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Junge Eisbären bleiben auf Kurs

Bülachs Elite-B-Junioren haben gegen Langenthal und La Chaux-de-Fonds zwei Heimniederlagen kassiert. In der zweithöchsten Nachwuchsliga haben sie heuer bisher dennoch überzeugt.

Bülachs Verteidiger Denis Zogg (rechts) schirmt den Puck gegen Langenthals Yannick Jege gekonnt ab. Zoggs Team verlor die Partie am Ende jedoch klar.
Bülachs Verteidiger Denis Zogg (rechts) schirmt den Puck gegen Langenthals Yannick Jege gekonnt ab. Zoggs Team verlor die Partie am Ende jedoch klar.
Urs Brunner

In der Doppelrunde des vergangenen Wochenendes erwischten die jungen Bülacher in der ersten Partie gegen das Team der Langenthal Nachwuchs AG einen miserablen Start. Im ersten Drittel kassierten die Spieler von Trainer Michael Ungricht gegen die unter dem Strich liegenden Langenthaler nicht weniger als sechs Gegentore. Immerhin konnten die Eisbären danach die Partie ausgeglichener gestalten, sodass die Niederlage mit 2:7 angesichts des schlechten Beginns noch einigermassen im Rahmen blieb.Im darauffolgenden Sonntagsspiel gegen La Chaux-de-Fonds steigerten sich die jungen Bü­lacher aber. In einer intensiven und schnellen Begegnung zogen die Hausherren trotz einer zwischenzeitlichen 4:2-Führung doch noch den Kürzeren und verloren mit 4:6.

Nach den eher bescheidenen vergangenen beiden Spielzeiten, welche sie in den Playouts und einmal sogar mit dem direkten Kampf gegen den Abstieg beendet hatten, starteten die jungen Eisbären mit drei Niederlagen aus vier Spielen zunächst ebenfalls mässig in die aktuelle Saison.

Einfaches Spiel bringt Erfolg

Doch heuer fand das Team von Michael Ungricht bald den Tritt. Nach der 22. Runde nimmt Bülach trotz der beiden jüngsten Heimniederlagen mit 37 Punkten den 4. Rang ein. Der in Sirnach wohnhafte Coach meint zum langen Anfahrtsweg: «Für diese tolle und lernfähige Equipe komme ich sehr gerne in die Hirslen.» Mit mindestens drei Trainingseinheiten und zwei Partien fährt der 24-Jährige mehrmals pro Woche ins Zürcher Unterland. Der noch unerfahrene Trainer erhält grosse Unterstützung von seinem Sportchef Ricardo Schödler und bekommt zudem auch wertvolle Tipps von Markus Studer, dem Trainer des Fanionteams.

Im bisherigen Meisterschaftsverlauf mussten die Elite-B-Junioren schon achtmal in die Verlängerung. Davon gingen sie jedoch sechsmal als Verlierer vom Eis. Bülachs Captain Simon Weber vermutet ein mentales Problem und meint: «Wir arbeiten seit dieser Spielzeit mit einer Mentaltrainerin zusammen. Wir hoffen, in Zukunft bei engen und umkämpften Spielen das Glück auf unsere Seite zu zwingen.»Der technisch und taktisch starke Stürmer fügt an: «Wenn wir einfach und schnörkellos spielen, gewinnen wir. Sobald wir aberin Führung sind, wollen wir zu viel und verlieren dann oft die Kontrolle über unser Spiel.»

Sein Teamkollege Denis Zogg, der in dieser Saison auch schon für den EV Dielsdorf-Niederhasli (EVDN) in der 2. Liga im Einsatz stand, beantwortet die Frage nach dem Saisonziel: «Wir haben das Potenzial für die Top 4.» Der kräftige Verteidiger besitzt eine B-Lizenz. Somit hat er die Möglichkeit, sich mit Einsätzen in den Reihen der Partnerteams Kloten, Winterthur oder EVDN weiterzuentwickeln.

Ein grosser Schritt

Den Wunsch, dereinst das Hobby zum Beruf zu machen, hegt der Bü­lacher Ivo Pina. Der talentierte Verteidiger absolvierte alle Juniorenstufen entweder in Kloten oder Bülach. Am Ende der vergangenen Saison entschied er zusammen mit André Rötheli, Klotens Elite-A-Trainer, künftig für die Bülacher Elite-B-Equipe aufzulaufen, «damit ich mehr Spielpraxis sammeln kann. Nächstes Jahr möchte ich aber gerne zurück zur Elite A von Kloten», sagt der 17-Jährige selbstsicher.

Ihm sei bewusst, dass zwischen den beiden Spielklassen eine enorme Kluft bestehe. Zudem fügt Ivo Pina an: «Ich muss mich körperlich sicher noch verbessern und an Gewicht zulegen, wenn ich jemals im Profibereich eine Chance haben möchte.» Ein Transfer nach Kloten wäre daher schon ein erster grosser Schritt. Normalerweise finden die Elite-B-Junioren in der 1. oder 2. Liga Unterschlupf, während Elite-A-Akteure später oft in der National League oder in der Swiss League unterkommen.

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