Bülach

Coradi und Rizzo auf Podest

Samir Serhani siegte in Neftenbach an der 100. Jubiläums­austragung der Zürcher Kunstturnertage. Zweiter wurde der Bülacher Sascha Coradi vor dem Embracher Marco Rizzo.

Vor allem mit schwierigen Übungen glänzte an der 100. Jubiläums-Austragung der Zürcher Kunstturnertage der Bülacher Sascha Coradi (hier am Barren).

Vor allem mit schwierigen Übungen glänzte an der 100. Jubiläums-Austragung der Zürcher Kunstturnertage der Bülacher Sascha Coradi (hier am Barren). Bild: Harald von Mengden

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

1915 fand in Altstetten der erste Zürcher Kunstturnertag statt. Im Zeitraum von 1915 bis 2017 wurden einhundert Kunstturnertage durchgeführt. Selbst die beiden Weltkriege von 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 vermochten die OK nicht von einem Kunstturnertag abzuhalten. Der damaligen Tradition folgend wurden die Wettkämpfe in den Jahren 1930, 1934 und 1942 in die Kantonalturnfeste integriert, sodass wir nun 102 Jahre später «hundert Zürcher kantonale Kunstturnertage» feiern. Unter den Siegern finden sich berühmte Namen wie August Güttinger, zweifacher Olympiasieger (1924, 1928), Jack Günthart, Edwin «Edi» Greutmann (TV Regensdorf), dreifacher Sieger (1969, 1970, 1971) und Olympionike 1968 und 1972, Donghua Li und viele mehr.Den Lorbeerkranz als Sieger des diesjährigen Kunstturnertages aufsetzen konnte sich der Winterthurer Samir Serhani. Marco Rizzo, der Vorjahressieger, konnte sich bis zum zweitletzten Gerät grosse Chancen auf den 1. Platz ausrechnen. Doch der Barren wurde ihm zum Verhängnis. Keine zwei Sekunden am Gerät, stand er schon wieder auf der Matte. «Mein neuer Aufgang gelang nicht», klärte Rizzo auf, «schade, doch gemessen an den Anzahl Trainings nach den Ferien muss ich mit dem dritten Rang zufrieden sein.»

Jubel nach Weltklasse-Abgang

Zweiter wurde Sascha Coradi, der vor allem mit schwierigen Übungen glänzte. So hatte der Bülacher insgesamt den höchsten D-Wert (Difficulty) aller Athleten. Am Barren zeigte der 20-Jährige als Abgang einen Salto gestreckt mit einer Doppelschraube. Als er diesen stand, jubelte er, denn dieser Ausgang wird nur von ganz wenigen Weltklasse-Athleten beherrscht. «Das war auch mein Ziel. Neue Übungen zu zeigen. In den nächsten Wochen will ich diese perfektionieren, aber ich habe auch noch ein paar Elemente auf Lager, die ich einbauen möchte. Spätestens ab der SM will ich mit den Topturnernmithalten können», sagte Coradi, der verletzungsbedingt 2016 kaum Wettkämpfe bestreiten konnte.

Nicht am Start war Eddy Yusof (TV Bülach). Nach seinen jüngsten Erfolgen an der EM vor drei Wochen hatten die Turner verdiente Ferien, sodass sie noch nicht einsatzbereit waren.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 16.05.2017, 20:30 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben