Unihockey

Die Cup-Hauptprobe misslingt

Die Kloten-Dietlikon Jets unterliegen Leader Piranha Chur im NLA-Spitzenkampf 2:4 und wissen nun, was sie am Cupfinal in zwei Wochen besser machen müssen.

Die Churerin Anja Dellagiovanna (links) taucht, verfolgt von Deborah Frei, gefährlich vor Dietlikon-Hüterin Monika Schmid auf.

Die Churerin Anja Dellagiovanna (links) taucht, verfolgt von Deborah Frei, gefährlich vor Dietlikon-Hüterin Monika Schmid auf. Bild: Balz Murer

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Drei Punkte Vorsprung hatte Piranha Chur vor dem Duell in der Dietliker Hüenerweid auf die gastgebenden Kloten-Dietlikon Jets – neun Punkte sind es jetzt. Denn die Bündnerinnen gewannen nicht nur den Spitzenkampf gegen die Jets, sondern tags darauf auch das Nachtragsspiel gegen Berner Oberland. Damit ist Chur die Tabellenführung eine Runde vor Qualifikationsschluss nicht mehr zu nehmen, den Jets bleibt die Position des ersten Verfolgers. Und die Rolle des Herausforderers. Am 23. Februar findet nämlich bereits das nächste Gipfeltreffen der beiden seit Jahren stärksten Teams der Liga statt, und zwar in der Berner Wankdorfhalle im Rahmen des Schweizer Cupfinaltags.

Die Kloten-Dietlikon Jets wollen den Titelverteidigerinnen aus dem Bündnerland nach zweijähriger Durststrecke den Cuppokal wieder abjagen. Nur: Heuer konnten die Unterländerinnen noch keine der drei Begegnungen gegen die Piranhas für sich entscheiden, sowohl der Supercup kurz vor Saisonstart als auch die beiden Meisterschaftsduelle gingen knapp verloren.

Für Chefcoach Simone Berner ist darum klar: «Wir müssen im Kopf mutiger auftreten.» Ihr Team habe in der Vergangenheit schon mehrmals eine Niederlagenserie gegen Chur verkraften müssen und es dann doch immer wieder hingekriegt mit dem Siegen. Dass es damit in dieser Saison erstmals in einem Titelkampf klappt, ist für die Trainerin gar nicht so abwegig: «Ich habe im Halbfinal gegen die Skorps eine extrem fokussierte Equipe gesehen.» Darum ist Berner überzeugt, dass ihr Team parat sein wird, wenn es darauf ankommt.

Gämperli beste Dietlikerin

Was die Jets in zwei Wochen besser machen können, hat ihnen das letzte Qualifikationsduell gegen Chur aufgezeigt. Die Bündnerinnen starteten in der Hüenerweid mit einem aggressiven Pressing und prüften Monika Schmid im Tor der Gastgeberinnen gleich mehrmals innert weniger Minuten. Die Jets hingegen bekundeten Mühe im Offensivspiel. Sekunden vor Drittelsende gingen die Gäste dann verdient in Führung: Seraina Ulber sah von der linken Seite Mitspielerin Flurina Marti, und die Verteidigerin verwertete das Zuspiel zum 1:0.

Auch im Mitteldrittel erwischten die Jets den schlechteren Start: Gerade mal 26 Sekunden waren gespielt, als Ulber in Nicole Capatt erneut eine Teamkollegin fand, die den Ball gekonnt im Tor unterbringen konnte. Für die Jets war dieses 0:2 ein Weckruf. In der 24. Minute erzielte die nach Spielschluss zur besten Dietliker Spielerin gewählte Andrea Gämperli den Anschlusstreffer, 7 Minuten später glich Julia Suter die Begegnung aus. Gelb-Blau hatte sich deutlich gesteigert, trotzdem hielt das Unentschieden nicht lange. Tanja Bühler spielte einen ersten Pass zu ungenau, und Churs Schwedin Mari Aanerud bedankte sich mit dem 3:2.

Die letzten 20 Minuten waren dann die besten dieser Partie. Beide Teams agierten nun mutig im Angriff, und die beiden Torhüterinnen Schmid und auf der Gegenseite Corinne Waldburger durften sich abermals mit guten Paraden auszeichnen. Für das Endresultat sorgte schliesslich in der 50. Minute Anja Dellagiovanna, die lanciert von Chiara Gredig einen Konter erfolgreich abschloss. Die Jets agierten in der Schlussphase noch während gut 5 Minuten mit einer sechsten Feldspielerin, erspielten sich auch gute Möglichkeiten, ein Tor gelang ihnen aber nicht mehr.

Stabilität gefordert

Simone Berner weiss, woran die Jets jetzt arbeiten können: «Wir müssen noch mehr Stabilität in unser Spiel bringen, gerade bei der Auslösung, denn sie nutzen unsere Fehler rigoros aus.» Die Trainerin verweist aber auch darauf, dass mit Tanja Stella, Laura Bürgi und Ellenor Bengtsson drei Leistungsträgerinnen krankheitshalber abwesend waren. Und die teilweise neu formierten Linien waren in dieser Meisterschaftspartie etwas weniger eingespielt als sonst. Zufrieden war Berner mit der physische Präsenz ihrer Mannschaft – und der offensichtlich grossen Enttäuschung nach Spielschluss. Sie sagt: «Das hat mir gezeigt, dass die Spielerinnen hungrig sind.» (mak / drd)

Erstellt: 11.02.2019, 16:43 Uhr

Telegramm

Kloten-Dietlikon Jets - Piranha Chur 2:4

(0:1, 2:2, 0:1). – Hüenerweid, Dietlikon. – 137 Zuschauer. – SR Keel/Siegfried. – Tore: 20. F. Marti (S. Ulber) 0:1. 21. N. Capatt (S. Ulber) 0:2. 24. A. Gämperli (K. Klapitová) 1:2. 31. J. Suter (A. Gämperli) 2:2. 36. M. Aanerud 2:3. 50. A. Dellagiovanna (C. Gredig) 2:4.

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