Bülach

Doppelte Osterüberraschung

Mit Ganador und Prado stellte Trainer Pepi Stadelmann gleich zwei Sieger in Fehraltorf.

Die strahlende Siegerin Sabina Mokrosova mit dem sechsjährigen Wallach Ganador.

Die strahlende Siegerin Sabina Mokrosova mit dem sechsjährigen Wallach Ganador. Bild: Werner Bucher

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Die traditionellen Pferderennen am Ostermontag in Fehraltorf waren ein wahres Volksfest mit 10000 Zuschauern, die mit viel Begeisterung die spannenden Rennen der Galopper und Traber mitverfolgten. Die Anwesenden wurden auch diesmal nicht enttäuscht: Entscheidungen um Nasenlänge oder überraschende Siege sorgten für eine grandiose Stimmung bei schönstem Wetter, nachdem vor einer Woche noch Schnee auf der Piste lag. Auf diesem Geläuf gewann Sociopath aus dem Stall von Pepi Stadelmann und war damit Favorit für das gestrige Eröffnungsrennen über 2500 Meter.

Es war aber nicht der siebenjährige Wallach, der das Rennen gewann, sondern sein Trainingsgefährte Ganador unter Sabina Mokrosova aus Dielsdorf. Die 25-jährige Berufsreiterin aus Tschechien feierte nach sieben Jahren ihren ersten Sieg. «Huereguet», freute sie sich in gebrochenem Deutsch nach ihrem überraschenden Erfolg. Trainer Pepi Stadelmann meinte zum Sieg seines Schützlings: «Ganador hatte seine Chance, aber dass er so leicht gewinnen konnte, ist nicht selbstverständlich.»

Zwei Siege in einer Stunde

Nur gut eine Stunde später konnte Stadelmann schon wieder zu einer Siegerehrung auf die Rennbahn. Diesmal war es sein Pablo, der das Inländerrennen unter Naomi Heller gewonnen hatte. Der siebenjährige Wallach musste diesen Erfolg hart erkämpfen und gewann mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 56,06 km/h mit nur einer Halslänge Vorsprung auf den Favoriten Just Moritz. Ganador und Prado starten für den Stall Husmatt mit Pepi Stadelmann als Hauptverantwortlichem. Zusammen mit Rita Seeholzer betreut der ehemalige erfolgreiche Rennreiter seine Pferde auf der Rennbahn in Dielsdorf und buchte seit dem Jahre 2000 insgesamt 249 Siege und 1482 Platzierungen in den Geldrängen. «Den letzten Doppelsieg hatten wir mit Ganador und Prado im letzten Jahr in Frauenfeld», erinnert sich Rita Seeholzer.

Im galoppsportlichen Hauptereignis konnte Stadelmanns Rio Chico mit den Besten nicht mithalten und musste sich mit dem 7. Rang geschlagen geben. Gewonnen wurde die Prüfung vom Aussenseiter Qatar Diamond. Hinter Hürdensieger November Rain, im Training bei Andreas Schärer, Niederhasli, belegte Ae Fananah unter Ja Mbaye nach einem dramatischen Rennverlauf den 2. Rang. Die Stute wird von Isabelle Chrenka-Klein aus Oberweningen trainiert. Mit Qadan brachte Karin Suter aus Steinmaur ein erfolgversprechendes Pferd an den Start des ersten Rennens.

Fohlen als Ostergeschenk

Der siebenjährige Wallach unter Dennis Schiergen platzierte sich in der Endphase der Prüfung in eine gute Ausgangsposition und liess plötzlich nach. Die Trainerin: «Qadan verlor vorne rechts ein Eisen und kam so aus dem Rhythmus.» Suter ist mit bisher 223 Siegen nicht nur eine erfolgreiche Trainerin, sondern auch Züchterin mit ihrer Superstute Soul of Magic, die bisher sieben Fohlen auf die Welt brachte. «Am Ostersonntag war es ein braunes Hengstlein mit grossen Ohren und weisser Blesse, wie sie seine Mutter hat», freut sich Suter über das Ostergeschenk, das im grenznahen Vollblutgestüt Berwangerhof aufwachsen wird.

Erstellt: 22.04.2019, 22:23 Uhr

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