Kunstturnen

Heidelberger hat gute Aussichten

An den Schweizer Junioren-Meisterschaften in Brugg sichern sich die Unterländer Turner vier Medaillen in den Einzeldisziplinen und haben als Kandidaten für die Junioren-EM nun gute Karten. Den Titel holt sich der Wädenswiler Dominic Tamsel.

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Infolge Abwesenheit von Titelverteidiger Samir Se­rha­ni, der alters­halber in Brugg nicht mehr starten durfte, war der Weg frei für einen neuen Schweizer Junioren-Meister. In einem packenden Wettbewerb siegte am Ende der 18-jährige Dominic Tamsel aus Wädens­wil. Die Zürcher Frak­tion musste im Mehrkampf ohne ihren derzeit stärksten Athleten, Ian Raubal (TV Opfikon-Glattbrugg), auskommen. Raubal ­hatte sich zwei Tage zuvor im Training einen Meniskusriss zugezogen. Bereits operiert, war er am Samstag in Brugg als Zuschauer anzutreffen – und sah zu, wie der erst 16-jährige Marc Heidelberger, der für den TV Rümlang turnt, ausgezeichneter Vierter wurde.«Ich bin zufrieden und vor allem stolz auf das Gesamtpaket», erklärt Heidelberger am Ende des ersten Wettkampftages. Dank seiner konstanten Leistung qua­li­fizierte er sich für alle sechs Gerätefinals vom Sonntag, die ihm schliess­lich eine Goldmedaille (Boden) sowie Bronze (Sprung) einbrachten. Bereits 2017 war der sprungkräftige Regensdorfer an seinem Lieblingsgerät Boden im P5 der Beste gewesen. Besonders freute sich Heidelberger nach dem Wettkampf über seine nun sehr guten Aussichten auf eine Qualifikation für die Junio­ren-EM. Fünf Schweizer Junioren dürfen nämlich Mitte August nach Glasgow reisen.

Länderkampf als nächster Test

Ein weiterer EM-Kandidat ist neben Heidelberger Da­vide ­Bieri (TV Opfikon-Glattbrugg), und auch dessen derzeit verletzter Vereinskollege Ian Raubal hegt noch eine kleine Hoffnung. ­Bieri glückte in Brugg nicht ganz alles nach Wunsch, so wurde er nach Bronze 2017 in diesem Jahr Fünfter. Im Gerätefinal durfte er am Boden als Zweiter aufs Podest steigen.

Seit vorgestern Montag sind Da­vide Bieri und Marc Heidel­berger nun gemeinsam in Magg­lin­gen und bereiten sich auf den U-18-Länderkampf zwischen der Schweiz, Grossbritannien, Frankreich und Deutschland vor, der am kommenden Wochenende in Wil stattfinden wird. Er gilt als wichtiger Test vor der Junioren-EM.

Gold für Omar Ateyeh

Der elfjährige Opfi­ker Omar ­Ateyeh, welcher im vergangenen Jahr den Meistertitel im P1 noch am letzten Gerät verspielt hatte, trumpfte heuer ganz gross auf. Den Grund­stein zu seinem Erfolg legte er bereits an den beiden ersten­ Geräten Boden und Pferd. Punkto Eleganz und Präzision in der Ausführung war er der Kon­kur­renz haushoch überlegen. Zusätz­lich gab es für ­Ateyeh Gold im Teamwettkampf. Mannschafts-Bronze gewannen ­Beda ­Kobler (TV Niederglatt) im P4, Nico Oberholzer (TV Opfikon-Glattbrugg) und Colin Schmid (TV Niederglatt) im P3 sowie Nick Reuling (TV Bülach), Justin Fischer (Kutu Freienstein-Rorbas) und Adam ­Ateyeh (TV Opfikon-Glattbrugg) im P1. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 12.06.2018, 15:51 Uhr

Juniorinnen

Ein Diplom für Lou-Anne Citherlet

Lou-Anne Citherlet vom Kunstturnen Neerach klassierte sich an den Schweizer Meisterschaften der Juniorinnen in Bern im P3 als Achte und holte sich ein Diplom. Am wichtigsten Anlass der Saison zeigte die Zehnjährige aus Watt erstmals einen Wettkampf mit allen­ Anforderungen der Programmstufe P3. Am Boden zeigte sie einen Salto gestreckt mit einer ganzen Schraube und lag im Zwischenklassement nach drei Geräten weit vorne. Das letzte Gerät aber wurde Citherlet zum Verhängnis. Sie musste den Balken während der Übung unfreiwillig verlassen und einige Wackler in Kauf nehmen. Deswegen wurde sie noch auf Rang 8 zurückgeworfen.
In der Mannschaftswertung gewann Citherlet zusammen mit zwei Turnerinnen des Kutu Oerlikon, die in Regensdorf trainieren, für Zürich Silber. Nina Filipovic (Kutu Bülach) holte im P4 Amateur Mannschafts-Bronze.

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