Bülach

«Es steckt viel harte Arbeit dahinter»

Jeremy Seewer hat als Dritt- und Viertschnellster der beiden Läufe den Grand Prix von Indonesien in Palembang als Drittplatzierter der Tageswertung beendet.

Der Bülacher Jeremy Seewer belegt in der Gesamtwertung seiner erst zweiten Saison in der Motocross-Topklasse MX-GP den 3. Rang.

Der Bülacher Jeremy Seewer belegt in der Gesamtwertung seiner erst zweiten Saison in der Motocross-Topklasse MX-GP den 3. Rang. Bild: Yamaha-Racing

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Damit erreichte er in der höchsten Motocross-Kategorie MX-GP zum zweiten Mal in seiner Karriere das Grand-Prix-Podest. Als ebenfalls Drittplatzierter der Gesamtwertung fährt der Bülacher seit Wochen vorne mit.

Jeremy Seewer, sind Sie selbst auch ein wenig überrascht darüber, dass es Ihnen heuer trotz der Lungenentzündung während der Saisonvorbereitung konstant so gut läuft?

Überrascht nicht, es war ja mein Ziel, in die Top 5 zu fahren – und in der MX-GP-Klasse ist das Podest dann nicht mehr weit. Wenn ich das nicht erreicht hätte, wäre ich jetzt enttäuscht. Von daher bin ich eher erleichtert als überrascht. Ich freue mich natürlich riesig darüber, dass es so gut läuft. Auch wenn die guten Resultate schon fast zur Normalität geworden sind und ich jetzt immer mehr und mehr möchte.

Wo sehen Sie die Gründe für die vielen guten Resultate?

Da kommen viele Faktoren zusammen und führen dazu, dass alles funktioniert und ich mich auf dem Töff happy fühle. Es steckt viel harte Arbeit dahinter. Und ein Team, das einen sehr guten Job macht, mir das ermöglicht, was ich will, mir Vertrauen gibt und keinen Druck macht.

Gab es einen Moment, in dem es Klick gemacht und von dem an Sie gemerkt haben, dass von nun an ganz vieles möglich ist?

Es waren eigentlich zwei solche Momente: zuerst die intensive Testwoche in Italien, die wir nach den ersten GP der Saison absolviert haben. Dort ist es schon vorwärts gegangen. Kurz danach bin ich am GP von Portugal zum ersten Mal Vierter geworden. Das hat mir gezeigt, dass jetzt wirklich alles zusammenpasst.

Das Material scheint ja auch sehr gut zu funktionieren. Zwei Yamaha-Fahrer sitzen Ihnen im WM-Klassement unmittelbar im Nacken, und Ihr Teamgefährte Romain Febvre hat zuletzt in Indonesien ein Rennen gewonnen. Was macht Ihre YZ 450 FM so stark?

Das Grundprinzip des Töffs ist sehr gut. Aber noch wichtiger ist, wie intensiv Yamaha im Moment arbeitet. Die Firma investiert sehr viel in den Nachwuchs, in die zwei starken Teams, in die Weiterentwicklung der Modelle. Auch die Zentrale in Japan pusht enorm, um wieder an die Spitze zu kommen.

Sie haben vorhin gesagt, dass Sie nach den bisherigen Erfolgen mehr und mehr erreichen wollen. Was liegt in dieser Saison denn noch alles drin?

Natürlich schaue ich immer den nächsten Schritt an. Aber mein Ziel behalte ich weitestgehend neutral. Ich versuche, mich von Rennen zu Rennen zu konzentrieren, mein Bestes zu geben, uns immer in die Top 5 zu fahren. Ein GP-Sieg ist schwierig zu schaffen, der WM-Leader Tim Gajser fährt im Moment wirklich sehr stark. Aber hinter ihm ist alles möglich. Auch der 2. Platz in der WM-Gesamtwertung am Ende der Saison.

Erstellt: 09.07.2019, 21:43 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare