Radquer

Die Rüeggs fahren im Schnee zu Gold

An der Schweizer Meisterschaft in Sion haben die Aktiven des VC Steinmaur Glanzresultate erreicht, allen voran die Geschwister Rüegg. Timon Rüegg holte Elite-Gold, seine Schwester Noemi wiederholte den Vorjahressieg bei den Juniorinnen.

Timon Rüegg kämpfte sich in Sion durch Eis, Schnee und Dreck – und wurde dafür belohnt.

Timon Rüegg kämpfte sich in Sion durch Eis, Schnee und Dreck – und wurde dafür belohnt. Bild: Keystone

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Auf dem wegen Regen und Schnee matschigen Rundkurs von Sion versuchte Titelverteidiger Lars Forster, im Elite-Rennen seiner Favoritenrolle von Anfang an gerecht zu werden. Der Sieger von Eschenbach und Zweitplatzierte von Meilen drückte mit dem Startschuss aufs Tempo. Die Mitfavoriten Timon Rüegg, Andri Frischknecht, Simon Zahner und Marcel Wildhaber liessen sich jedoch nicht so leicht abschütteln.

«Ich habe Forster nie aus den Augen gelassen. Bei Rennhälfte hatte ich zwar einige Meter Rückstand, dann aber hat er einen Fahrfehler mit einem leichten Sturz gemacht. Da konnte ich wieder zu ihm aufschliessen», berichtete Timon Rüegg. Die Strecke habe ihm sehr gut gefallen, fügte er an.

Der am 24. Januar 1996 geborene und erstmals in der Elite-Kategorie fahrende Oberweninger witterte seine Chance. «Nach der Einholung von Forster bin ich selber in die Offensive gegangen und habe angefangen, das Tempo zu bestimmen. Mir ist es optimal gelaufen, sodass Forster nicht mehr mithalten konnte.» In der Schlussrunde war es dann auch nicht etwa der Titelverteidiger und amtierende Mountainbike-Europameister, sondern Andri Frischknecht, der Rüegg forderte: «In der Endphase hat er mächtig aufgedreht und ist immer näher gekommen. Auf der letzten Runde musste ich all meine Kräfte mobilisieren, um vorne zu bleiben.» Am Schluss rettete Rüegg vier Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Mann der Meisterschaften

Mit diesem Sieg war die Überraschung, auch für Timon Rüegg selber, perfekt: «Ich wusste zwar, dass ich gut in Form bin und mit einem guten Rennen eine Medaille holen kann. Aber dass ich an der ersten Schweizer Meisterschaft als Elite-Fahrer gleich meinen ersten Sieg einfahren würde, damit hätte auch ich nicht gerechnet.» Doch so überraschend der Erfolg auch kam – gestohlen hat Rüegg den Sieg nicht.

Denn der Oberweninger ist ein Mann der Meisterschaften. Neben den zwei U-23-Meistertiteln von 2018 und 2016 hatte ­Rüegg in dieser Kategorie 2017 die Silber- und 2015 die Bronzemedaille gewonnen. 2014 war er bei den Junioren auf den zweiten Rang gefahren. Damit hat Rüegg seit 2014 von jeder Schweizer Meisterschaft eine Medaille mit nach Hause gebracht. Als Elite-Meister darf er nun während der ganzen Saison das Meistertrikot tragen. Als Schweizer Meister wird Timon Rüegg dem Querfeldein-Sport treu bleiben: «Ich sehe mich in erster Linie als Querfahrer. Das nächste grosse Ziel ist die WM Anfang 2020 in Dübendorf.» Vorher, nämlich in den kommenden Wochen, steht nun nochmals ein Weltcuprennen in Holland und Anfang Februar die Weltmeisterschaft in Dänemark auf seinem Programm. Dort will Timon Rüegg als frischgebackener Schweizer Meister weiter für Furore sorgen.

Noemi Rüegg verteidigt Titel

Noemi Rüegg sorgte in Sion dafür, dass zwei der begehrten Meistertrikots nicht nur an den Velo-Club Steinmaur, sondern auch an die Familie Rüegg in Oberweningen gingen. Bei den Juniorinnen war die 17-Jährige als Titelverteidigerin eine Klasse für sich. Sie holte sich mit einem Vorsprung von 53 Sekunden einen klaren Sieg. Die von ihr ­herausgefahrene Zeit hätte dazu gereicht, dass Rüegg in dem von Jolanda Neff gewonnenen Frauenrennen mitten unter die Elite gefahren und Dritte geworden wäre. «Im Gegensatz zu den anderen Rennen sind die Juniorinnen nicht mit der Elite gefahren, sondern einige Minuten später gestartet. Von daher können die Zeiten nicht genau verglichen werden. Es freut mich trotzdem, dass ich die drittbeste Zeit des ­Tages geschafft habe», kommentierte Noemi Rüegg nach der ­gelungenen Titelverteidigung. Neben den beiden Rüeggs konnten die übrigen Unterländer mit der Ausbeute der diesjährigen Querfeldein-Schweizer-Meisterschaft zufrieden sein.

Im Rennen der Frauen-Elite fuhr Svenja Wüthrich vom RV Rieden-Wallisellen auf den 6. Rang. Ebenfalls auf Platz 6 landete bei seinem erst zweiten Start der laufenden Saison der Steinmaurer Mauro Schmid in der Kategorie U-23. Jérôme de Meurichy aus Niederweningen wurde im Rennen der Junioren Zwölfter. Denselben Rang erreichte im Elite-Rennen auch Lukas Müller (Steinmaur). In der Kategorie ­U-23 resultierte für Oliver Weber (Neerach) der 14. Rang, Fabian Aregger (Steinmaur) kam als 23. ins Ziel. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 14.01.2019, 16:47 Uhr

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