangerin Bettina Rogenmoser versucht den aufmerksamen Gegnerinnen zu entwischen.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Sechs Minuten vor dem Ende des ersten Drittels keimte bei einem grossen Teil des Publikums in der Chlieriethalle in Oberglatt Hoffnung auf. Beim Stand von 0:3 aus Sicht der Hot Chilis Rümlang-Regensdorf wurde Riders-Stürmerin Pascale Pfister auf die Strafbank geschickt. Endlich die Chance für die Chilis, in dieser Partie, in der sie bisher deutlich unterlegen waren, das Ruder herum­zureissen. Doch der vermeintlich numerische Vorteil geriet den Unterländerinnen am Ende sogar zum Nachteil. Erst gelang Sarina Hutter bei einem Gegenstoss beinahe ein Shorthander, dann vergab Melanie Rüegg eine gute Möglichkeit für die Gäste, und schliesslich traf Ilna Autio zum 4:0 – zwölf Sekunden vor Ablauf der Strafe.

Die Riders Dürnten Bubikon Rüti hätten zu diesem Zeitpunkt jedoch noch höher führen können, ja vielleicht sogar müssen. Sie vergaben zahlreiche Chancen in diesem Zürcher Kantonsderby, die beste in der 10. Minute, als Aino-Maija Laaksonen nur an der Latte scheiterte. Aufseiten der Chilis waren die Möglichkeiten dagegen rar gesät, Gisela Schibli vergab zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels noch die beste. «Wir haben mit zwei neuen Spielsystemen versucht, die Riders zu ärgern», sagte Trainer Philipp Düsel nach der Partie. «Leider hat das nicht so funktioniert wie gedacht.»

Schaden in Grenzen gehalten

Wenigstens konnten die Chilis ab dem zweiten Drittel den Schaden in Grenzen halten. Sie kassierten im Mittelabschnitt nur einen Gegentreffer und hatten ihrerseits offensiv mehrere Chancen. Doch es wollte nicht klappen mit dem Anschlusstreffer. Im Schlussabschnitt schliesslich mussten die Unterländerinnen in Unterzahl nach sieben Minu­ten das 0:6 durch Jenni Timonen hinnehmen, zwei Minuten danach folgte das 0:7 durch Laaksonen. Doch die Chilis kämpften weiter darum, wenigstens ein Tor zu erzielen. «Keine der Spielerinnen gab nach den ersten Gegentoren auf», sagte Düsel. «Ich bin stolz, dass wir alles gegeben haben.» 20 Sekunden vor Schluss kam Schibli nochmals zu einer Möglichkeit, ehe Annina Faisst mit dem 8:0 für die Riders für den Schlusspunkt sorgte.

«Auf dem Papier sieht das Resultat schlimm aus», gab Düsel zu. «Und ich bin enttäuscht, dass wir kein Tor geschossen haben. Aber der Wille war da.» Diese Meinung vertrat auch Captain Anna Huovinen. «Klar haben wir uns mehr erhofft, aber wir haben bis zum Schluss gekämpft», sagte sie. «Wir hatten heute aber auch viel Pech, die Prellbälle landeten bei den Gegnerinnen.» Huovinen selbst ist erst auf diese Saison hin zu den Chilis gestossen und hat gleich eine wichtige Rolle übernommen: diejenige der Leaderin. «Ich habe Zeit gebraucht, um mich da hineinzufinden», sagte sie. «Aber ich spiele diese Rolle gerne und hoffe, ich mache es einiger­massen gut.»

Weiterhin auf Playoff-Kurs

«Anna hat einen grossen Schritt gemacht», anerkannte Düsel. «Aber wir bräuchten noch ein, zwei Spielerinnen mehr, die in diese Rolle hineinwachsen.» Das Team befinde sich nach wie vor im Umbruch. «Wir haben mit Captain Lea Keller und Topskorerin Vanessa Kapp zwei wichtige Spielerinnen verloren, andererseits ist jetzt die Durchmischung im Team besser, denn zuvor war viel auf Keller und Kapp ausgelegt», so Düsel. Bisher ist der Chilis-Trainer durchaus zufrieden mit dem Verlauf der Saison. Denn trotz der Niederlage gegen die Riders befinden sich die aktuell sechstplatzierten Unterländerinnen auf Playoff-Kurs «Eigentlich wäre es schön, unter die ersten vier zu kommen und Heimvorteil zu ­haben», sagte Düsel. «Aber wir nehmen auch den 8. Platz.»

Erstellt: 02.12.2019, 18:45 Uhr

Telegramm

Hot Chilis Rümlang-Regensdorf - Riders 0:8

(0:4, 0:1, 0:3). – Chliriethalle, Oberglatt. - 72 Zuschauer. – Tore: 2. Laaksonen (Timmel) 0:1. 7. Timonen (Autio) 0:2. 14. Timonen ( Autio) 0:3. 16. Autio (Timonen) 0:4. 33. Laaksonen (Timmel) 0:5. 48. Timonen (Altwegg) 0:6. 50. Laaksonen ( Timonen) 0:7. 60. Faisst (Hutter) 0:8. – Strafen: 3x2 gegen Hot Chilis, 4x2 gegen Riders. – Chilis: Heldstab; Müller, Schuler; Fäh, B. Rogenmoser; Schmid, S. Rogenmoser; Huovinen, Tschudin, Schibli; Vroege, Streissguth, Schweizer; Gisler, Laube, Schnyder. – Riders: Brünn; Riner, Thoma; Werz, Stadelmann; Altwegg, Timmel; Brünn, Pfister, Rüegg; Hutter, Faisst, Wichert; Timonen, Laaksonen, Autio. – Bemerkung: 10. Lattenschuss Laaksonen (Riders).

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!