Bülach

Höremer brillieren auf allen Ebenen

Der Karateclub Höri hat nicht nur als Organisator der Schweizer Meisterschaften des Verbands SKISF in Bülach geglänzt, sondern auch sportlich. Vor allem Dominique Horath mit vier Medaillen.

Erfolgreich als Mitorganisatorin und Kämpferin: Dominique Horath vom Karateclub Höri während ihrer Kata.

Erfolgreich als Mitorganisatorin und Kämpferin: Dominique Horath vom Karateclub Höri während ihrer Kata. Bild: Sibylle Meier

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Hoch konzentriert bereitete sich Dominique Horath auf ihren Einsatz in der Disziplin Kumite-Freikampf vor. Die 28-jährige Dojo-Leiterin des Gastgeber-Clubs ging unglaublich fokussiert ins erste Duell der Damen Elite ab 18 Jahren und überraschte ihre Gegnerin sofort mit ihren blitzschnellen und platzierten Bewegungen. Auch im zweiten Kampf behielt die Lokalmatadorin die Oberhand. Erst im ­Halbfinal musste sie sich der späteren Siegerin knapp mit 1:2-Punkten beugen. Doch die Mitorganisatorin vom Karateclub Höri erholte sich gut von der unglücklichen Niederlage und gewann danach verdientermassen den Kampf um Platz 3.

Lediglich eine Stunde nach diesem Erfolg trumpfte die Topathletin im Team Kumite nochmals so richtig auf. Im Verbund mit ihrer 55-jährigen Mutter Karin Horath, der ehemaligen Weltmeisterin, und ihrer jüngeren Schwester Alexandra, gewann sie vor den Equipen Visp und Laupen den Team-Schweizer-Meistertitel des Verbands SKISF (Shotokan Karate-Do International Swiss Federation). Dies zum ­krönenden Abschluss eines Wettkampftags, den Dominique Horath bereits am Vormittag erfolgreich lanciert hatte. In der Kategorie Kata (Kür), einer Art Schattenkampf gegen imaginäre Gegner, erreichte sie sowohl im Einzel als auch mit dem Team Höri zweimal den 2. Rang.

Höri vor Eglisau

Die erfolgreichste Athletin dieser Meisterschaft meinte zu ihren hervorragenden Wettkämpfen: «Ich bin überglücklich. Die hohen Erwartungen, die ich an mich selber hatte, sind vollständig erfüllt worden.» Zudem fügte sie strahlend an: «Meine Form hat auf den Punkt gestimmt. Mir ist es perfekt gelaufen, sodass ich alles im richtigen Moment abrufen konnte.» Auf ihre internationalen Ambitionen angesprochen, antwortete die leidenschaftliche Sportlerin: «Natürlich möchte ich an der nächsten Europa- und Weltmeisterschaft ganz vorne mit dabei sein.»

In den diversen Wettkampf-Kategorien der Männer brachte nicht nur der Höremer Gastgeber-Verein, sondern auch der benachbarte Karate-Club Eglisau viele Karatekas in die vordere Ranglistenhälfte. So überraschte im Kumite der Elite) ab 18 Jahren) der für Eglisau startende Manuel Schumann mit dem 4. Schlussrang positiv. Der 19-Jährige analysierte nach dem Wettkampf: «Im Vergleich zum letzten Jahr ist mir ein enorm grosser Leistungssprung gelungen. » Dank des guten Ergebnisses steigen Schumanns Chancen, nächstes Jahr für die Europameisterschaften in Holland selektioniert zu werden.

Die Bilanz fällt positiv aus

Grossen Applaus von den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern auf den Tribünen der Bülacher Hirslen-Sporthalle ernteten die einheimischen Höremer in der Kategorie Team Kumite Herren ab 18 Jahren. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicherten sie sich als Drittplatzierte die Bronzemedaille. Direkt dahinter auf Rang 4 landeten die Eglisauer. In der Kata der Elite Männer holte Celestin Schmid mit Rang 3 eine weitere Medaille für den Gastgeberclub, einen Platz vor seinem Höremer Clubkollegen Alessandro Cetrangolo. Am zweiten Wettkampftag kamen in Bülach zwei Goldmedaillen für die Höremer hinzu. Flurin Schmid sicherte sich im Jiyu Kumite der 15- bis 17-Jährigen den Titel, während Joya Meier in der Kata der 11- bis 14-jährigen Mädchen triumphierte.

Nino Natale, der sich im Dienste des Samaritervereins Höri um gesundheitliche Notfälle kümmerte, berichtete zufrieden: «Wir mussten nur kleinere Verletzungen wie Nasenbluten oder Fussprellungen behandeln.» Im 76-Jährigen steckt indes mehr als nur ein Sanitäter. Wie er stolz verriet, gründete er einst zusammen mit seinem verstorbenen Bruder Pietro Natale vor 40 Jahren den Karateclub Höri. Thomas Schneider, Höris aktueller Clubpräsident, zog als OK-Chef eine positive Bilanz: «Es macht mich unglaublich stolz, ein so gutes Team um mich zu haben. Der Anlass ist, bis auf wenige ganz kleine Unstimmigkeiten, hervorragend abgelaufen. Den Zeitplan ist mehr als nur eingehalten worden, und die Zusammenarbeit zwischen Turnierleitung, Schiedsrichtern und Verband war vorbildlich.»

Erstellt: 18.11.2019, 19:52 Uhr

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