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Die Mustangs dürfen nochmals ran

Die Embrach Mustangs haben im PlayoffHalbfinal der NLB die Zürich Challengers ins dritte Spiel gezwungen. Nun hofft Spielertrainer Thomas Fasching auf einen letzten Homerun vor heimischem Publikum.

Die Embrach Mustangs haben den entscheidenden Sieg eingefangen. Dank eines 9:4 gegen die favorisierten Zürich Challengers geht die Karriere von ­Embrachs Spielertrainer Thomas Fasching (rechts) am kommenden Samstag auf der PZ Hard eher unerwartet in die Verlängerung.
Die Embrach Mustangs haben den entscheidenden Sieg eingefangen. Dank eines 9:4 gegen die favorisierten Zürich Challengers geht die Karriere von ­Embrachs Spielertrainer Thomas Fasching (rechts) am kommenden Samstag auf der PZ Hard eher unerwartet in die Verlängerung.
Leo Wyden

Und plötzlich lief es rund für die Mustangs. Die Embracher standen im siebten Inning in der zweiten Partie des Playoff-Halbfinals gegen die Zürich Challengers und hatten zuvor keinen einzigen Run geschafft, die Challengers hingegen lagen mit sechs Runs in Führung. Doch dann wendete sich das Blatt. Erst konnten drei Embracher die vier Bases durchlaufen und sich damit drei Runs gutschreiben lassen. Dann war Thomas Fasching als Schlagmann an der Reihe. Der Rorbaser traf den Ball und rannte gleich los zur ersten Base, sein Teamkollege Adrian Carmenate konnte dabei die vierte Basis erreichen. Wieder ein Run für die Mustangs, und Fasching war ja noch im Rennen. Nun war Rico Bollhalder als Schlagmann gefragt. Er hatte mehr Mühe, den Ball zu treffen. Fasching konnte zwar noch die zweite Base erreichen. Doch beim Versuch, zur dritten Base zu rennen, wurde er jäh gestoppt – die Challengers waren schneller gewesen und hatten den Ball vor ihm zur Base geworfen. Fasching war damit draussen, die Partie zu Ende, und Embrach musste eine knappe Niederlage akzeptieren.

Überraschende Dominanz

«Schade!», sagte Thomas Fasching nach diese zweiten Partie des Tages. «Wir haben zu spät begonnen, den Ball zu schlagen. Es ist enttäuschend, das Spiel so zu verlieren.» Die Niederlage schmerzt Fasching umso mehr, als seine Mustangs mit einem Sieg die Best-of-three-Serie gegen die Challengers bereits an diesem Spieltag hätten für sich entscheiden können. Denn Fasching und seine Teamkollegen hatten die erste Playoff-Partie gegen die Zürcher regelrecht dominiert. 9:4 hatten sie das Spiel gewonnen und damit für eine veritable Überraschung gesorgt. «Man darf aber auch nicht vergessen: Wir sind klarer Aussenseiter», gibt Fasching zu bedenken, «und es ist uns gelungen, ihnen ein Spiel wegzunehmen.»

Fokus aufs Holzfällen

Ein Spiel, das den Embrachern nun wider Erwarten eine weitere Playoff-Partie einbringt – und Fasching eine Verlängerung seiner Baseballkarriere. Der 36-Jährige tritt nach dieser Saison zurück. «Ich will mich auf meine Karriere im Timbersports konzentrieren», begründete der gebürtige Österreicher seinen Abschied vom Baseball, in dem er 18 Jahre lang aktiv gewesen ist. Im November wird Fasching dann an den Weltmeisterschaften im Sportholzfällen teilnehmen. Dass er in Embrach am nächsten Wochenende nochmals gefordert sein wird, stört Fasching aber nicht – im Gegenteil. «Ich hatte den Jungs vor den beiden Spielen gesagt, dass ich unbedingt nochmals daheim spielen möchte und sie daher eine der beiden Partien gegen die Challengers gewinnen müssen», sagt er schmunzelnd. «Und sie haben auf mich gehört.» Nun hofft Fasching, dass seine Mustangs im dritten und entscheidenden Playoff-Spiel am kommenden Samstag in Embrach an die Leistung in der ersten Partie anknüpfen können. Dabei sieht er sein Team durchaus psychologisch im Vorteil: «Die Challengers werden wohl nervöser sein als wir. Wir sind viel weiter gekommen, als wir das im Vorfeld erwartet hatten.» Und was wünscht er sich in seiner vielleicht letzten Partie im Trikot der Mustangs? Fasching lächelt und sagt: «Ein Homerun wäre schön.»

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