Regensdorf

Jannis Schön­leber empfiehlt sich

Leichtathletik Am 4.Wisacher-Cross in Regensdorfbestimmt die U-20-WM-Dritte und Duathlon- undAquathlon-Weltmeisterin Delia Sclabas den Rhythmus – die hochkarätige Konkurrenz ignorierend. Ihr Alleingang hatte eine dritte Dimension.

Unterländer inmitten farbiger Herbstblätter und vielen Konkurrenten in Regensdorf unmittelbar hintereinander: Thomas Curiger (Nummer 406) aus Buchs läuft im Rücken von LC-Regensdorf-Athlet Jannis Schönleber (410).

Unterländer inmitten farbiger Herbstblätter und vielen Konkurrenten in Regensdorf unmittelbar hintereinander: Thomas Curiger (Nummer 406) aus Buchs läuft im Rücken von LC-Regensdorf-Athlet Jannis Schönleber (410). Bild: Paco Carrascosa

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Fabienne Schlumpf, die EM-Silbermedaillengewinnerin über 3000 m ­Steeple im Sommer und in Regensdorf haushohe Favoritin auf den Frauensieg, war sich der Gefahr bewusst: «Wenn Delia losstürmt, wie sie dies immer wieder­ tut, dann halte ich mich zurück.» Und so kam es. Die Bronzemedaillengewinnerin des Sommers über 1500 m legte in ihrer ungestümen, mutigen Art los. Mit raumgreifenden Schritten zog sie auf dem weichen Boden des Wis­acher-Crosses von dannen. Rasch erarbeitete die 18-Jäh­rige sich einen beachtlichen Vorsprung.Und ungefährdet erreichte Delia Sclabas auch das Ziel vor sämtlicher Konkurrenz. Fabi­enne Schlumpf hatte sich nicht in der Laune für Experimente gefühlt. Sie liess Sclabas gewähren. Erst als es für die Elite- und U-23-Kategorie auf die Runden fünf und sechs ging und somit zusätzliche zwei Kilometer im Vergleich zu den Juniorinnen, demonstrierte sie ihre Klasse. Als klare Siegerin des Hauptrennens lief sie nach 21 Wettkampfminuten ein. 12 Sekunden betrug der Vorsprung auf die U-23-Beste und Klubkollegin in der TG Hütten, Chiara Scherrer. Sämtliche anderen Wider­sacherinnen büssten über eine halbe Minute ein.

Oberste Priorität räumte Schlumpf dem Regensdorfer Rennen nicht ein. «Mir ging es ums Zurückfinden in den Wettkampf-Rhythmus, die Wiederangewöhnung an den Naturboden und um den Spass», berichtete die 28-Jährige. «Auf dem letzten Zacken­ rennen», sparte sie sich für die internationalen Einsätze in den kommenden Wochen auf. Als Standortbestimmungen dienen ihr am nächsten Wochen­ende die Corrida Bulloise und am übernächs­ten das internationale Cross in Tilburg (NED) ein.

Drillingsschwestern-Premiere

Im Gegensatz zu Schlumpf hat sich Sclabas die EM-Qualifikation mit ihrem Sieg bereits gesichert. Einen besonderen Stellenwert hatte das Wisacher-Cross für sie aus anderem Grund. Erstmals seit rund fünf Jahren startete sie zu­sam­men mit ihren beiden Drillingsschwestern im selben Rennen. Konkretisiert hatte sich diese­ Idee zwei Tage zuvor am ge­mein­samen 18. Geburtstag. Mut brauch­­ten dazu vor allem Silia und Ilenia, die beide nicht auf den Lang­streckenlauf setzen. Auf der vierten und letzten Runde überrundete denn Delia Ilenia auch. Das «Hopp Deli» sorgte für besonderen Ansporn. Im weniger prominent besetzten Männerrennen setzte sich Marco Kern dank einer überzeugenden letzten halben Runde vor Ilias Hernandez durch. Als U-23-Sieger und Gesamtdritter emp­fahl sich LC-Regensdorf-Athlet Jannis Schönleber für die EM und etwas weniger OL-Nationalkader-Kollege Tho­mas Curiger (3.) aus Buchs. Auf gutem Weg an die EM befindet sich Nicola Hagger – dank Rang 4 bei den Junioren.

Erstellt: 11.11.2018, 23:03 Uhr

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