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Die ZuZu-Beacher greifen wieder an

Am zweiten Turnier der höchsten nationalen Serie A1 geht die Beachvolleyball-Saison für die Spitzenduos von ZuZu-Beach heute Freitag in Genf erst so richtig los.

Sébastien Chevallier (links) und Alexei Strasser jubeln auf dem Berner Bundesplatz. Das ZuZu-Beach-Duo setzte sich am Ende der Saison 2017 gegen die Nationalteams durch und gewann den Schweizer-Meister-Titel.
Sébastien Chevallier (links) und Alexei Strasser jubeln auf dem Berner Bundesplatz. Das ZuZu-Beach-Duo setzte sich am Ende der Saison 2017 gegen die Nationalteams durch und gewann den Schweizer-Meister-Titel.
Adrian Knecht

Gut sechs Wochen nach dem Zürcher Hauptbahnhof macht die höchste Schweizer Turnierserie A1 in Genf halt. In der temporären Arena des Turniers in der Westschweizer Metropole, die sich heuer erstmals am Port Noir befindet, fehlen die Nationalspielerinnen und -spieler komplett. Die international startenden Duos stehen am zeitgleichen World-Tour-Turnier im brasilianischen Itapema im Einsatz. Doch auch wenn die Ganzjahres-Beacher wieder auf einheimischem Sand antreten, dürften sie zumindest im Männerfeld nicht mehr so leichtes Spiel haben wie zum A1-Tour-Start in Zürich.Denn mittlerweile haben auch die ambitionierten Duos der erweiterten nationalen Spitze das Beachvolleyball-Training aufgenommen – und sinnen darauf, den Nationalteams da und dort ein Bein zu stellen.

Einer Formation von ZuZu-Beach, der Beachvolleyball-Sektion des VBC Züri Unterland, gelang das im vergangenen Jahr wunschgemäss. Der Zürcher Blockspezialist Alexei Strasser und der Wahl-Winterthurer Sébastien Chevallier, die 2014 als Nationalspieler erstmals gemeinsame Sache gemacht hatten, fanden 2017 in der Klotener Beachtown wieder zusammen. In Genf erreichten sie vor Jahresfrist das Podest, in Basel den2. Platz – und zum krönenden Abschluss gewannen sie auf dem Berner Bundesplatz den Final der Schweizer Meisterschaft. «Zu toppen ist das Ergebnis ja gar nicht», sagt Thomas Schatzmann, einer der beiden Sport­manager von ZuZu-Beach, «aber wenn sie wieder in Form sind und neben ihren beruflichen und sportlichen Engagements genügend Zeit für das gemeinsame Training finden, können sie jederzeit um den Turniersieg spielen, auch in Bern wieder.»

Neuer Partner für Berta

Die beiden Routiniers trainieren wie schon im Vorjahr in Kloten selbstständig sowie unter der Leitung der Schweizer Trainer-Koryphäe Marc Gerson, der einmal pro Woche aus Bern angereist kommt. Einer ihrer Sparringspartner ist indes seit dem Trainingsbeginn Ende April neu.

Luca Müller, den bisherigen Kompagnon Fabio Bertas, plagen seit dem Ende der Hallen-Volleyballsaison solch starke Rückenschmerzen, dass er kurzerhand für die gesamte Beach-Spielzeit Forfait geben musste. Glücklicherweise brauchte Berta nicht lange nach einem Ersatz zu suchen: Raphael Licka, in der Halle eine der tragenden Grössen in Züri Unterlands NLB-Team, kam gerade von einem mehrmonatigen Brasilien-Aufenthalt zurück und suchte noch einen Mitspieler. «Für Raphael ist das eine super Chance», sagt Schatzmann, «er kann jetzt mit einem starken, passenden Blockspieler zeigen, wozu er im Sand fähig ist.»

Mit den Plätzen 3 und 2 haben Berta/Licka an ihren ersten gemeinsamen Turnieren der dritthöchsten Serie (A3) bereits zu überzeugen vermocht. In Genf haben die beiden dank des Fehlens der Nationalteams ihren Platz im Hauptfeld bereits auf ­sicher. An Turnieren, an denen hochkarätige Konkurrenz mit von der Partie ist, wird es für sie dagegen zunächst darum gehen, die Qualifikation zu überstehen. «Die Halbfinals sollten aber auch dann immer für sie drinliegen», schätzt Schatzmann.

Via Baden nach Buenos Aires

Ähnlich präsentiert sich die Ausgangslage für Raphael Lickas Schwester Anja und ihre Mitspielerin Fabienne Geiger. Zu Beginn ihrer dritten gemeinsamen Saison dürften sie zwar noch eine ­gewisse Anlaufzeit benötigen, nachdem sie studienbedingt auf das Trainingslager auf Mallorca verzichten mussten. «Ihnen fehlt der gute Aufbau», sagt ihr Trainer Kurt Brunner. «Aber ab Juni sollten sie an den A1-Turnieren gut mitspielen können und ihr Saisonziel erreichen: die Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften in Bern.»

In der Qualifikation von Genf tritt heute Freitag das vielversprechendste ZuZu-Beach-Nachwuchs-Duo an: Mara Betschart und Céline Baumann. «Sie sind sehr gut unterwegs, haben technisch und athletisch ganz schöne Fortschritte gemacht, jetzt gilt es für sie, Spielpraxis zu sammeln», erklärt Kurt Brunner. Ein erster Saisonhöhepunkt der beiden 17-Jährigen steht bereits im Juni auf dem Programm, wenn sie in Baden zum zweiten Qualifikationsturnier für die Olympischen Jugend-Sommerspiele vom Oktober in Buenos Aires antreten werden. Weitere Einsätze an Nachwuchs-Europa- oder Weltmeisterschaften der Stufen U-18 bis U-20 könnten für die beiden ambitionierten Spielerinnen des Klotener Coaches heuer folgen, sind aber derzeit noch offen.

Ein prominenter Neuzuzug

Neu zur Elite-Trainingsgruppe Brunners und seines Assistenten Florian Heidrich zählen auch Züri Unterlands NLB-Angreiferin Steffen und die Schweizer Hallenvolleyball-Nationalspielerin Laura Unternährer. «Sie haben sicherlich ein grosses Potenzial, Laura muss sich aber erst noch so richtig an das Spiel auf Sand gewöhnen, und punktemässig dürfte es ihnen in diesem Jahr noch nicht für Starts an den A1-Turnieren reichen», sagt Brunner. Dies umso mehr, als beide aufgrund von Verletzungen und einer Operation bisher noch gar nicht oder nur sehr eingeschränkt trainieren konnten. Vorderhand könnten daher weitere Duos aus der brunnerschen Eliteschmiede für Erfolgsmeldungen sorgen: Paula Widmer / Rebekka Merkofer etwa oder die neu gebildeten Formationen Alaia Adler / Janick Schaltegger und Eva Krieger / Tamara Riesen.

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