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Für Kloten ist fast alles noch möglich

Vor der letzten Doppelrunde weist die Tabelle der Männer-NLA ein ungewöhnliches Bild auf. Ganze drei Punkte trennen den Zweitplatzierten Chênois vom Siebten und Vorletzten Kloten.

Klotens Captain Denis Bernhard blickt der letzten NLA-Doppelrunde gespannt entgegen.
Klotens Captain Denis Bernhard blickt der letzten NLA-Doppelrunde gespannt entgegen.
Sibylle Meier

«So etwas habe ich noch nie erlebt, normalerweise sind in der NLA vor den letzten beiden Spielen der Qualifikation die meisten Entscheidungen schon gefallen», sagt Denis Bernhard, «dieses Jahr ist aber noch fast alles möglich.» In der Tat steht vor den abschliessenden Meisterschaftsrunden vom kommenden Samstag und Sonntag lediglich der im Vorjahr entthronte Serienmeister Muttenz als Qualifikationssieger fest, während Neuling Wädenswil als abgeschlagenes Schlusslicht direkt in die NLB absteigt.

Kloten seinerseits liegt punktgleich mit Lugano und Meyrin auf­grund des schlechtesten Spielverhältnisses der drei Teams auf dem 7. und vorletzten Platz der Rangliste. Wer diesen am Ende der Qualifikation innehat, muss hernach im Auf-/Abstiegs-Playoff gegen den Verlierer des NLB-Finals um den direkten Aufstieg versuchen, den Ligaerhalt zu sichern. Normalerweise. Doch passend zu dieser kuriosen NLA-Saison ist es eine Etage tiefer, in der NLB, zu einem Novum gekommen. Der ZZ Lancy ist mit je einer Equipe in der Gruppe 1 und der Gruppe 2 der NLB vertreten – und beide stehen bereits als Qualifikationssieger fest. Da jedoch nur ein Team eines Klubs der NLA angehören darf, entfällt der Aufstiegsfinal. Die Folge: Lancy I schafft die Promotion, Lancy II bleibt in der NLB – und der Qualifikationssiebte der NLA im Tischtennis-Oberhaus.

«Das nimmt uns natürlich den Druck: Für uns geht es jetzt nur um die Playoff-Qualifikation, absteigen können wir nicht mehr», meint Denis Bernhard, «so haben wir nichts zu verlieren.» Die Playoffs möchte der Rorbaser in Klotener Diensten erreichen, weil er und sein Teamkollege Andrin Melliger zuletzt immer besser in Form gekommen seien «und weil es ja sehr schade wäre, wenn die Saison nach diesem Wochenende schon vorbei wäre».

Wichtiger Heimvorteil

Ein Sieg im Direktduell gegen das punktgleiche Meyrin am Sonntag um 14 Uhr im heimischen Zen­trum Schluefweg könnte zum6. Platz in der Endtabelle und zum damit verbundenen Einzug in die Playoff-Viertelfinals reichen. Setzen sich die Flughafenstädter tags zuvor am selben Ort auch gegen das viertplatzierte Veyrier durch, könnten sich ­Denis Bernhard und Co. gar den 4. Platz und somit das Heimrecht in der ersten und einer möglichen entscheidenden dritten Playoff-Viertelfinal-Partie sichern. Die Chancen dafür stehen nicht zuletzt deswegen gut, weil die beiden Genfer Teams am Wochen­ende neben Kloten auch beim starken Vorjahres-Schweizer-Meister Wil anzutreten haben. «So weit habe ich aber noch gar nicht gedacht», gesteht Bernhard lachend, «ich möchte einfach erst mal die Playoffs schaffen.»

In der Hinrunde unterlag Kloten in Veyrier 0:6 und in Meyrin 1:6, wobei Captain Denis Bernhard im Einzel für den Ehrenpunkt sorgte. Allerdings traten die Flughafenstädter in beiden Partien ohne ihre Spitzenspieler Daniel Zwickl und David Zombori an. Zwickl wird in den Rückspielen am kommenden Wochenende berufsbedingt erneut fehlen, sein ungarischer Landsmann Zombori wird jedoch mit von der Partie sein. «Mit nur einem von ihnen sind beide Spiele völlig ­offen», schätzt Bernhard, «klar ist auch, dass es so viel stärker auf mich ankommt: Wenn wir die Playoffs erreichen wollen, muss auch ich punkten.»

Neben seiner aufstrebenden Form, die sich in Bernhards bisher bester persönlicher NLA-Erfolgsquote widerspiegelt, spricht auch der Heimvorteil für Kloten. Denn die Auswärtsbilanzen der Gegner vom Wochenende fallen bescheiden aus. Veyrier erreichte einzig im Derby in Meyrin ein Remis und unterlag in der Fremde gar dem Schlusslicht Wädenswil, während Meyrin einzig am Zürichsee reüssierte.

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