Opfikon-Glattbrugg

Junge Schweizerinnen glänzen an der EM

An der Juniorinnen-EM der Rhythmischen Gymnastik in Baku hat die Schweiz überzeugt. Als Lohn erhielt das Team mit drei Gymnastinnen der RG Opfikon-Glattbrugg ein EM-Diplom.

Aleksandra Petrovic (von links), Marija Zeller, Axelle Amstutz und Dunja Djordjevic glänzen mit ihrer Reif-Übung in Baku.

Aleksandra Petrovic (von links), Marija Zeller, Axelle Amstutz und Dunja Djordjevic glänzen mit ihrer Reif-Übung in Baku. Bild: Thomas Schreyer

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Das harte Training, der Wegzug vom Zuhause und der Schulwechsel nach Biel haben sich gelohnt! Die Schweizer Gruppe mit den Dunja Djordjevic, Aleksandra Petrovic und Marija Zeller von der RG Opfikon-Glattbrugg sowie Axelle Amstutz (GR Neuchâtel), Lena Gyöngy (SFG Locarno) und Noëlle Wüthrich (Gym Biel-Bienne) haben ihr Bestes gegeben. In der Übung mit fünf Bändern reichte das zum Einzug in den Final der besten acht Nationen und somit zum Diplom-Gewinn. Das hochgesteckte Ziel des Schweizerischen Verbandes war erreicht. Im Mehrkampf ebenso wie mit der Übung mit Reifen landeten die Schweizerinnen auf dem 9. Rang. Zum Vergleich: An der vorangegangenen Juniorinnen-EM in Budapest hatten die Schweizerinnen sich mit dem 17. Platz begnügen müssen.

Zum Auftakt der EM in Baku präsentierten die jungen Gymnastinnen ihre Reif-Übung konzentriert und mit viel Ausdruck. Mit leichten und präzisen Handgriffen liessen die fünf Gymnastinnen die goldenen Reifen wirbeln, um Fussgelenke rotieren – oder warfen sie in hohen Bogen weg, um sie dann mit einem Körperteil aufzufangen. Wie aus Zauberhand formten die Mädchen immer neue Bilder im Raum. Die Kür gelang ohne Fehler und wurde mit 20,300 Punkten bewertet, was am Ende des Tages Platz 9 ergab. Den Gerätefinal der besten Acht der Sparte Reifen verpassten sie um winzige 0,425 Punkte. Doch die Mädchen liessen die Köpfe nicht hängen und wussten, dass sich am Samstag in der Qualifikation mit dem Band eine neue Chance bieten würde.

Bänder bilden Schlangen

Auch an ihrem zweiten Wettkampftag legten die Schweizer Juniorinnen einen starken Auftritt hin. Sie zeichneten mit ihren sechs Meter langen pinken Bändern wunderschöne Bilder. Mit feinen Impulsen aus den Handgelenken bildeten die Bänder Schlangen, Spiralen oder Kreise. Als den Gymnastinnen auch die zweite Kür ohne Fehler gelang, strahlten sie. Das Kampfgericht war offensichtlich auch zufrieden und rechnete alle Schwierigkeiten an. Als sechste von 20 Gruppen gestartet, mussten die Gymnastinnen jedoch noch lange ausharren, bis ihre Finalqualifikation feststand. «Wow, ein grossartiges Gefühl, dass wir uns als Sechste für das Bandfinale qualifiziert haben», schilderte Marija Zeller von der RG Opfikon-Glattbrugg.

Im Final zu viel gewollt

Im Band-Final zum Abschluss der Wettkämpfe in Aserbeidschans Hauptstadt Baku gaben die Schweizer Juniorinnen nochmals ihr Bestes. Im Finaldurchgang unterliefen ihnen allerdings einige Fehler. Am Ende reichte es ihnen so lediglich zum 8. Rang. «Am Schluss wollten sie wahrscheinlich zu viel und waren zu nervös. Ich bin dennoch sehr zufrieden», kommentierte ihre Trainerin Aneliya Stancheva nach dem Final. «Die Gymnastinnen haben alles gegeben und bis zum Schluss gekämpft.»

Für die Gymnastinnen bildete die Final-Teilnahme auf jeden Fall ihr persönliches Highlight. «Ich bin super happy mit unseren Leistungen, und es war eine neue Erfahrung für mich, an einer EM teilzunehmen», erklärte Dunja Djordjevic, «die Vorbereitungen waren sehr streng, aber sie haben sich gelohnt, um ein gutes Ergebnis an den Wettkämpfen zu zeigen.» Tatsächlich konnten alle Gymnastinnen wertvolle Erfahrungen für ihre Zukunft sammeln. Als Nächstes könnten sie diese an den Schweizer Meisterschaften der Elite vom kommenden Wochenende in Magglingen nutzen.

Erstellt: 21.05.2019, 20:18 Uhr

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