Dielsdorf

Der Dressursport kehrt ins Unterland zurück

Ein hochkarätiger, neuer Pferdesportanlass steht vor der Premiere: Vom 21. bis 26. März findet auf dem ­Gelände der Rennbahn ­Dielsdorf das Horse Park ­Dressage Masters statt.

Auf dem Gelände des Horse Park Dielsdorf führen OK-Präsident Fritz Pfändler (links) und Sportchef Gilles Nogvan das erste Dressage Masters durch.

Auf dem Gelände des Horse Park Dielsdorf führen OK-Präsident Fritz Pfändler (links) und Sportchef Gilles Nogvan das erste Dressage Masters durch. Bild: Angelika Nido

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Es wird das grösste Dressur­turnier der Schweiz sein.

Verschmelzen Pferd und Reiter zu einer harmonischen Einheit, zeigt sich auch dem Laien die Faszination, die das Dressurreiten ausmacht. Die Schweiz verfügt über eine grosse Tradition in dieser Sportart: Zwischen 1948 und 1988 gewannen Schweizer Dressurreiter, unter ihnen unvergessene Namen wie Christine Stückelberger, Otto Hofer oder Henri Chammartin, 15 Medaillen an Olympischen Spielen. Damit zählt die Dressur bis heute zu den erfolgreichsten Sommersportarten unseres Landes.

Diese glorreichen Zeiten sind allerdings vorbei. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen – wie Silvia Iklé aus Niederhasli, die mit ihrem Ausnahmepferd Salieri CH im Jahr 2008 bis auf Rang 3 der Weltrangliste vorstiess oder die Luzernerin Marcela Krinke Susmelj, die sich soeben die dritte Weltcupfinalteilnahme in Folge gesichert hat – kämpfen die helvetischen Dressurreiter seit Jahren um den Anschluss an die Weltspitze. Denn zum einen ist der Sport sehr aufwendig und teuer: Es dauert Jahre, bis ein passendes Pferd gefunden und zur höchsten Klasse ausgebildet ist. Zum anderen sind die Startmöglichkeiten auf hohem Niveau in der Schweiz rar geworden.

Innovative Organisatoren

Unter den Dressurturnieren, die 2016 zum letzten Mal ausgetragen wurden, waren auch die Lägern Indoors, die der KV Dielsdorf 15 Jahre lang unter OK-Präsident Markus Graf durchgeführt hatte. «Der Aufwand wurde immer grösser, also entschlossen wir uns, auf dem Höhepunkt aufzuhören», erklärt Graf.

Das bedeutete nun aber doch nicht das Ende für den Dressursport im Zürcher Unterland. Ein innovatives Organisatoren-Duo bestehend aus Fritz Pfändler, Mitorganisator des internationalen Springturniers in Humlikon, und dem Berufsreiter und Dressursportler Gilles Ngovan rief das Horse Park Dressage Masters ins Leben. Dieses findet vom 21. bis 26. März zum ersten Mal auf dem Gelände der Pferderennbahn Dielsdorf statt. «Mit diesen Vorhaben sind wir auf offene Türen gestossen», sagt OK-Präsident Fritz Pfändler, der bereits mit den Schweizer Meisterschaften in den Jahren 2013 und 2014 in Humlikon erfolgreich eine grosse Dressurveranstaltung durchgeführt hat.

Nachwuchs-Sichtungsturnier

Die Verantwortlichen der Horse Park Zürich-Dielsdorf AG, die Behörden, Sponsoren, Partner und unzählige Helfer hätten grossen Pioniergeist gezeigt, sagt Pfändler erfreut. Auch von den Nachbarn kommt Unterstützung: Markus Graf, der sich ebenso auf die neue Veranstaltung freut und ebenfalls am Start sein wird, stellt gar seine neu erbaute Reithalle als Abreithalle zur Verfügung.

Vorgesehen sind rund 500 Starts von Dressureitern aus der ganzen Schweiz, Holland und Deutschland. «Das Nennergebnis ist überwältigend und zeigt uns, dass die Veranstaltung einem grossen Bedürfnis entspricht», sagt Sportchef Gilles Ngovan. «Alles, was in der Schweizer Dressurszene Rang und Namen hat, wird am Start sein.»

Grossen Wert legten die Organisatoren auf Startmöglichkeiten für die Jugend. Auf dem Programm stehen Prüfungen für alle vier Nachwuchskategorien Pony, Junioren, Junge Reiter und U25. Diese Anstrengungen würdigten auch die Verantwortlichen des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport: Sie haben das Horse Park Dressage Masters bereits bei seiner ersten Austragung zum obligatorischen Sichtungsturnier für die Nachwuchskader bestimmt. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 15.03.2017, 18:41 Uhr

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