Unihockey

Die eine Pleite zu viel

Nach der 5:8-Heimniederlage gegen Chur stehen die Kloten-Bülach Jets zwei NLA-Runden vor Schluss als Playout-Teilnehmer fest. Die letzten Playoff-Hoffnungen waren bereits nach 22 Minuten verflogen.

Neben den Schuhen standen die Jets gegen Zug vorab im Startdrittel, in dem sie schnell drei Tore kassierten. Im Angriff indes mangelte es an Effizienz. Hier versucht der Finne Miikka Sokka nur mit Socke, die Zuger Abwehr auszuspielen.

Neben den Schuhen standen die Jets gegen Zug vorab im Startdrittel, in dem sie schnell drei Tore kassierten. Im Angriff indes mangelte es an Effizienz. Hier versucht der Finne Miikka Sokka nur mit Socke, die Zuger Abwehr auszuspielen. Bild: oto: Francisco Carrascos

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Als «Sechs-Punkte-Spiel» war die Partie der Jets gegen Zug angekündigt worden. Sechs Punkte wurden zwar auch gegen Zug nicht vergeben. Doch es war für die Jets tatsächlich mehr als nur ein Spiel. Mit einem Sieg hätten sich die Unterländer zumindest die Chancen auf einen Playoff-Platz gewahrt. Dann wäre es auf die beiden abschliessenden Spiele der Qualifikation angekommen – gegen Chur und Uster, welche die Jets bei einem Vollerfolg im Kampf um Platz 8 noch hätten ausstechen können. Doch die ganze Rechnerei war dann im Spiel gegen Zug schon nach 22 Minuten Spielzeit hinfällig. 4:0 führten die Gäste zu diesem Zeitpunkt, und die Hoffnung der Jets, sich in extremis doch noch für die Playoffs zu qualifizieren, war bereits verflogen. Zum Verhängnis wurde den Unterländern, dass sie die Anfangsphase verschlafen hatten. Nach nicht einmal anderthalb Minuten führten die Zuger mit 2:0 und brauchten dazu nicht mal viele Chancen – die Jets hatten sich schlicht überrumpeln lassen. «Ich verstehe nicht, warum diese beiden Tore fallen konnten», ­sagte Jets-Trainer Arto Riihimäki später. «So hatten wir uns den Start natürlich nicht vorgestellt.»

Kapitale Fehler

Auch in der Folge waren die Zuger besser. Die Jets leisteten sich schon im Aufbauspiel kapitale Fehler, wie beispielsweise Janis Rajeckis, der im Angriff den Ball an Zugs Topskorer Billy Nilsson verlor und dann zusehen musste, wie Marcus Thunvall beinahe den dritten Treffer für die Gäste erzielte. Die Szene war symbolhaft für den Auftritt der Jets im ersten Drittel. Im Mittelabschnitt stellte Riihimäki die zweite und die dritte Linie um, Yannick Steffen kam in die Partie. Das Spiel der Jets wurde nun besser; die Unterländer stemmten sich engagiert gegen die drohende Niederlage. Doch defensiv leisteten sie sich immer noch Unkonzentriert­heiten. So wurde Thunvall beim Stand von 3:6 völlig vergessen; der Schwede erzielte das 3:7 aus Sicht der Jets. Immerhin: Dank Fabian Zolli­ker konnten die Unterländer den Rückstand wenigstens wieder auf drei Tore verkürzen.

Instabile Blöcke

Der Schlussabschnitt war das beste Drittel der Jets. Das Heimteam liess defensiv nur noch wenig zu und erspielte sich gute Chancen, verfehlte das Tor aber immer wieder. Selbst Topskorer Mikko Immonen scheiterte mehrmals aus bester Position. Das alte Problem der Unterländer: die mangelnde Effizienz. «In der Offensive haperte es heute», sagte Riihimäki, der nach der Niederlage etwas ratlos wirkte: «Wir haben noch nicht die Linien gefunden, die immer funktionieren.» Genau das möchte der Jets-Trainer bis zum Start der Playouts noch ändern. «Wir müssen drei stabile Blöcke zusammenstellen», sagte er. «Das ist das Wichtigste.» Wichtig sind für Riihimäki aber auch die beiden letzten Partien vor den Playouts: «Wir müssen uns eine gute Ausgangslage verschaffen, es geht auch ums Heimrecht.» Dieses würden die Jets als Drittletzter geniessen. Auf diesem Rang liegt derzeit Chur. «Daher müssen wir Chur am nächsten Samstag unbedingt schlagen», so Riihimäki. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 12.02.2018, 19:12 Uhr

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