Unihockey

Die Jets können kämpfen

Nach elf Niederlagen in Folge zeigen die Kloten-Dietlikon Jets gegen Thun eine Reaktion: Sie gewinnen das Kellerduell der NLA nach grossem Einsatz mit 5:4.

Steter Unruheherd im Spiel der Jets war auch gegen Thun der Finne Markus Kulmala (links), der hier Marco Cebulla fordert.

Steter Unruheherd im Spiel der Jets war auch gegen Thun der Finne Markus Kulmala (links), der hier Marco Cebulla fordert. Bild: Francisco Carrascosa

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Und dann wurde es so richtig laut in der Ruebisbachhalle. Diejenigen der über 240 Zuschauer, die zu den Jets hielten, liessen ihrer Freude freien Lauf, und auch die Jets-Spieler feierten sich in einer grossen Jubeltraube. Die Jets waren im Schlussdrittel der Partie gegen Thun soeben in Führung gegangen: Markus Kulmala hatte vor dem Tor einen Querpass von Johannes Jokinen verwertet (48.). Ein herrliches Tor, das ­dieser umkämpften Partie eine Wende gab. Denn 34 Sekunden vor Kulmala hatte schon Yannick Jaunin nach einem Foul von Thuns Yannick Bärtschi einen Penalty verwandelt. Mit Glück zwar, denn Thuns Goalie Sven Körner hatte den Ball vermeintlich festgehalten, doch dieser kullerte dann doch noch über die Torlinie. Mit diesem verwandelten Strafstoss und Kulmalas Treffer hatten die Unterländer einen 3:4-Rückstand innert einer halben Minute in eine 5:4-Führung verwandelt.Schon zuvor war es den Jets ­gelungen, einen Rückstand zu drehen. Im ersten Drittel lagen sie nach einer Viertelstunde mit 1:2 zurück, als Fabian Zolliker erst ausglich und Basile Diemdie Unterländer dann in Führung schoss. Für diese Wende brauchten die Jets sogar nur sieben ­Sekunden.

Starker Kulmala

Es waren dieser Ehrgeiz und ­diese Hartnäckigkeit, welche die Jets im Spiel gegen Thun auszeichneten. Ein Spiel, das im Hinblick auf die Playoff-Qualifikation bedeutungslos geworden war. Denn die Unterländer hatten am Samstagabend gegen Floorball Köniz mit 4:8 verloren und damit die letzte theoretische Chance verspielt, unter die ersten acht Teams zu kommen. Von diesem Rückschlag war bei den Jets an diesem Sonntagabend aller­dings nichts zu spüren. Sie kämpften um jeden Ball. Beispielhaft dafür war eine Szene mit Kulmala, der sowohl offensiv als auch defensiv überall anzutreffen war und eine starke Leistung zeigte. Der Finne lieferte sich in der Mitte des zweiten Drittels einen Zweikampf in der neu­tralen Zone, flog dabei über die Bande und nahm unfreiwillig auf der Thuner Ersatzbank Platz. Kein Zweifel: Die Jets waren heiss. «Das war eine Willens­leistung», sagte Cheftrainer Sven Engeler. «Wir sind nach dem 3:4 nicht auseinandergefallen, im Gegensatz zu früheren Spielen. Das war heute der grosse Unterschied.»

Vergebene Chancen

Allerdings war die Chancenauswertung der Jets mangelhaft. Vor allem im Schlussdrittel. Erst traf Kulmala völlig frei stehend vor Körner das Tor nicht, dann, nach dem 5:4, tat es Alireza Tahmasebi dem Finnen gleich. Und in den letzten anderthalb Minuten, als die Gäste ohne Torhüter spielten, scheiterte Kulmala gleich zweimal beim Versuch, das leere Torzu treffen. «Da steigt das Herz­infarkt­risiko», sagte Engeler. Nun haben die Jets noch fünf Partien vor sich, bevor die Playouts beginnen. Diese sind laut Engeler aber noch kein Thema. «Wir wollen uns in den verbleibenden Spielen weiterentwickeln», sagte er. Das Ziel sei es, den Optimismus mitzunehmen. «Denn der positive Spirit, der trotz des Negativstrudels innerhalb des Teams herrscht, ist beeindruckend.»

Playout-Gegner Rychenberg?

Gegen wen die Jets in den Playouts werden antreten müssen, wissen sie freilich noch nicht. «Wir nehmen den Gegner, den wir bekommen», sagte Engeler. Momentan wäre das Rychenberg Winterthur, das auf Platz neun steht. Engeler hätte nichts dagegen: «Wir haben gegen die Winterthurer gute Leistungen gezeigt und konnten gegen sie auch gewinnen.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 21.01.2019, 16:44 Uhr

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