Opfikon

Erstmals zuoberst auf dem Treppchen

Ian Raubal vom TV Opfikon-Glattbrugg ist Schweizer Meister im Kunstturnen der Junioren. Neben dem Sieg im Mehrkampf holte er auch noch drei Medaillen in den Gerätefinals.

Mit Willenskraft und Routine setzt sich Ian Raubal gegen die nationale Konkurrenz durch.

Mit Willenskraft und Routine setzt sich Ian Raubal gegen die nationale Konkurrenz durch. Bild: Marco Mosimann

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In Abwesenheit des aus Altersgründen nicht mehr zugelassenen Titelverteidigers Dominic Tamsel war der Platz frei für einen neuen Schweizer Junioren Meister. Als Favorit stieg in Zuchwil Ian Raubal ins Rennen. Ab der Hälfte der sechs Geräte führte der 18-Jährige vom TV Opfikon-Glattbrugg das Zwischenklassement an. Vor dem letzten Durchgang betrug sein Vorsprung 1,299 Punkte auf den Tessiner Mattia Pifaretti. Doch es blieb spannend bis zum Schluss, denn Raubal musste ans Zittergerät Pauschenpferd und Pifaretti an die Ringe, wo hohe Noten einfacher zu erreichen sind. Raubal begann am Pferd stark. Virtuos wanderte er im Stütz über den Pferdrücken, doch gegen Ende kam er ins Straucheln und hängte an. Mit Willenskraft und Routine verhinderte er jedoch das Absteigen vom Gerät und rettete sich damit die Goldmedaille.

Mit 0,299 Punkte Vorsprung auf Pifaretti durfte sich Ian Raubal zum Schweizer Juniorenmeister im Kunstturnen küren lassen. «Ich bin mega froh, dass es aufgegangen ist. Noch nie bin ich an einer Schweizer Meisterschaft zuoberst auf dem Podest gestanden», sagte ein ausgesprochen glücklicher Ian Raubal nach dem ersten Wettkampfteil.

Turnfest mit grossen Namen

In den Gerätefinals am Sonntagnachmittag durfte sich der Unterländer dann noch drei weitere Medaillen umhängen lassen: Er holte Silber am Barren, Silber an den Ringen und Bronze am Pauschenpferd. Doch Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, bleibt dem 18-Jährigen kaum. Am 15. Juni findet in Aarau das Eidgenössische Turnfest (ETF) statt. Bei der letzten Austragung war Ian Rauball noch im P3 am Start und wurde guter Zweiter. «Das ETF ist speziell. Jetzt turne ich im Wettkampf mit dem Nationalkader, mit all den grossen Namen», meint Raubal dazu. Schon bald wird er sich daran gewöhnen. Im Sommer wechselt er ins nationale Leistungszentrum nach Magglingen und wird dann regelmässig mit dem Nationalkader trainieren.

Marc Heidelberger (TV Rümlang) gelangen in Zuchwil nicht alle Geräte nach Wunsch. Vor dem letzten Durchgang lag der 17-Jährige noch auf Kurs, um eines der begehrtem SM-Diplome zu ergattern. Er kam an eines seiner Paradegeräte, den Sprung. Marc Heidelberger wagte viel und zeigte eine Radwende auf den Sprungtisch, gefolgt von einem Salto rückwärts gestreckt mit zwei ganzen Drehungen um die Längsachse (Tsukahara gestreckt mit Doppelschraube). Leider kam er zu tief und stürzte. Am Ende verpasste er den 8. Diplomrang um winzige 0,01 Punkte und wurde Neunter. Am Sonntag brillierte er am Boden und holte souverän Gold und verteidigte damit in dieser Disziplin seinen Titel vom Vorjahr.

Null Punkte fehlen zum Sieg

Wie hart ein Reglement sein kann, erfuhr der 13-Jährige Colin Schmid (Niederglatt). Mit 0,00 Punkten Rückstand auf den Sieger wurde er im P4 Zweiter. Die Regel besagt, dass bei Punktgleichheit die besten fünf Geräte zählen. Zum Verhängnis wurde ihm sein Startgerät Barren. «Ich war wohl zu nervös», erklärte er. Doch Schmid bewies in der Folge, dass er ein Kämpfer ist, denn er gab nicht auf und schob sich von Durchgang zu Durchgang an die Spitze des Klassements. Am Ende konnte er sich wie auch Nico Oberholzer (TV Opfikon-Glattbrugg) in der Teamwertung P4 doch noch Gold umhängen lassen.

Erstellt: 05.06.2019, 07:05 Uhr

Juniorinnen

Matilda Pohl gewinnt Gold und Bronze

An den Schweizer Meisterschaften der Juniorinnen in Neuenburg erturnte sich Matilda Pohl (TV Opfikon-Glattbrugg) in der Teamwertung P2 Gold sowie im Mehrkampf Bronze. Nach mehreren 4. Plätzen in dieser Saison ging es im wichtigsten Wettkampf nun endlich auf für die 10-Jährige aus Wallisellen, die im Regionalen Leistungszentrum Zürich trainiert. Im P1 klassierte sich Eleonora Hasanmetaj aus dem Kunstturnen Bülach auf dem 27 Rang. (rr)

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