Alkmaar

Fabian Lienhard behauptet sich gut

Der Steinmaurer hat das Elite-Strassenrennen der EM im holländischen Alkmaar als bester Schweizer im 17. Rang beendet. Seinen jüngeren Clubkollegen war weniger Erfolg vergönnt.

Der Steinmaurer Fabian Lienhard geht im EM-Strassenrennen das hohe Tempo in der Verfolgergruppe voll mit.

Der Steinmaurer Fabian Lienhard geht im EM-Strassenrennen das hohe Tempo in der Verfolgergruppe voll mit. Bild: Swiss Cycling / Arne Mill

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Am Ende des vom Italiener Elia Viviani gewonnenen Strassenrennens äusserte sich Fabian Lienhard nur zum Teil differenziert: «Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, nicht jedoch mit dem Rang. Schön wäre es gewesen, wäre ich so um den 10. Platz herum ins Ziel gefahren.» Am Schluss musste sich Lienhard mit dem 17. Rang begnügen. Damit beendete der Steinmaurer das Rennen als Bester der sechs gestarteten Schweizer. Von den Eidgenossen fuhr neben Lienhard allerdings lediglich der Aargauer Silvan Dillier bis ins Ziel.

Dass am Ende kein besseres Resultat für ihn herausschaute, lag daran, dass Lienhard und Dillier nicht über die Rennsituation informiert waren. «Nach einer Auftaktschlaufe von 46 Kilometern mussten wir in der Stadt Alkmaar noch elf Runden absolvieren», berichtete Lienhard, «diese Runden haben riesige Zuschauermengen an den Streckenrand gelockt.» Als 50 Kilometer vor dem Ziel des über 172 Kilometer führenden Rennens 13 Fahrer wegfuhren, fand kein Schweizer in der Fluchtgruppe Unterschlupf. «Da hätte von uns einer dabei sein müssen», meinte Lienhard hernach. Allerdings fiel die Spitzengruppe gegen Ende des Rennens auseinander: Ein Trio um den neuen Europameister Viviani zog davon und machte die Medaillen unter sich aus. Doch die restlichen 10 Fahrer wurden in der Schlussrunde vom Feld gestellt. «Dillier und ich haben nicht richtig realisiert, dass es nach der Einholung dieser Spitzenfahrer um den4. Rang ging. Sonst hätten wir im Spurt mehr riskiert.»

Aufholjagd kostet Kraft

Allerdings hätte nur wenig gefehlt, und für Fabian Lienhard und die anderen Schweizer wäre das Rennen schon nach wenigen Kilometern gelaufen gewesen: «Kurz nach dem Start hat sich das Feld nach einer Windkante in drei Teile geteilt. Da sind wir schon 50 Sekunden zurückgelegen», schilderte Lienhard, «zum Glück haben auch einige Holländer den Anschluss verpasst, dann aber dafür gesorgt, dass wir nochmals nach vorne kamen.» Diese Aufholjagd kostete jedoch jene Kraft, die den Schweizern fehlte, um in der Spitzengruppe der letzten Kilometer dabei zu sein.

So gesehen zeigte sich Lienhard mit dem 17. Rang am Ende doch zufrieden. «Von 148 gestarteten Fahrern haben nur 42 das Rennen beendet. 20 davon fuhren noch um den 4. Platz, darunter auch ich», rechnete er vor, «das zeigt, dass meine Form nicht so schlecht ist.» Dies gilt umso mehr, als der Steinmaurer auch bekannte Namen wie etwa Mike Teunissen, der an der Tour de France heuer das erste Gelbe Trikot trug, sowie den Ex-Weltmeister Mark Cavendish hinter sich liess. Mit Blick auf die Burgos-Rundfahrt in Spanien, die heute Dienstag beginnt und an die Lienhard direkt von Holland aus reiste, stimmte ihn das zuversichtlich.

U-23-Fahrer ohne Fortune

Nicht ganz so gut wie Fabian Lienhard schnitten seine Steinmaurer Clubkollegen im Strassenrennen der unter 23-Jährigen ab. Am Samstag spurteten im Strassenrennen ihrer Altersstufe nicht weniger als 37 Fahrer um den Sieg. In diesem Spitzenfeld, das vom Italiener Alberto Dainese gemeistert wurde, befand sich auch Johan Jacobs. Er beendete das Rennen im 30. Rang. Damit war Jacobs hinter Stefan Bissegger (8.) und Robin Froidevaux (9.) der drittbeste Schweizer. Sein Fazit fiel positiv aus: «Es war ein hartes Rennen, mit hohem Tempo von Anfang bis Ende. Wir waren aber immer gut mit dabei – nur am Schluss hatten wir etwas Pech mit dem Gegenwind, sodass wir im Sprint nicht mehr ganz vorne mit dabei waren und es zu keinem Topresultat gereicht hat.»

In dieser Kategorie beendeten nur 52 Fahrer das Rennen. Zu den Aufgebenden gehörte auch Mauro Schmid. «Nach 5 Kilometern war das Rennen für mich leider schon fast vorbei, weil ich auf dem Pavé-Sektor abgeschossen worden war und danach auch noch meine Kette verklemmt war», erklärte der Steinmaurer, «mit einer Minute Rückstand habe ich das Rennen zwar wieder aufgenommen, aber am Anfang war das Tempo zu hoch, um eine Chance zu haben, jemals wieder heranzukommen.»

Erstellt: 13.08.2019, 00:04 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Werbung

Branchenbox

Die wöchentliche Seite in der Printausgabe des «Zürcher Unterländer». Ihre Kontaktangaben immer online abrufbar.