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Der Schweizer Weg

Auch in diesem Jahr will sich der Dielsdorfer Langstreckentriathlet Jan van Berkel in Rapperswil und Zürich für den Ironman auf Hawaii qualifizieren.

Jan van Berkel nahe seinem Wohnort Dielsdorf. Im heimischen Zürcher Unterland hat er dieses Jahr von guten Trainingsbedingungen profitiert.
Jan van Berkel nahe seinem Wohnort Dielsdorf. Im heimischen Zürcher Unterland hat er dieses Jahr von guten Trainingsbedingungen profitiert.
Archiv ZU/David Küenzi

Es mag in der Triathlonszene fast schon blasphemisch sein, so etwas zu sagen. Jan Van Berkel tut es trotzdem: «Der Ironman Switzerland hat für mich eine ähnlich grosse Bedeutung wie jener auf Hawaii.» Der Jurist will mit dieser Aussage dem grossen Klassiker nicht seine herausragende Geltung absprechen: «Natürlich hat der extreme Fokus auf das Saisonfinale seine Berechtigung, es ist die WM, nur die Besten sind am Start.» Aber Hawaii ist weit weg, während Zürich und Rapperswil nur einen Katzensprung von seinem Zuhause in Dielsdorf entfernt liegen. Die zwei Heimrennen – der Ironman 70.3 in Rapperswil wird am kommenden Sonntag gestartet, der Ironman Switzerland am 24. Juli – bieten den Schweizer Athleten eine willkommene Plattform, sich Sponsoren, Freunden und der Familie zu präsentieren. «Es geht um Bekanntheit, Ruhm und Anerkennung», sagt Van Berkel, «weniger um Punkte und Preisgeld.»Damit wäre auch gleich die Kehrseite der Schweizer Wettkämpfe angesprochen. Beide sind innerhalb der Ironman-Weltserie, in deren Rahmen Punkte für die Hawaii-Qualifikation vergeben werden, schlecht dotiert. «Die 500 Punkte, die der Siegerin Rapperswil erhält, sind gerade mal zum Aufrunden gut», bemerkt der 29-Jährige trocken. Am Ironman Switzerland in Zürich ist zwar mehr zu holen, aber auch hier fällt die Belohnung für die Besten nicht eben fürstlich aus. 2000 Punkte erhält der Sieger. Zum Vergleich: An den europäischen Kontinentalmeisterschaften in Frankfurt am Main gibt es denselben Lohn für den Fünftplatzierten.

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