Kloten

Das unverhoffte Spitzenspiel

Nach dem 6:5-Auswärtssieg im Derby bei den Kloten-Bülach Jets liegt Bassersdorf-Nürensdorf in der Gruppe 2 der zweithöchsten U21-Juniorenliga auf Kurs Richtung Aufstiegsspiele.

Luca Schaffner (Bassersdorf-Nürensdorf) bedrängt David Kissling von den Jets. Vor der Saison hatte keines ihrer Teams einen Topplatz im Visier.

Luca Schaffner (Bassersdorf-Nürensdorf) bedrängt David Kissling von den Jets. Vor der Saison hatte keines ihrer Teams einen Topplatz im Visier. Bild: Balz Murer

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Nach der Schlusssirene in der Klotener Sporthalle Ruebisbach liessen die Gäste ihrer Freude freien Lauf. Die U21-Junioren von Unihockey Bassersdorf-Nürensdorf stellten sich im Kreisauf und sangen immer wieder «Derbysieger! Derbysieger!». Dabei wurden sie lautstark von ihren mitgereisten Fans gefeiert, die sich schon während des Spiels immer wieder mit Anfeuerungsrufen und Tröten Gehör verschafft hatten.«Das ist das speziellste Spiel der Saison», befand Tim Ehrens­perger, der mit seinem Führungstor nach zweieinhalb Minuten den Grundstein für den Erfolg der Gäste gelegt hatte. Besonders gross sei die Freude darüber, dass der Sieg in des Gegners Halle zustande gekommen sei: «Auswärts haben wir gegen die Jets wenigzu verlieren.»

Tatsächlich waren die Kloten-Bülach Jets vor der Partie gegen den Unterländer Lokalrivalen im bisherigen Saisonverlauf in der Gruppe 2 der U21-B-Liga in der heimischen Halle unbesiegt. Doch ausgerechnet im Derby erwischten sie keinen optimalen Start. Nach zehn Minuten lagen die Gastgeber mit 0:2 in Rückstand. «Wir waren müde», er­klärte Jets-Captain Sven Gisiger. Zudem seien sie durch die Geräuschkulisse überrascht worden, für welche die gegnerischen Fans gesorgt hatten. «Es war ziemlich laut in der Halle», befand Gisiger, «so eine Atmosphäre sind wir nicht gewohnt.»

Effizientere Gäste

Nach dem zweiten Gegentreffer kamen die jungen Jets zu mehr Torabschlüssen, doch einzig Pascal Beutler vermochte den Ball im Netz unterzubringen. Die Gäste dagegen zeigten sich deutlich kaltblütiger. Wie etwa im Mittelabschnitt, als die Jets zu Beginn viel Druck aufs gegnerische Tor entfachten, aber keinen weiteren Treffer erzielen konnten – ehe Thierry Schweizer einen mustergültigen Konter zur 4:1-Führung für Bassersdorf-Nürensdorf vollendete.

Doch auch danach blieb die Partie spannend. Denn die Gastgeber zeigten sich keineswegs gewillt, sich dem Rivalen zu beugen. Innerhalb von nur zweieinhalb Minuten kamen sie bis auf 3:4 ­heran. Doch den Ausgleich sollten sie an diesem Abend nicht mehr schaffen: Bassersdorf-Nürensdorf legte wieder ein Tor vor. Auch nach dem abermaligen Anschlusstreffer stellten die Gäste bald darauf den Zweitorevorsprung wieder her und sicherten sich somit am Ende den Sieg in diesem hochintensiven Spiel.

«Die ersten Minuten nach dem Spiel sind die schlimmsten», sagte Jets-Stürmer Pascal Beutler mit Blick auf die feiernden Spieler von Bassersdorf-Nürensdorf. «Und natürlich war diese Partie sehr wichtig, denn es geht ja darum, am Ende der Qual einen der ersten beiden Plätze zu belegen und in die Aufstiegsspiele zu kommen. Aber es gibt ja noch fünf Partien.»

Obwohl der Rückstand zum ­Tabellenzweiten Bassersdorf-Nürensdorf und damit auf einen Platz in den Aufstiegsspielen mit der Niederlage auf sieben Punkte wuchst, äusserte sich Jets-Trainer Sven Engeler zufrieden. «Ich habe viel Positives gesehen», sagte er. «Die Jungs haben einen Schritt nach vorne gemacht. Wir waren aktiver und haben gekämpft.»

Besser als gedacht

Sven Engelers Gelassenheit liegt nicht zuletzt daran, dass der Aufstieg in die höchste Junioren-Spielklasse vor der Saison gar kein Thema gewesen war. «Wir wollten einen Platz unter den ersten vier belegen. Wenn wir in die Aufstiegsspiele kommen, nehmen wir das aber gerne an», verriet der Jets-Trainer. «Und wenn nicht, dann ist es eben nicht so.» Auch für Bassersdorf-Nürensdorfs Coach Rolf Pfeifer waren die Aufstiegsspiele kein Saisonziel. «Ursprünglich ist es uns darum gegangen, die Liga zu halten», sagte Pfeifer. «Dann haben wir sehr früh unsere Punkte geholt und konnten dadurch auch befreiter aufspielen.» Spürt er nun angesichts der Möglichkeit, um den Aufstieg mitzuspielen, mehr Anspannung im Team? «Nein», versicherte Pfeifer, «die meisten Spieler unseres Teams sind ja erfahren, sie spielen seit fünf, sechs Jahren zusammen.»

Ob es am Ende für die Aufstiegsspiele reicht, will Pfeifer nicht voraussagen: «Es ist alles sehr eng, in dieser Gruppe kann jeder jeden schlagen.» Aber natürlich wolle man angesichts der jetzigen Ausgangslage gerne die Playoffs erreichen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 09.01.2018, 21:43 Uhr

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